Appell an Deutsche Bahn: Chaos in überfüllten Regionalzügen durch neue Gepäckablagen bekämpfen

28 Jan

Es ist immer dasselbe Bild: Statt Platz für die Fahrgäste zu bieten, stapelt sich auf, vor und neben den Sitzen im Regionalzug, das Reisegepäck.

Auf den Gepäckablagen finden nur kleinere Taschen und Rucksäcke Platz. Das restliche Gepäck muss vor und auf den Sitzen gelagert werden.

Auf den Gepäckablagen finden nur kleinere Taschen und Rucksäcke Platz. Das restliche Gepäck muss vor und auf den Sitzen gelagert werden.

Ich kann den Ärger der Mitreisenden verstehen, wenn sie in den – gerade zu Stoßzeiten – maßlos überfüllten Zug einsteigen und erst die anderen Reisenden bitten müssen, ihr Gepäck von den Sitzen zu entfernen. Nur wohin damit?

Ich pendle wöchentlich die Strecke Passau – München und München – Passau im sog. Donau-Isar-Express. Mittlerweile beschränkt sich mein Gepäck für die Arbeitswoche in München auf eine Reisetasche. Sie ist nicht überdimensioniert, aber nicht einmal diese findet Platz auf der Gepäckablage im Zug.

Ergonomisch designte Gepäckablage ohne Funktion

Einmal habe ich es ausprobiert und meine Tasche nach oben verfrachtet, doch dort blieb sie nicht lange: Beim nächsten Halt des Zuges fiel sie von dort herunter und meiner Sitznachbarin auf den Arm. Ich habe mich mehrfach entschuldigt, doch der wahrhaft Schuldige war schnell gefunden: Der Designer der Gepäckablagen in den Regionalzügen!

Schönes, ergonmisches Design - leider ohne Funktion: Die Gepäckablagen im Regionalzug sind meistens leer, das Gepäck muss auf den Sitzen gelagert werden.

Schönes, ergonmisches Design – leider ohne Funktion: Die Gepäckablagen im Regionalzug sind meistens leer, das Gepäck muss auf den Sitzen gelagert werden.

Die Besonderheit der Gepäckablagen ist, dass sie sich zur Mitte hin verjüngen. Wahrscheinlich soll das Design so besonders dynamisch aussehen. Das Problem ist nur, dass die Ablagen auch an ihrem Anfang und Ende nicht breit genug sind, dass sie z. B. Platz für meine Otto-Normal-Reisetasche bieten würden.

Gepäckchaos

Statt auf den Gepäckablagen stehen die Koffer am Gang. Reisende müssen stehen, weil auf den Sitzplätzen Gepäck lagert.

Statt auf den Gepäckablagen stehen die Koffer am Gang. Reisende müssen stehen, weil auf den Sitzplätzen Gepäck lagert – Alltag im Donau-Isar-Express.

Oft ist der einzige Ausweg, um zumindest einigen im Gang stehenden Mitreisenden einen Sitzplatz zukommen zu lassen, das Gepäck/ vorrangig die Koffer in den Gang zu stellen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nichts Unangenehmeres gibt, als über eine mehrstündige Zugfahrt immer wieder seinen Koffer festhalten zu müssen, weil er ansonsten davonrollt. (Leider passt meine Rimowa Hartschale nicht unter den Sitz der Vierergruppe – ja, man entwickelt durchaus kreative Gepäckverstaumöglichkeiten…) Die Reisetasche auf dem Schoß zu haben ist auch nicht ganz angenehm, aber meiner Meinung nach lange nicht so nervtötend.

Design ist nicht alles

Deswegen: Liebe Deutsche Bahn, wenn schon nicht zu den Stoßzeiten (insbesondere für die Strecke München – Freising – Moosburg – Landshut und retour) und vor Feiertagen längere Züge eingesetzt werden können, dann bitte ändert zumindest das Design eurer Gepäckablagen! Denn kein Reisender hat etwas von ergonomisch designten Gepäckablagen, wenn sie dafür stehen müssen…

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Eine Antwort to “Appell an Deutsche Bahn: Chaos in überfüllten Regionalzügen durch neue Gepäckablagen bekämpfen”

  1. Sebastian K. Januar 28, 2013 um 2:06 pm #

    Das Problem sehe ich weniger darin, dass sich die Ablagen nach innen hin verjüngen, auch wenn das sicherlich ebenfalls nicht ganz optimal ist.

    Das größte Problem sehe ich darin, dass die Gepäckablagen nach oben hin gebogen sind und man die Taschen einfach nicht ohne Gewalt zwischen die Ablage und die Zugdecke bekommt….

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