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Hochwasser-Katastrophe in Niederbayern: Bitte lasst die Hinterbliebenen in Ruhe

3 Jun
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Die Facebook-Funktion „an diesem Tag“ erinnert nicht nur an schöne Ereignisse. Zur Zeit zum Beispiel an meine Erinnerungen an das Hochwasser in Passau von 2013 (Fotoquelle: Screenshot).

Fast auf den Tag genau drei Jahre ist her, dass ich mich in diesem Blogpost über das Verhalten mancher Social-Media-Nutzer in der Hochwasser-Katastrophe (in Passau) aufgeregt habe. Horrormeldungen wurden verbreitet. Fluch und Segen der sozialen Netzwerke: Koordiniert wurde, hauptsächlich über Facebook, auch zum Beispiel das vorbildliche Hilfs-Projekt „Passau räumt auf“.
Exakt drei Jahre danach hat das Hochwasser meine Heimat Niederbayern wieder heimgesucht – nicht direkt meine Heimatstadt Passau, aber die benachbarten Landkreise Rottal-Inn und Passau sind dieses Mal betroffen. Facebook erinnert gerade viele Nutzer aus meiner Heimatregion daran: „Es ist schön, Erinnerungen wach zu halten. Wir könnten uns vorstellen, dass du gern an diesen Beitrag von vor 3 Jahren zurückdenkst.“

Vater via Facebook gesucht

Fluch und Segen: Ich erinnere mich, ich saß am Mittwoch in der Bibliothek in München als mich die Meldungen und vor allem Bilder der schlammigen Massen über soziale Medien erreichten, wie sie sich durch Simbach am Inn, Tann etc. wälzten.
„Lebt ihr noch?“, schrieb ich in die familieneigene whatsapp-Gruppe. Angesichts der Horrorszenarien, wie sie die Medien wieder propagierten, hatte ich Angst bekommen.
Vielleicht erging es meiner ehemaligen Studienkollegin ähnlich, nur hat sie das Pech, dass ihr Elternhaus direkt im Zentrum der Katastrophe, in Simbach am Inn steht. Wenig später erreichte mich in meiner Timeline der verzweifelte Aufruf, den ihr Bruder verfasst hat:

„Hochwasser Simbach am Inn.

Unser Vater Walter (…) wird vermisst. Zuletzt gesehen (…)Straße.

Informationen an: (Handynummern der Geschwister)

Bitte teilen!!!“

Natürlich habe ich sofort auf teilen geklickt. 8 400 Personen haben das ebenfalls getan. Und da ich auf Twitter bin, habe ich einen Screenshot auch dort verbreitet – über 200 Retweets waren es hier.
Schon zu diesem Zeitpunkt habe ich mich gefragt, ob ich das überhaupt tun sollte. Denn bekanntlich sind die sozialen Netzwerke „Fluch und Segen“… Man könnte sich nun ausrechnen, wie viele Menschen, darunter auch Medienvertreter, die Handynummern und die Adresse eines potentiellen Flutopfers hatten.

Screenshot des Suchaufrufs in der BILD

Gestern Abend hatten die Angehörigen dann traurige Gewissheit – nach Stunden des Hoffens und Bangens, unvorstellbar quälender Ungewissheit: Der Vater hat es nicht mehr raus aus dem Keller geschafft. Er ist das sechste Opfer der Hochwasser-Katastrophe von 2016. Zu diesem Zeitpunkt werden jedoch noch Personen vermisst.
Als wäre das alles für die Familie noch nicht genug! Den „verzweifelten“ Suchaufruf der Geschwister hat die BILD heute als Screenshot veröffentlicht – mit den Handynummern und der Adresse. Da wurde nichts geschwärzt. Auch die Kommentare der Facebook-Freunde des Sohnes sind zu lesen. Mit Namen versteht sich.
Gleich wäre man wieder da mit dem Urteil: BILD halt. Aber selbst in den Öffentlich-Rechtlichen ist man nicht pietätvoller. Dort verkündete eine Rettungskraft heute im Morgenmagazin vollmundig: „Den (Familiennamen) hat man da hinten rausgezogen.“ Sorry, liebes Moma-Magazin, aber muss man den O-Ton, in dem der Name eines Hochwasser-Opfers genannt wird, wirklich senden?
Handynummer kann man wechseln, aber die Erinnerungen bleiben. Auch Facebook wird sie zum Jahrestag der Familientragödie an diesen Beitrag erinnern. (Hier wird beschrieben, wie man die Funktion „An diesem Tag“ ausschalten kann.)

