Archiv | Oktober, 2015

Von zitronensüssen Kultlauten, Nagellacken und Currywürsten: Das erste Treffen des Passauer Bloggerstammtisches

8 Okt
Passauer Bloggerstammtisch

Passaus Blogger bei ihrem ersten Treffen im Kreuzweis. (Foto: Winderl)

Im April hatte ich hier dazu aufgerufen, dass Passauer Blogger in eine Facebook-Gruppe von mir eintreten sollen – jetzt haben wir uns zum ersten Mal getroffen.
Und was soll ich euch lang von den einzelnen Blogs erzählen, ihr solltet sie natürlich am Besten alle selbst lesen; Denn die Passauer Bloggerszene mag vielleicht nicht groß, dafür aber unglaublich kreativ sein: Vom Currywurst-Test über Umfragen zu Zeitreisen und Minions auf Nägeln reicht die Bandbreite.

Aber kurz von Anfang an: Am Dienstag in der sog. O-Woche trafen wir uns zum ersten Mal – auf Initiative von Maren Martschenko, denn ich hatte eher einen Termin während des Semesters favorisiert. (Der Grund: Die meisten Blogger in Passau sind Studierende und so nur hauptsächlich während des Semesters in ihrer Studienstadt.) Einen Großteil von den Gästen hat Maren in einem Seminar, das sie regelmäßig an der Uni Passau hält, zum Bloggen gebracht.

Für besonders ambitionierte Studis war, nachdem die Note für den Praxisteil stand, mit dem Bloggen nicht Schluss – der Blog kultürlich ist zum Beispiel so ein Vorzeigeprojekt oder auch brot & bluse.

Blogteams sind als Seminarprojekte entstanden

Diese zwei Blogs organisieren sich in Blogteams – der Fashion- und Food-Blog brot & bluse besteht aus fünf Frauen und einem Mann, „der sich aber sehr wohl fühlt bei uns“, verrät uns Nani bei unserem ersten Passauer Bloggerstammtisch. Sie ist als Food-Bloggerin für das ehemalige Seminarprojekt tätig und Maren, die ihr im Kreuzweis gegenüber sitzt, schwärmt von dem Honig-Senf-Salat-Dressing, das Nadi dort beispielsweise schon gepostet hat. Alle am Tisch studieren übrigens entweder Kuwi oder MuK oder haben eins der Fächer studiert.

Auch kultürlich – ein Blog, wie schon der Name vermuten lässt, der sich der Kultur widmet, organisiert sich über ein Team. Maren meint zu Joana, „ihr müsstet schön langsam an eine Monetariserung denken, weil es so gut bei euch läuft.“

Uns bei solchen Dingen künftig zu unterstützen und über Erfahrungen auszutauschen, deshalb habe ich die Initiative ergriffen, die Passauer Blogger an einen Tisch zu bekommen. Und es freut mich, dass zum ersten Treffen gleich so viele gekommen (trotzdem eigentlich noch Semesterferien) sind und wir die Idee gemeinsam weiterentwickeln werden!

Bei kultürlich ist zum Beispiel auch Anna, die aktiv das Kulturleben ihrer (Uni)stadt mitgestaltet. Sie spielt Improtheater und in einer Band – gemeinsam mit Sebastian, der heute auch mit uns am Tisch sitzt und zusammen mit seiner Bandkollegin den Blog KultLaute initiiert hat. „Wir probieren uns da aus“, erklärt Sebastian. Aus diesem Grund haben sie kürzlich das originelle Videoformat „Änna frägt“ ins Blog-Programm aufgenommen – dort befragt die kulturaffine Anna Passanten nach ihrer Meinung zu so speziellen Themen wie Zeitreisen. Das Team von KultLaute ist fast vollständig an diesem Abend erschienen – mit von der Partie ist auch Julia, die den Passauern vielleicht auch schon von dem ein oder anderen Poetry Slam bekannt ist.

