Archiv | Juni, 2012

EM-Zeit – Zeit für Heraldik: „Falsche“ Beflaggung beim BR

28 Jun

Die Rundschau fragt heute auf ihrem Facebook-Account mit dem Bild eines mit einer Fahne verkleidetem Autospiegel:“ Bei uns in der Redaktion haben (fast) alle ein gutes Gefühl für einen deutschen Sieg heute abend. Wie geht’s Ihnen?“

Soweit nichts ungewöhnliches… Doch wenn ich das Bild sehe, sehe ich nicht schwarz-rot-gold sondern SCHWARZ. Grund: Die deutschen Nationalfarben sind verkehrt herum. Da ich nicht genau weiß, ob das heraldisch unter Umständen auch möglich ist, schreibe ich meine Bedenken unter das Foto. Die Antwort kommt prompt: (Natürlich) ist die „falsche“ Anordnung der Nationalfarben nicht korrekt – das habe ich mir auch gedacht! (Zum Verständnis findet sich unten ein Screenshot von dem Foto).

Dass wir uns nicht falsch verstehen… Ich will niemandem dem Spaß an der EM und der damit verbundenen „Landes-Deko“ nehmen. Aber ich musste schon immer schmunzeln, wenn mir Autofahrer mit der „falschen“ Beflaggung begegnete – dass auch noch unser bayerisches Qualitätsfernsehen, der Bayerische Rundfunk, eine solche heraldische Falschheit verbreitet, das finde ich etwas befremdlich: Denn Qualitätsjournalismus, wozu u. a. eine gute Recherche gehört, hört bei mir nicht auf Facebook auf!

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Gutjahr: „Es wird keine zweite Rundshow geben“

9 Jun

@teresa_ohne_h und @gutjahr lernten sich im Rahmen eines CdAS-Seminars in Wildbad Kreuth persönlich kennen.

Eine einmalige Gelegenheit, die der Club der Altstipendiaten (CdAS) der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) seinen (Alt)stipendiaten ermöglicht hat: The one and only Richard Gutjahr kam wenige Tage nach der letzten Sendung „seiner“ Rundshow nach Wildbad Kreuth.
Seine Thesen sind provozierend. Seine Rundshow war es auch! Eine „Kreuzung von Fernsehen und Internet“ sollte sie sein und das beim BR, dem bayerischen „Staatsfernsehen“.

„Das Fernsehen ist tot“
Gutjahr wirft in die Runde: „Das Fernsehen ist tot.“ Doch etwas relativiert der Journalist: „Das Fernsehen ist tot. Es lebe der Bildschirm.“
Einen sehr intensiven Einblick gibt Richard Gutjahr in das Making of seiner Rundshow. „Alles was wir in der Rundshow gesehen haben, gab es schon mal. Die App noch nicht.“ Die App zur Sendung hieß „Die Macht“ – konzipiert als Art Fernbedingung für die „Rundshow“. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf die App“, schmunzelt Gutjahr. Simpel und wirksam, mit „Daumen hoch“, „Daumen runter“ bekam Gutjahr Echtzeit-Feedback auf seine Sendung.

Kreativer Typ mit revolutionären Ideen
Für alle Fans des revolutionären Konzepts hatte Gutjahr eine Enttäuschung parat: „Es wird keine zweite Rundshow geben!“ Aber Gutjahr wird weiter „provozieren“ und die etablierten Medien wachrütteln! Es war wirklich interessant, so einen kreativen Typen getroffen zu haben. Hoffentlich geht es weiter.

 

Richard Gutjahr war Gast im Rahmen der Fachtagung „Virtualität“ vom 8. bis 10. Juni 2012 in Wildbad Kreuth. Organisiert hatten die Tagung die Fachgruppensprecher des CdAS Prof. Dr. Thomas Schärtl und Simon Rehak.