Archiv | April, 2013

Audiobook Binder: Hörbücher erstellen für Apple-Geräte

24 Apr

Wie ich hier verraten habe, bin ich der Meinung, dass Hörbücher neue Literatur-Horizonte eröffnen. In öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich immer Literatur auf den Ohren – meinem Smartphone sei Dank.

Konvertierung in MP4-Format

Wer seine Hörbücher nicht herunterlädt (z. B. bei audible) muss sein Hörbuch jedoch erst für das Smartphone „vorbereiten“. Wer Hörbücher über seinen iPod oder sein iPhone abspielen möchte, muss meist eine MP3-Datei in ein MP4-Format umwandeln.

Einzelne Tracks werden ohne Unterbrechung abgespielt

Audiobook BinderAnders als bei einer Musik-CD möchte ich alle Tracks des Hörbuches hintereinander hören. Da Hörbücher meist mehrere CDs und so eine Vielzahl von Tracks umfassen, möchte ich mir nicht merken müssen bei welchem Track auf welcher CD ich stehen geblieben bin. Das mag etwas kompliziert klingen, aber die Lösung für Apple-Nutzer ist simpel, gratis und heißt – Audiobook Binder.

Ähnlich wie bei einem Buch aus Papier die einzelnen Seiten aneinander gebunden werden, kann durch diese App ein Hörbuch erstellt werden, das die einzelnen Tracks zu einem einzigen zusammenfasst.

Damit das so erzeugte Hörbuch nicht unübersichtlich wird, können einzelne Kapitel eingefügt werden. Das Abspielen Audiobook Binderdes Hörbuchs wird bei einem neuen Kapitel nicht gestoppt. Die Kapitel dienen meiner Meinung nach v. a. um sich beim Hören zu orientieren: Schlafe ich beim Hörbuch hören ein (was durchaus vorkommen soll), kann ich so leichter an die Stelle springe, die ich zuletzt aktiv wahrgenommen habe.

Der äußerst nützliche und einfach zu bedienende Audiobook Binder ist übrigens kostenlos im App-Store verfügbar! Und so wird er bedient:

Einfache Bedienung

Durch das Klicken auf das Pluszeichen können die einzelnen Tracks in das Programm geladen – ggf. durch das Minuszeichen auch wieder entfernt werden.

Kapitel hinzufügen

Audiobook BinderDie Tracks, die zu Kapiteln zusammengefügt werden sollen, müssen zunächst markiert werden –  mit cmd und j wird dann das Kapitel erstellt.

Neben dem Namen des Hörbuches und des Autors kann auch noch das Cover in den Audiobook Binder geladen werden.

Sind alle Tracks des Hörbuchs im „Hörbuch Binder“ muss man lediglich noch auf „Hörbuch erstellen“ klicken.

Die Konvertierung dauert je nach Länge des Hörbuches ein paar Minuten. Ist das Hörbuch fertig „gebunden“, findet es sich direkt in iTunes unter der Rubrik Bücher.

Fazit: Natürlich nimmt das Erzeugen eines Hörbuches einige Zeit Anspruch. Aber diese Zeit ist meiner Meinung nach gut investiert: Der Hörbuchgenuss ist so gänzlich ungetrübt – nicht nur bei der Nutzung auf mobilen Endgeräten. Auch wer Hörbücher zu Hause hört, erspart sich so das Wechseln der CDs.

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Hörbücher eröffnen neue Literatur-Horizonte

22 Apr

Ich geb’s zu: Am Anfang habe ich gedacht, Hörbücher seien absolut nichts für mich. Aber seit ich in München lebe und ein bekennender Fan von „Public reading“ bin,  habe ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln quasi immer Literatur auf den Ohren.

Denn besser als mit dem aufgeklappten Buch in der Hand immer wieder umzusteigen – Ohrstöpsel rein, Hörbuch an und fertig.

Manche Bücher sind für’s Hören geschrieben

Dank Smartphone - immer ein Hörbuch aus der Handtasche zaubern. Das verkürzt so manche Bahn-Fahrt.