Ihr merkt schon, die Passauer Blogszene ist unglaublich kreativ und extrem abwechslungsreich! Auch die Beauty-Schiene darf da nicht fehlen:

Einzelkämpfer gibt es auch in der Passauer Bloggeszene

„Ich habe ca. 500 Nagellacke“, mit diesen Worten stellt Theres (mit h ;)) sich und ihren Blabliblog vor. Ihre Hobby-Sucht verbloggt die Studentin und erfreut so auch schon mal andere Bloggerinnen aus Passau: „Theres ist beim Lackieren unglaublich talentiert“, schwärmt Nani, „ich hatte Dank ihr schon Minions auf den Fingernägeln.“

Marion von Zitronensüß mag es auch gerne bunt. Zitronengelb ist der Header ihres Blogs gestaltet, Den Besucher erwarten bei ihr ansprechende Food-Fotos mit Rezepten. Denn die Studentin liebt es zu backen und zu reisen.

Dem Essen hat sich auch Benjamin verschrieben: Er hat insgesamt zwar sieben Blogs, aber sein Hauptinteresse gilt der Seite Currywurst Test. Darüberhinaus interessiert den MuK-Master-Studenten vor allem die technische Komponente am Bloggen – so wird er sicher eine echte Bereicherung für unsere kreative Runde werden!

Wann der nächste Passauer Bloggerstammtisch ansteht, das werden wir in der Facebook-Gruppe bekannt geben. Wenn du dich als Blogger aus Passau (oder auch aus dem Woid ;)) angesprochen fühlst und nächstes Mal vorbeischauen möchtest, dann werde doch einfach Mitglied der Gruppe „Passauer Bloggerstammtisch“!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Passauer Bloggern bedanken, die zum ersten Treffen gekommen sind – und euch, meine lieben Leser, ihre Blogs zur Lektüre ans Herz legen. Deswegen habe ich sie auch ganz brav verlinkt 😉

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Wiesn-Endspurt: Dirndl-Mode, eine Frage der Kombination

2 Okt
Nicht alles wird gut, wenn man sieht, was zu den Standard-Dirndl kombiniert wird. (Foto: Winderl)

Nicht alles wird gut, wenn man sieht, was zu den Standard-Dirndl kombiniert wird. (Foto: Winderl)

Ehrlich gesagt bin ich froh, dass der Dirndl-Geschmack durch die Trachten-Hersteller so standardisiert ist: Ob blaues oder rotes Karo, Hirsche oder Rosen auf der Schürze. Die Standard-Oktoberfest-Uniform für „sie“ kann das Auge gar nicht so beleidigen… Denn wenn man sieht, was dann zum Otto-Normal-Dirndl kombiniert wird, verrät, dass individuellere Trachten-Moden den Durchschnittsbesucher überfordern würde.

Fangen wir doch unten, bei den Füßen an und bewegen uns von dort über Handtasche und Schmuck Richtung Kopf, also Frisur:

1. Schuhe 

Als Schuhe für das Dirndl von der Stange kombiniere auch bitte noch die hässlichsten Treter, die dein Schuhschrank hergibt! Mit Absatz wagt sich nur die Bussi-Bussi-Gesellschaft auf die Wiesn – nimm du bitte das flachste Schuhwerk, das du im Haus hast. Denn gerade zu einem Midi-Dirndl (oder noch länger) sehen Ballerinas richtig elegant aus – bloß nicht die Figur optisch strecken! Am Besten, du schmeißt dich zum Oktoberfest schon in deine UGG-Boots – im September/ Oktober kann es ja schon mal gefrieren… Und diese Fell-Stiefel lassen auch im Tages-Outfit deinen Gang elegant wie eine Ente wirken.

2. Strümpfe

Als Frau von Welt trägt man Strumpf(hose) – da kommt man Ende September auch quasi nicht drumrum. Kombiniere zu deinen Stiefeln bitte unbedingt blickdichte Wollstrumpfhosen, am Besten noch mit Musterung. Das macht dein Dirndl so richtig elegant!