Der Familie habe ich bereits persönlich mein Beileid ausgesprochen. Sie brauchen jetzt Hilfe*. Auch wenn das im Moment vielleicht hinten ansteht, aber es geht dabei auch um finanzielle Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen. Hier sind die sozialen Netzwerke wieder Fluch und Segen: Wie nah sollen die Medien das Schicksal der Hochwasseropfer beleuchten (und über die sozialen Netzwerke verbreiten), damit der Spendenrubel rollt?

Wir entscheiden über die Art der Berichterstattung

Wir alle können mit unserem persönlichen Medienkonsum und insbesondere Klick-Verhalten über das WIE der Berichterstattung entscheiden. Ich persönlich würde mir mehr Fingerspitzengefühl wünschen. Oder nennen wir es ethisches, pietätvolles Verhalten. Die Berichterstattung auf Basis eines Screenshots des Hilfeaufrufs der Geschwister mit den persönlichen Daten halte ich für verwerflich – es ist für mich ein trauriges Beispiel wie Journalismus nicht funktionieren sollte!

Anmerkung: Aufgrund des Tenors meines Blogposts bitte ich um Verständnis, dass ich auf einen Screenshot des Hilfeaufrufs verzichtet habe. Ich habe schon daran zu knapperen, dass ich selbst die Daten verbreitet habe, in der Hoffnung, dass alles gut wird… Derweil lag der Vater vermutlich bereits tot im Keller.

* So können Sie helfen:
Spendenaktion der PNP für Hochwasser-Opfer
Spendenkonto des Landkreis Rottal-Inn –> Helfer können im Übrigen gratis mit der Südostbayernbahn anreisen

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Blogger schenken Lesefreude: Publikation zum gratis-Download mit Beitrag von mir

23 Apr

blogger2015v-W-177x300Die Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ geht dieses Jahr in die vierte Runde. Bisher war es üblich, dass Blogger am Welttag des Buches, dem 23. April, Bücher verlost haben.

Im vergangenen Jahr habe ich mich mit meinem Sparblog ISARSPARER auch ganz klassisch daran beteiligt und eine Verlosung ausgeschrieben. Das hat mich als Buchliebhaberin jedoch nicht so wirklich befriedigt… Mir kam es vor, als hätten Gewinnspiel-Junkies einfach die Liste der zentralen Seiten der Aktion, in der alle teilnehmenden Blogs gelistet sind, abgegrast:

Ui, eine pseudo-Gewinnspielfrage – scroll!
Oh, hier den Namen hinterlassen und in den Lostopf springen.
Und – klick – weiter zum nächsten Blog, der eine Buch verlost.

Aktion sollte mehr als Buchverlosung sein

Dass das nicht das Wahre ist, das haben auch die bibliophilen Mädels, die die Lesefreude-Aktion ins Leben gerufen haben, erkannt und dieses Jahr soll es anders werden: Gelistet sind nicht mehr die zu verlosenden Bücher. Zurück zu den Wurzeln also – Blogger schenken Lesefreude. Auf ISARSPARER erwartet euch auch ein ganz unkonventioneller Beitrag. Und Lesefreude muss ja nicht immer durch ein Buch entstehen – es gibt auch andere Formen der Publikation…

Doch obwohl ich viel (im www) schreibe, ist es doch ein besonderes Gefühl, wenn ein Text von mir gedruckt wird. So richtig, auf Papier. Totholz gebunden als Buch.

Publikation zum gratis-Download

Ich habe mich am Wettbewerb zum Förderpreis für Politische Publizistik der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) beteiligt. Thema war: „2030 – Wo steht dann meine Generation?“ Und ich freue mich, dass mein doch recht unorthodoxer Beitrag publiziert wurde, also so richtig gedruckt – auf Papier, zum Anfassen und Weitergeben an Opa.