Dank Smartphone – immer ein Hörbuch aus der Handtasche zaubern. Das verkürzt so manche Bahn-Fahrt.

Natürlich ist es etwas ganz etwas anderes ein Buch zu LESEN oder es zu HÖREN. Und so bin ich mit den Hörbüchern auch auf einen ganz anderen Buchgeschmack gekommen. Bestseller lese ich quasi grundsätzlich nicht. Und Krimis mag ich eigentlich auch überhaupt nicht. Aber ich habe nun die Rita-Falk-Krimis für mich als HÖRbücher entdeckt und das kam so:

An Weihnachten konnte ich gratis Falks ersten Krimi „Dampfnudelblues“ herunterladen – als eBook. Ich hab’s gelesen und fand’s ganz witzig, habe mir aber schon gedacht, dass der Text viel besser als Hörbuch wirken könnte. Der Stil Falks entspricht ja eher der bayerischen Mundart. Und tatsächlich. Die anderen Teile habe ich mir als Hörbuch reingezogen und festgestellt: Die Falk-Krimis gelesen von Christian Tramitz sind Hörgenuss pur! Der Schauspieler ahmt die niederbayerische Mundart meine Meinung nach gut nach – nicht zu viel und nicht zu wenig. Finde zumindest ich als Niederbayerin 😉

Gerne auch „Trash“ als Hörbuch

Bevorzuge ich bei Büchern, die ich lese, eher komplizierte Geschichten und eigentlich auch renommierte Autoren – greif ich beim Hörbuch auch gerne auf „Trash“. Mein erstes Hörbuch war „Hummeldumm“ geschrieben und gelesen von Tommy Jaud. Dieses Buch lasse ich im Buchladen als gedrucktes Exemplar getrost links liegen. Als Hörbuch fand ich es hingegen witzig und unterhaltend. Wenn mir jemand das Buch vorliest, kann ich mich nämlich irgendwie weniger auf komplexen Inhalt oder schwierige Satzkonstruktionen konzentrieren – eben das was „geschriebene“ Literatur ansonsten ausmacht. Beim „public Hörbuch hearing“ bin ich abgelenk: Wann muss ich aussteigen/umsteigen? – Oh, eine Fahrkartenkontrolle! Das Hörbuch stoppe ich, sobald ich am Ziel bin. Der Wiedereinstieg in die Geschichte muss also möglichst unkompliziert sein.

Neuer Zugang auch zu Klassikern

Aber da die Ausnahme bekanntlich die Regel bestätigt, habe ich derzeit „große Literatur“ auf den Ohren: Die Buddenbrooks. Das Buch habe ich schon mindestens fünf Mal zu lesen begonnen und genauso oft wieder weggelegt. Meine Hörbuch-Variante zieht mich jetzt aber richtig in Bann. So kann ich mich endlich auf dieses Meisterwerk einlassen.

Fazit: Hörbücher haben mir völlig neue Literatur-Horizonte eröffnet. Sie sind für mich beim Pendeln und Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln ideal.

Zu Hause auf der Couch und im Bett bevorzuge ich aber dennoch das geschriebene Buch. Wenn ich aber den ganzen Tag in der Bibliothek verbracht habe, sind Hörbücher am Heimweg ideal. Denn trotz meiner Liebe zum gedruckten Wort, nach einem Arbeitstag in der Bib habe nicht einmal ich mehr Lust meine Nase auch noch „privat“ in Bücher zu stecken.

Hörbücher müssen nicht immer auf CD sein

Also, wer noch kein Hörbuch gehört hat, sollte das unbedingt einmal tun. Kleiner Tipp: Man muss sich nicht immer die durchaus kostspieligen CDs kaufen. Es gibt sie günstig im Internet zum runterladen bei AUDIBLE (wie meine Freundin Miriam hier berichtet) oder auch zum ausleihen in Bibliotheken. Die Stadtbibliothek München ist da für mich zum wahren Eldorado geworden 😉

Vea Kaiser: „Blasmusikpop“ – ungewöhnlicher Erstlingsroman einer 24-jährigen

19 Apr

BlasmusikpopNachdem ich Vea Kaiser bei Markus Lanz gesehen habe und – an dieser Stelle verzichte auf jeglichen Kommentar über das ZDF #ausgruenden.