3. Handtasche

Zeig bei deiner Handtasche unbedingt her, was du dir leisten kannst! Wähle eine mit möglichst auffälligem Monogramm, die du crossover trägst. Möglichst so, dass ein toller Mustermix mit deinem Dirndl entsteht.

Hat dir Papi noch keine Designer-Handtasche gekauft, greife unbedingt auf die hochwertigen Modelle in Herzform zurück, die du auch z. B. gleich noch am Hauptbahnhof kaufen kannst. Achte darauf, dass sie mit einem möglichst peinlichen Aufdruck wie „Wiesn-Queen“ versehen ist. Wer weiß, ob du jemals Guidos „Shoppingqueen“ werden kannst?

4. Jacke

Wir haben ja schon festgestellt, dass es zur Wiesnzeit draußen schon zapfig werden kann… Und grad, wenn dein Lover leider nicht in einer (schlagenden) Verbindung ist und ihr daher kein Platzerl im Schützenzelt habt, müsst ihr euch auch noch mit dem Biergarten begnügen. Also muss ein Jackerl mit: Am Besten nimmst du eine, die nicht unifarben ist, sondern schön gemustert. Muster-Mix ist ja gerade ganz angesagt und zum roten Karo-Schürzerl passt eine Daunen-Jacke mit Camouflage-Aufdruck wirklich exzellent!

5. Schal

Unbedingt solltest du einen Schal zu deinem Outfit kombinieren – Hülle dich am Besten gleich so stark in deine Daunen-Jacke und Loop-Schal ein, dass vom Dirndl nichts mehr zu erkennen ist! Auch ist Muster-Mix wieder ganz toll!

6. Schmuck

An dem Stand, an dem du deine Filz-Herztasche erworben hast, wird es sicher auch ein paar tolle Schmuckstücke geben. Hoch im Kurs stehen ebenfalls Herzen, die als Anhänger um den Hals mit Aufdrucken wie „Wiesnluder“ oder „Schatzi“ schon gewisse Botschaften verkünden. Das Dirndl-Schürzen-ABC muss du so gar nicht mehr lernen. Es wird ja auch viel zu selten in den Medien im Vorfeld zur Wiesn darüber berichtet!

7. Frisur

Kommen wir zur Königsdisziplin, der Frisur. Trag auf keinen Fall einen schlichten Zopf. Pah, das sähe ja viel zu bayerisch aus! Toupiere dir die Haare so richtig auf – eine Dose Glitzerspray kann auch nicht schaden; oder noch besser: Ein quietsch-bunter Möchtegern-Trachtenhut, den gibt es auch übrigens an dem Stand, an dem du dir schon Tascherl und deine Kette gekauft hast – und schon ist es fertig: Das Wiesn-Dirndl

Und wenn ich immer die Unken-Rufe höre, dass ein Dirndl mit Leopard-Muster keine „Tracht“ sei… Dann muss ich sagen, dass auch euer Vintage-Dirndl von Omas Dachboden keine „Tracht“ ist. Das war damals einfach genauso in, wie das Leoparden-Teil heute. Wichtig ist meines Erachtens nur, dass man selbst Geschmack hat und das merkt man eben heute mit der standardisierten Wiesn-Mode erst bei den Accessoires…

Und wenn ihr „Tracht“ wollt, dann empfehl ich euch das Buch „Trachtenlandschaft Bayern“ – seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern hat dafür höchstpersönlich das Vorwort geschrieben. Als Chef des Hauses Wittelsbach, dem ehemaligen Herrscherhaus der Bayern, muss er sich schon auskennen, was man da so in „seinem“ Land trägt. Dann seht ihr aber, dass ihr wirkliche blickdichte Strümpfe anziehen müsstet 😉