Die Publikation gibt es gratis zum Download auf den Seiten der HSS:

Teresa A. Winderl: Briefe in die bayerische Gegenwart, in: Ursula Männle (Hrsg.): Förderpreis für Politische Publizistik 2014/2015. 2030 – Wo steht dann meine Generation, S. 139 – 148. (*einfach klicken*)

Kluge Beiträge über meine Generation im Jahr 2030

Es ist eine ganze Publikation, die, wer sie nicht auf Totholz ergattern konnte, eben auch digital auf zum Beispiel einem E-book-Reader lesen kann. Und ich persönlich finde, dass bei den sehr unterschiedlichen Beiträgen zu diesem spannenden Zukunftsthema, sehr kluge Überlegungen dabei sind:

Inspiriert wurde ich für meinen Beitrag von Rosendorfs Buch Briefe“ target=“_blank“>“Briefe in die chinesische Vergangenheit“. Die Preisträgerin hingegen hat sich als Naturwissenschaftlerin dem Thema recht geisteswissenschaftlich genähert und über die Autopoiese einer Generation an Hand der Luhmann’schen Systemtheorie nachgedacht.

Ja, vielleicht merkt ihr schon, warum ich mich freue, dass mein relativ stark literarischer Beitrag publiziert wurde 😉 Die Überschriften der einzelnen Beiträge sind zum Teil recht frech, wie „Opakratie“ etwa oder auch unaussprechlich „2030 – fourty, fifty! Abwechselnd Angst und Achsel – eine Anklage“. Zumindest Professorin Männle hatte bei der Laudatio ihre Freude an diesem Zungenbrecher 😉

Fourty, fifty – „meine“ Generation, die sich an diesem Wettbewerb beteiligen konnte, wird 2030 zwischen 40 und 50 Jahre alt sein. Werden wir die Arbeitswelt umkrempeln? Ein Beitrag („jung, smart & frech“) setzt sich damit auseinander.

Mitmachen und selbst Lesefreude schenken

Wenn auch ihr Lesefreude im Rahmen einer Publikation schenken wollt: Der Förderpreis für politische Publizistik der HSS ist dieses Jahr wieder ausgeschrieben – eingereicht werden können dieses Mal Beiträge zum Thema „Herausforderung: Einwanderung“

 

Teilen erwünscht – kopieren verpönt: Warum mir ISARSPARERIN ein Gastbeitrag des Isarschnorrers zu weit geht

11 Mrz

Ich freue mich richtig, dass mein Blogprojekt ISARSPARER so einschlägt. “Beweis” dafür, wenn man so sagen will, ist für mich die mediale Berichterstattung – gerade auch in Print. Das zeigt für mich, dass sich der Blog schön langsam aus der reinen Online-Sphäre der sozialen Medien herauslöst.

Und wie es so ist mit guten Dingen, sie werden kopiert. Mit dem Nachweis der Kopie einer Idee ist das nur so eine Sache… Denn was ist ein Blog schon als eine „Idee“? Könnte ich mich davor schützen, wenn ich ihn als Marke registrieren lasse? Wohl kaum!

Ich muss mich schon wundern: Ich habe gehört habe, dass die Bloggerin, von der ich zunächst berichten möchte, ISARSPARER liest und Beiträge von uns auf ihrem FB-Auftritt (des ersten Blogs) geteilt hat. Sharing ist bekanntlich caring. Aber kopieren oder nachmachen? Das ist eine Gratwanderung!

Wenige Monate nachdem ISARSPARER schon online war, ging sie mit der Sparfüchsin an den Start. Nicht so sehr mit dem Fokus auf München, aber ich finde, es bleibt zumindest ein “Geschmäckle”, wenn man eben weiß, dass man als ISARSPARER von der Sparfüchsin gelesen wird. Und wenn sich auch noch Rubriken ähneln; sogar das Logo für Facebook – konsequenterweise mit einem rosa Fuchs – sieht dem unseren mit blauen Hund äußerst ähnlich. Und komisch, Beiträge von ISARSPARER teilt sie als Sparfüchsin nicht mehr. Warum wohl?

Freilich haben wir das Wort “unterwegs” und “sparen” nicht für uns gepachtet…. Aber fällt denn den Menschen nichts Eigenes ein?