Ich war beeindruckt von dieser Jungautorin, die Philologie studiert und dennoch ganz modern rüberkam. Vielleicht erinnerte mich das etwas an mich… In jedem Fall verknüpfte sie gekonnt griechische Geschichte und Zeitgeist – kompetent und witzig. So etwas gefällt mir und mir gefallen ungewöhnliche Romane. Von daher lieh ich mir ihr Buch Blasmusikpop sofort in der Stadtbibliothek aus. (Als Schwäbin im Herzen kaufe ich grundsätzlich nur Taschenbücher – da der Erstlingsroman aber erst erschienen ist, gibt es ihn nur als Hardcover.) Noch aus einem weiteren Grund bevorzuge ich Taschenbücher – schließlich nehme ich ein packendes Buch überall mit hin… In die U-Bahn, auf die Couch, in den Zug, in die Küche…

Bei Vea Kaisers Blasmusikpop war ich ehrlich gesagt „froh“, dass ich krank war und ein Wochenende auf der Couch verbringen konnte… eben weil es ein Hardcoverbuch ist, aber so spannend war. Die ersten rund 200 Seiten fraß ich in mich hinein. Ich konnte gar nicht genug bekommen. Für mich stellt es die wunderbare Mischung aus historischem Roman und witziger Geschichte dar. Wie der Untertitel sagt, berichtet Vea Kaiser darüber „(w)ie die Wissenschaft in die Berge kam“:

Ein Fischbandwurm bringt die Wissenschaft in die Berge

Johannes Gerlitzen zieht aus dem kleinen Bergdorf St. Peter am Anger aus, um Medizin studieren (übrigens ohne Matura) – Grund: Sein Fischbandwurm. Die Jungautorin beschreibt so realistisch die Skepsis der „Ureinwohner“ des Alpendorfes gegenüber Bildung. Die Geschichte könnte sich genauso zugetragen haben.

Nach dem Studium in der großen Stadt kehrt Dr. Gerlitzen wieder in seine Heimat zurück. Er will seinem Bergdorf medizinische Versorgung zu Teil werden lassen. Und ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte leider immer mehr an Qualität ab, wird unrealistischer und sarkastischer.

Trotzdem wollte ich wissen, wie es dem „Doktor Enkel“ Johannes A. Gerlitzen ergeht. Denn nach dem Tod seines „Doktor Opa“ verliert Johannes seine Bezugsperson. Forschen muss er von nun an allein. Nur durch Zufall kann er auf’s Gymnasium gehen. Seine Eltern und das gesamt Dorf hat kein Verständnis für die „Hochg’schissenen“. Und dann fällt Johannes durch die Matura – jedoch nicht aus Faulheit, sondern aus anderen Gründen (aber an dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, denn trotz kleiner Schwächen ist dieses Erstlingswerk unbedingt lesenswert!).

Jedenfalls „reift“ Johannes die verpatzte „Reifeprüfung“ erst richtig. Er nutzt diese unfreiwillige Pause als Gelegenheit, sein Dorf näher kennenzulernen – zunächst nur durch die Brille des neutralen Forschers. „Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ als Grundmotiv des Romans – die einzelnen Romankapitel werden durch historiographische Betrachtungen im Stil von Herodot eingeleitet. So hat man am Ende des Romans auch die fiktive Geschichtsschreibung eines fiktiven Bergdorfes gelesen – ein originelle Idee!

Ich kann nicht genau sagen, warum mir der erste Teil des 479 Seiten starken Werkes so viel besser gefallen hat. Es liegt wohl u. a. daran, dass ich die Figur des Johannes A. Gerlitzen als zu überzeichnet empfunden habe. Etwas weniger Klischees hätten dem Buch sicher gut getan! Wie gesagt, ich will nicht zu viel verraten, aber am Ende öffnet sich nicht nur der junge Forscher der Welt, sondern durch ihn auch sein Dorf der Moderne.

