Archiv | September, 2011

Nach Blogeintrag: Am runden Tisch mit der Sparkasse Passau

18 Sep

Ich sollte mich nicht einlullen lassen, twitterten mir Leute im Vorfeld meines Gesprächs mit den Vertreten der Sparkasse Passau – und mir einen Kugelschreiber schenken lassen 😉

Einen Kugelschreiber bekam ich am vergangenen Donnerstag zwar nicht, aber einen guten und ehrlichen Einblick in die Führungsebene der Sparkasse. Begleitet hat mich meine langjährige Freundin, Jana Buchbauer, die auch seit Jahren ein Konto bei der Sparkasse hat.

Am runden Tisch mit den Mitarbeitern der Sparkasse Passau (von links) Horst Gebetsberger, Alexandra Schuhbauer, teresaohneh, Jana Buchbauer und Hans-Rudolf Dorfner.

„Wir stecken mit unseren Aktivitäten im Social Web noch in den Kinderschuhen“, das war der Grundtenor, der sich am runden Tisch herauskristallisierte und wie es Alexandra Schuhbauer treffend auf den Punkt brachte.

Entschuldigung von Horst Gebetsberger

Das war mir auch irgendwie vorher klar, wenn ich an den Brief dachte, den ich von Marktdirektor Horst Gebetsberger als Reaktion auf meinen Blogeintrag bekommen hatte. Gebetsberger entschuldigte sich hierfür auch bei mir.

Offen und ehrlich sprachen wir über die Wellen, die mein Blogeintrag geschlagen hatte. Ich zeigte den Mitarbeitern der Sparkasse auch meine Blog-Statistiken und Kommentare, die auf meiner Facebook-Seite gemacht wurden und für die Sparkasse logischerweise nicht einsehbar sind.

Social-Media als Kapazität- und Kostenfrage 

Allen war klar, dass die Sparkasse etwas im Social-Media-Bereich tun muss. „Ihr Blogeintrag hat diese Dynamik sicher noch beschleunigt“, meinte Hans-Rudolf Dorfner. Ich erfuhr, dass der Sparkassen-Verband derzeit ein Konzept entwickelt und dass es auch in Passau eine Einheit gibt, die sich damit beschäftigt. „Das ist selbstverständlich auch eine Kapazitäts- und Kostenfrage“, sagte Dorfner. Einen Kommentar darauf konnte ich mir natürlich nicht verkneifen: „Das Web ist völlig kostenfrei und, dass die Sparkasse nicht ein paar übrige personelle Kapazitäten hat, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen…“ Ich gebe zu, so ganz habe ich bis heute nicht verstanden, wer von den Dreien jetzt genau welchen Posten bekleidet und wie genau der Verwaltungsapparat ausdifferenziert ist. Aber ok, das war ja auch nicht mein Thema…

Vernetzt mit der Vorstandsvorsitzenden

Hans-Rudolf Dorfner fragte sehr höflich, ob die Sparkasse Passau denn in einem oder einem halben Jahr noch einmal bei mir nachfragen dürfe, wie bzw. ob sich auf diesem Sektor meiner Meinung nach etwas getan habe. Natürlich komme ich dem gerne nach, immerhin sind Dorfner und ich mittlerweile auch auf XING vernetzt. Die Wege werden für mich wohl auch zur Vorstandsvorsitzenden Renate Braun kürzer, denn auch sie schickte mir eine Kontaktanfrage im Business-Netzwerk. Wohlgemerkt machte das Renate Braun persönlich und nicht irgendjemand in ihrem Auftrag. Ich finde, das zeugt wirklich von Stil!

Alles in allem hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Sparkasse Passau auf die Kundenmeinung etwas gibt. Alexandra Schuhbauer betonte mehrmals, dass mein Feedback sehr wichtig sei – auch wenn es für die Sparkasse nicht positiv ausgefallen ist.

Kunden-Rückmeldung ist wichtig!

Ich hätte mir nur eben diese Aufmerksamkeit in den 25 Jahren gewünscht, in denen ich das Konto bei der Sparkasse hatte.

Vielleicht ist es auch gar nicht so sehr wichtig als Sparkasse im Social Web unterwegs zu sein, sondern die Mitarbeiter vor Ort in den Geschäftsstellen noch intensiver zu schulen. Denn Kompetenz und zum Teil auch Höflichkeit ist ja das, was ich und auch die Leute bei der Sparkasse vermissen, die meinen Blogeintrag kommentiert haben. Denn ob jemand im Anzug gut aussieht, das sollte bei keiner Bank ein Einstellungskriterium sein!

Allen, die unzufrieden mit dem Service ihrer Sparkasse sind, kann ich nur empfehlen, diesen Unmut auch zu äußern. Freilich kann ich nicht versprechen, dass die Kritik auf so fruchtbaren Boden wie in Passau fällt. Aber auch hier ist nur ein erster Schritt getan. Jana und ich konnten zum Beispiel abschließend auch nicht in Erfahrung bringen, warum sie weiterhin eine kostenlose Kontoführung aushandeln konnte und ich nicht. Beide sind wir Studentinnen und machen den Mund auf, wenn uns was nicht passt und so werden wir das auch weiterhin handhaben 😉

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