Nachmacher habe ich schon in der Schulzeit gehasst

Ich für meinen Teil liebe es, gerade mit meinen Blogs kreativ sein und spielen zu können! Und ich habe schon in der Schule meine Banknachbarin gehasst, die mir alles nachgemacht hat. Wenn ich die Überschrift rosa unterstrichen habe, unterstrich sie auch rosa. Ich habe dann experimentiert und die abstrusesten Designs für meine Hefteinträge entworfen: Schnörkel in den Ecken, kalligrafische Elemente – alles wurde von ihr nachgemacht. Das war dann der Beweis für mich, dass meine Banknachbarin keine eigene Ideen hatte.

Persiflage oder billige Kopie?

Ein anderes Beispiel für eine solch etwas billigere Kopie von ISARSPARER – oder besser gesagt Persiflage  –  ist der Isarschnorrer. Mich verwirrt in diesem Zusammenhang nicht nur die Tatsache, dass man sich gleich an den Namen unseres Projektes anlehnt, sondern wir den kreativen Geist dahinter auch noch persönlich kennen.

Und als wäre das nicht genug, es wurde uns auch noch ein Gastbeitrag seitens des Isarschnorrers angeboten. Ja, das hätten sich die Herren Kopierer gut ausgedacht – die bereits funktionierende Idee übernehmen und dann auch noch die Community durch einen Gastbeitrag abgreifen wollen.

Nur eins unterscheidet die ISARSPARER eklatant vom Isarschnorrer: Die Qualität. Sparen ja, aber bei uns bitte immer mit Niveau und Stil! Sparen ist sympathisch, schnorren hingegen nicht. Aber die Domain isarSPARER.de war halt schon besetzt, gell 😉

Denn wer möchte schon einen angefressenen Burger im Fast-Food-Restaurant weiteressen? Dafür haben die Herren schon ansehnliche Preisvorstellungen für potentielle Werbepartner.

Wie gesagt, die Beweisführung der Kopie einer Idee ist schwierig… und eigentlich bin ich nicht nur ein kreativer, sondern auch überzeugter Net(t)worker. Den ersten Blog der Sparfüchsin habe ich so zum Beispiel auch gerne verlinkt. Ich will mich ja auch irgendwie revanchieren, wenn jemand meine Beiträge teilt. Aber ein Gastbeitrag vom Isarschnorrer, das geht selbst mir gutmütiger Person zu weit! Etwas “Werbung” haben die Blogs ja aber durch dieses Posting erhalten 😉

Meine Blog-Botschaft des Tages lautet: Leute, werdet halt einfach selbst kreativ und entwickelt eine eigene Idee! Oder gebt dann zumindest zu, wer euch inspiriert hat. Alles andere ist doch irgendwie peinlich.

70 Jahre PNP: Heimatzeitung, die viel kann – auch online?

7 Feb
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Die PNP wurde 70 Jahre alt und feierte sich selbst mit einer Sonderbeilage (rechts), die ebenso wenig gratis online zur Verfügung stand wie das Portrait über mich (links) (Foto: Winderl)

Nach der “Welt am Sonntag” im August 2015 hat nun auch “meine” Lokalzeitung über mich am Mittwoch, 3. Februar 2016 berichtet: Die “Passauer Neue Presse” (PNP) in der ich, zwar nicht meine allerersten, aber doch erste redaktionelle Erfahrungen noch in der Schulzeit sammeln konnte.

Gerne hätte ich den Zeitungsartikel, in dem es über mich als Bloggerin ging, in diesem Internet geteilt. Das ist jedoch leider nicht möglich: Denn der Artikel ist nur im Bezahlbereich verfügbar.

Das ist auch grundsätzlich ok – auch die SZ entscheidet, dass manche Artikel so einzigartig sind, dass sie nur gegen Bezahlung abzurufen sind. Aber ich meine, man sollte bei einer Regionalzeitung wie der PNP grundsätzlich nach Einzelfall entscheiden. Wenn ein Bericht über einen 80sten-Geburtstag erscheint, dann kann dieser ruhig “exklusiv” sein.

Hyperlinks in Print-Artikeln sind für die Katz – wenn sie nicht online verfügbar sind

Aber ein Portrait über einen Onliner wie mich? Da wäre es wohl für alle Beteiligten (mich und die PNP) clever, wenn der Artikel geteilt werden könnte und so Klicks erhält.

So ist das Fleißarbeit für die Papiertonne – denn wir wissen ja, nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern…. Hyperlinks im Print-Text sind auch für die Katz, der Otto-Normal-Print-Zeitungsleser sucht nichts im www – und ich kann das anhand meiner Blogstatistiken nun sogar nachvollziehen.