Fazit: Vea Kaiser ist eine talentierte Jungautorin aus Österreich, die für ihr ungewöhnliches Studienfach glüht – das schlägt sich auch im Roman nieder. Ich werde sicher auch ihren nächsten Roman lesen, der dann vielleicht von Anfang bis Ende von gleichbleibender Qualität ist. In jedem Fall „Chapeau“ für diese junge, ungewöhnliche Frau – Lesebefehl!

Social Media als Feedback für Öffentlich-Rechtliche: ZDF verschenkt Chance

5 Apr

Mein gestriger Blogbeitrag über das Verhalten des ZDF-Mitarbeiters Michael Umlandt hat eine große Welle der Diskussion ausgelöst.

Viele haben mir via Facebook, Twitter, whatsapp und Co geschrieben und in persönlichen Gesprächen gesagt, ich solle sie über die aktuelle Entwicklung am Laufenden halten: Da muss ich meine Freunde/ Follower enttäuschen – das ZDF hat bis dato nicht reagiert. (Wie auch, wenn wohl hinter dem ZDF-Twitter-Account der „Social-Media-Monkey“ sitzt? ;)). Also eigentlich nichts Neues.

ZDF trotz „Fehlern“ qualitativ wertvoll

Eigentlich, denn wer schweigt, gesteht seine Schuld ein. Eigentlich. Aber „Schuld“ das sind zu große, schwerwiegende Worte. Besinnen wir uns auf das Wesentliche: Es ging um Kritik am Programm des ZDFs. Und ich muss sagen, dass ich bis dato Öffentlich-Rechtliche neben all ihren „Fehlern“ sehr gern geschaut habe. (An dieser Stelle mal ein kleiner Werbeblock für den Bayerischen Rundfunk, müsste ich mich für ein Fernsehprogramm entscheiden, ich würde euch wählen! Denn ältere wie jüngere Zuseher kommen bei eurem breitgefächerten Programm gleichermaßen auf ihre Kosten. Aber das vielleicht mal in einem extra Post ;))

„Und dafür zahle ich GEZ?“

Zeitgleich zu meinem Blogpost machte gestern der Post „Und dafür zahle ich GEZ?“ die Runde. Er bringt meiner Meinung das Dilemma der Öffentlich-Rechtlichen gut auf den Punkt. Denn auch wenn das ZDF meint, sich mit Oli Pocher, Cindy aus Marzahn und wie sie alle heißen mögen, „verjüngen“, „verhippen“ oder was auch immer zu müssen – allein das ZDF bietet natürlich mehr Qualität als alle privaten Sender zusammen!

Über Geschmack lässt sich freilich streiten. So empören sich viele darüber, für meine Lieblingssoap Lindenstraße zahlen zu müssen 😉 (Nebenbei – die sind in Sachen Social Media aber vorbildlich)

Daher an dieser Stelle meine Fazit:

Ich finde es schade, wenn über soziale Medien kein Austausch von unterschiedlichen Meinungen stattfindet. Herr Umlandt, Souveränität ist etwas anderes! Denn was wäre besser für eine Interaktion von Zuseher und Sendern geeignet als Twitter und Co? Feedback und das sogar noch in Echtzeit – ein Traum! Gerne hätte ich natürlich mit @michaelumlandt, Oli Pocher und anderen diskutiert. Aber da man bekanntlich niemand zu seinem „Glück“ zwingen kann, sage ich: „Schwamm drüber“!

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk hat in einer pluralistischen Gesellschaft natürlich genauso seine Daseinsberechtigung wie RTL-Humor. Bei allen, die meine (marketingtechnische überspitzte) Kritik beleidigt hat, möchte ich auf diesem Weg entschuldigen. Entschuldigen möchte ich mich jedoch nicht für meinen persönlichen Geschmack, der noch nie mit Mainstream konform ging…

Rundfunkbeitrag: Vom ZDF via Twitter beleidigt zu werden und dafür auch noch zahlen?

4 Apr

Kürzlich erst habe ich eine Diskussion darüber geführt, wie weit Kunst gehen darf.  Die „Kunst“, die Oli Pocher  betreibt, geht für mich zu weit. Seine Scherze gehen auf Kosten von Menschen, die sich nicht wehren können – aktuellstes Beispiel ist Jenny Elvers-Elbertzhagen. Sie ist offensichtlich krank. Muss sich ein Comedian – meiner Meinung nach nicht einmal sonderlich originell – über ihre Schwäche lustig machen?

Ich meine nein! Und ich bin der Meinung, das ZDF sollte solche platte Unterhaltung auch nicht unterstützen  – einem wie Oli Pocher keine Plattform bieten. Deshalb retweetete ich folgenden Tweet von @victor5679, der sich auf den Pocher-Auftritt bei Lanz gestern Abend bezog:

 anstoß

Ich setzte den Zusatz auf Cindy aus Marzahn dazu. Denn seitdem die Trainingsanzug-Trägerin als Co-Moderatorin von „Wetten Dass“ aufgestiegen ist, meide ich diese ZDF-Sendung. Schade, denn mit dieser Samstags-Abend-Sendung bin ich eigentlich groß geworden.

Rundfunkbeiträge für Cindy aus Marzahn und Oli Pocher

Nichts Besonderes – möchte man denken. Da kritisieren zwei Twitterer das Programm des ZDF. Seine Meinung wird man in Deutschland doch noch äußern dürfen! Auch oder gerade über das Zweite Deutsche Fernsehen, das ich durch meinen Rundfunkbeitrag auch noch zwangsweise finanzieren muss.

Das dachte ich auch! Aber dann kam dieser Tweet von @michaelumlandt:

beleidigung

Auchmonkey das wäre noch nicht schlimm gewesen, hat er eben eine andere Auffassung von Qualitätsjournalismus als @victor5679 und ich. Aber dann schaute ich in seine Bio: Er bezeichnet sich darin nach eigenen Angaben als „Social Media Monkey @ZDF“. Und dann fragte ich mich: Muss ich mich vom ZDF für meinen Qualitätsanspruch an das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen beleidigen lassen? Sicher nicht! Und ohne Frage würde ich meine Meinung diesbzgl. noch gegenüber ganz anderen als einem Oli Pocher verteidigen!

@victor5679 schlug @ZDF und @michaelumlandt daher folgendes vor:

vorschlag

Bis heute haben wir keine Antwort von @michaelumlandt oder seinem Arbeitgeber, dem ZDF,  erhalten. Von einer Entschuldigung ganz zu schweigen. Ironie der Geschichte: Michael Umlandt hat sich (wie Richard Gutjahr hier berichtet) mit einem Freund quasi in das ZDF „hineingetwittert“ – erst ohne Auftrag, dafür jetzt mit einem offiziellen Arbeitsvertrag.

Offensichtlich hat das ZDF in letzter Zeit nicht nur eine ganz eigene Auffassung von Qualitätsfernsehen entwickelt, sondern auch von Kommunikationskultur. Denn als rundfunkbeitragzahlendes Mitglied der Gesellschaft fand ich den Tweet von ZDF-Mitarbeiter @michaelumlandt nicht nur unhöflich, sondern völlig daneben. Denn @victor5679 und ich haben die „Kunst“ von Oli Pocher und Cindy aus Marzahn, also von zwei Kunstfiguren, in Frage gestellt. Der Social-Media-Arbeiter hat uns daraufhin auf unangebrachte, persönliche Art beleidigt.

Beleidigungen via Twitter als „Grundversorgung“?

Als Journalistin und Medienwissenschaftlerin weiß ich, dass zum Auftrag des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk nicht nur Bildung, sondern u. a. auch Unterhaltung gehört. Was „wertvolle“ Unterhaltung ist, darüber lässt sich freilich streiten.

Gestritten wird auch schon seit längerem über das Engagement der Öffentlich-Rechtlichen Sender im Internet – ob dies auch zur sog. Grundversorgung gezählt werden darf oder nicht. Ich meine, dass das ZDF mit einem wie @michaelumlandt beweist, dass unsere Rundfunkbeiträge im www NICHT vergeudet werden dürfen! Denn Zuseher zu beleidigen, das schaffen die privaten Sendern auch ganz ohne Rundfunk“zwangs“beiträge…