Weil ich natürlich mitdenke, habe ich noch vor der Veröffentlichung des Portraits mit der Redakteurin besprochen, wie ich den Bericht über mich meinen Lesern zugänglich machen könnte. Sie meinte, es sei üblich, dass sie den Artikel als PDF verschicken und er so dann auch genutzt werden kann. Ich sagte, sie solle da lieber nochmal Rücksprache halten, ob das rechtlich soweit ok ist…

 

Aber apropos Zeitung und “alt” – die PNP wurde 70 Jahre und das hat sie mit einer dicken Sonderbeilage gefeiert am Freitag, 5. Februar 2016 – sogar mit eigener Sonderbriefmarke für die “Neue Presse Post”.

Bekanntlich forsche ich interdisziplinär und die Geschichte einer Zeitung interessiert mich besonders, noch dazu die meiner Heimatzeitung! Da ich zwischen zwei Wohnorten pendle und auch sonst viel unterwegs bin, ist ein Zeitungsformat für mich jedoch reichlich unpraktisch; die Print-Beilage will ich zudem unmarkiert archivieren.

Beilage zum 70. Geburtstag nicht gratis online verfügbar

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Screenshot: Tweet Roland M.

Lange Rede… Ich freute mich daher riesig, als ich las, die Beilage stünde als ePaper gratis in der App zur Verfügung. Das hat ein PNP-Mitarbeiter getwittert – nicht irgendein Mitarbeiter, sondern (laut seiner Bio auf Twitter) “Produkt- und Projektmanager Digitales bei PNP” Roland M. Er müsste das also wissen, eigentlich.
Ok, also ich akzeptiere, dass ich als sog. “Voll-Abonnent” für das ePaper extra zahlen müsste… Aber ich akzeptiere nicht, dass ich als jahrelanger Print-Abonnent diese Beilage nicht gratis digital lesen kann. Und noch dazu, dass offensichtlich niemand bei der PNP eine Ahnung hat, was jetzt genau gratis ist. Liebe PNP, Hand auf’s Herz: Die Beileige ist doch ohnehin nur pure Eigenwerbung für euch! Warum also nicht „verschenken“?

PNP-Mitarbeiter wissen offensichtlich selber nicht genau über Bezahlmodell Bescheid

Ich rief nämlich im Aboservice an – die Dame dort wollte mich direkt zu Roland M. durchstellen. Von Twitter hat diese Dame wohl noch nicht so oft gehört. Das macht wohl in der Regel auch nichts, denn Roland M. hat selbst nur unter 100 Follower.  

Als dieser nicht abhob, hat sie währenddessen direkt mit der Online-Redaktion Rücksprache gehalten: Die Beilage sei nun gratis verfügbar, erklärte sie mir. Das war sie jedoch nicht und ist sie bis heute nicht.

Roland M. entschuldigte sich via Twitter, dass er da wohl falsch informiert war.

Weil ich schon gerade dabei war, habe ich die PNP via Twitter angefragt, ob ich das PDF meines Artikels denn auf meinem Blog veröffentlichen dürfte. Keine Antwort! Und auch die freundliche Jung-Redakteurin hat bis heute das versprochene PDF nicht geschickt.***

Fazit:

70 Jahre PNP, meine Heimatzeitung mag viel können – Veranstaltungsreihen wie “Menschen in Europa” zum Beispiel und seit Neuestem sogar Briefe austragen – aber online kann sie nicht! Und von Twitter wollen wir mal ganz schweigen…

 

*** UPDATE *** Mittlerweile ist das PDF meines Artikels bei mir eingetroffen. Die Jung-Redakteurin meinte, dass sie in der Redaktion nachgefragt hat und ich es auch für meine Blogs nutzen dürfte. Hoffen wir, dass mich die PNP nun nicht nachträglich verklagt, wenn ich den Artikel über mich hier als Lektüre zur Verfügung stelle 😉

Zum ausführlicheren Pressespiegel meines Sparblogs ISASPARER geht’s übrigens hier entlang.

70 Jahre Kriegsende: Der letzte runde Jahrestag mit Zeitzeugen? Wie wichtig die mediale Dokumentation jetzt wird

8 Mai

„Es wird die letzte Gelegenheit sein, ein rundes Jubiläum mitzufeiern“ resümierte Max Mannheimer im Vorfeld zum 70. Jahrestag des Kriegsendes. Der heute 95-Jährige wird den 80. Jahrestag wohl kaum mehr erleben: „Dann bleibt nur mehr die Erinnerung“, sagt er.

Ich meine, das ist zum Glück nicht alles ist, was uns bleibt. Denn durch die wunderbare Dokumentationsarbeit von Zeitzeugen-Interviews können auch die Nachgeborenen von diesen wertvollen Zeugnissen, wie Max Mannheimer sie abgelegt hat, profitieren.

Ja, ich sage bewusst „profitieren“, weil diese Zentrenarien, die Geschichte ins Interesse der Öffentlichkeit treten lassen, mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin:

Ich kann mich noch gut an den 50. Jahrestag zum Kriegsende erinnern – die TV-Berichterstattung hat meine Begeisterung für Geschichte geweckt. Ich wollte mehr erfahren über das Dritte Reich, den Holocaust und wie es dazu kommen konnte. Deswegen musste ich immer weiter in der Geschichte zurückblättern. Lasen meine Klassenkameraden gerne Pferdebücher – ich hingegen Kinder- und zum Großteil schon Jugendbücher zum Ersten und Zweiten Weltkrieg, weil es solche Literatur für meine Altersklasse noch gar nicht gab.

Guido Knopp wird von Historikern belächelt – doch er ist und bleibt mein großes Idol

Später schaute ich gefühlt jede Dokumentation von Guido Knopp. Erst an der Uni lernte ich, dass das keine angemessene Arbeit eines Historikers sein soll. War das nur die Arroganz der Katheder-Historiker? Sicher, heute verstehe ich die Probleme, die sich aus der Aufarbeitung von Geschichte, rein aus der Zeitzeugen-Perspektive, ergeben können.

Aber ich meine, dass wir dank dieser Pionier-Arbeit von Guido Knopp beim 80. Jahrestag und all den darauffolgenden, mehr als „nur“ die „Erinnerung“ haben werden.

Ohne die mediale Aufarbeitung von Jahrestagen wäre vielleicht mein Interesse für Geschichte nicht oder zumindest nicht in diesem Ausmaß erwacht. Guido Knopp ist bis heute ein großes Vorbild von mir – meine Medien-Affinität trat ebenfalls schon ganz früh zu Tage.

Chance noch nutzen, Zeitzeugen persönlich zu treffen

Und trotz all dieser aufgezeichneten Zeitzeugen-Dokumente kann ich jedem nur ans Herz legen: Besucht nach Möglichkeit noch Vorträge von Zeitzeugen!

Trotz seiner 92 Jahre noch zu Scherzen aufgelegt: Max Mannheimer und ich.

Trotz seines hohen Alters und seiner Geschichte zu Scherzen aufgelegt: Max Mannheimer und ich im Jahr 2012 im Rahmen eines Zeitzeugengesprächs bei der Hanns-Seidel-Stiftung.

Ich habe einige Holocaust-Überlebende persönlich gehört, aber niemand hat mich so tief beeindruckt wie Max Mannheimer. Über meine Begegnung mit ihm habe ich hier gebloggt. 70 Jahre nach Kriegsende ist es meiner Meinung nach wichtig zu betonen, dass nicht „wir (heutigen) Deutschen“ schuld am Holocaust sind. Aber dass so etwas nicht wieder geschieht, dafür sind wir verantwortlich und dafür geht Max Mannheimer in seinem hohen Alter bis heute an Schulen, um das zu vermitteln.

Auch Eva Mozes Kor, die kürzlich bei Günther Jauch das Publikum beeindruckte, weil sie KZ-Aufseher Oskar Gröning öffentlich die Hand zur Versöhnung reichte, betont, wie wichtig es ist, dass die letzten Zeitzeugen Zeugnis ablegen: Die Nazis über ihre Verbrechen und die Überlebenden (Mozes legt wert darauf, nicht als „Opfer“ betitelt zu werden) über ihre Erlebnisse im Holocaust.

Jeder Einzelne kann heute zu “Guido Knopp” werden

Nutzen wir 70 Jahre nach Kriegsende noch diese vielleicht kurze Zeit, die noch bleibt, den letzten Zeitzeugen ein Podium zu bieten – in Form von Vorträgen, Diskussionsrunden etc. Und dokumentieren wir dies doch einfach für die Nachwelt selbst – jedes Smartphone kann heute filmen… So kann jeder Einzelne zu einer Art Guido Knopp werden und dafür sorgen, dass mehr als die Erinnerung von den Holocaust-Überlebenden bleibt!

Blogger aus Passau: Wo seid ihr?

28 Apr

Unter den Bloggern bin ich ein „alter Hase“ – meinen „Ego-Blog“ betreibe ich seit Anfang 2011. Zufällig ist dies mein 100.ster Blogpost 😉 Mittlerweile bin ich auch in München dahoam und dort gibt es eine Menge Möglichkeiten, sich mit anderen Bloggern zu vernetzen. Mit meinem Blogprojekt ISARSPARER bin ich regelmäßig beim Münchner Blogger-Stammtisch zu Gast und ich könnte auch noch zum Beispiel den Iron-Bloggern beitreten. Dort vernetzen sich Blogger, die mindestens einen Blogpost pro Woche absetzen. Gelingt dies nicht, muss man 5 Euro in die Bier-Kasse zahlen. Das soll unglaublich motivierend sein, wie mir Mitglieder berichten 😉

Doch in der Provinz gibt es keine solchen Vernetzungs-Möglichkeiten für Blogger. Nachdem ich vor einigen Wochen von kleinstadtgroß für den Liebster-Award nominiert wurde, fragte ich mich erstmals:

Was gibt es eigentlich für andere Blogs in Passau?

Auf Teresa ohne h habe ich ja auch eine Rubrik „Passau“. Einige Blogposts von mir wurden auch schon in der Regional-Zeitung zitiert – leider ohne Nennung meiner Blog-Adresse. Aber ich denk mir, hier in einem Ein-Zeitungskreis mit Medien-Studiengang sollte es doch eigentlich schon ein paar Blogs geben… Also begab ich mich auf die Suche:

kleinstadtgroß

kleinstadtgroß  (sinnigerweise klein geschrieben) hatte mich nominiert. Und ein bisschen sehe ich die Idee, die sich dahinter verbirgt, hinter allen Blogs einer Kleinstadt mit einer Zeitung vertreten. Die Macher schreiben:  “Unser Projekt: Das zu schreiben, was wir selbst gerne über Passau gelesen hätten.” Thomas aus Hannover und Almuth aus dem Allgäu sind “auf der Suche nach Spiel, Spaß und Spannung abseits vom Studentensandkasten.” www.kleinstadtgross.de

Outzeit Passau

Auf kleinstadtgroß verlinkt war der Blog „Outzeit Passau“; dieser Blog ist ursprünglich als Team-Blog gestartet, aber nun ist nur mehr eine Bloggerin für ihr Studium in Passau. Die Idee hinter diesem Blog: Die Umgebung von Passau sportlich-aktiv zu entdecken: www.outzeit-passau.de

kultürlich

Ebenfalls im universitären Umfeld anzusiedeln ist auch der „Kultürlich Blog“ von drei KuWi-Studentinnen. Ihre Themen sind Musik, Literatur, Kunst, Film und Schauspiel: www.kultuerlich.blogspot.de

Brot & Bluse: Food und Fashion Blog

In Passau angesiedelt mit einer „Truppe von 6 Studenten“ ist dieser Blog. „Brot und Bluse“ der Name, weil hier Food und Fashion präsentiert wird: „Wenn man sich die Studierenden in Passau anschaut, merkt man Eines schnell: Food & Fashion sind Themen, die uns 24/7 beschäftigen. Dieses Blog soll eine Plattform für modische und kulinarische Köstlichkeiten für euch von uns sein. Wir wollen euch Food & Fashion Inspirationen im Studentenalltag liefern! Dieses Blog ist eine Sammelstelle für Rezepte und Outfits, Tipps und Tricks, die das Auge und den Geldbeutel erfreuen.“: www.brotundbluse.wordpress.com

Lokalteilheld

Der einzige Blog (außer meinem) von einem echten „Local“ stammt von Andreas Kescher. Der „Lokalteilheld“ hat Medien und Kommunikation (wie ich) hier studiert und danach ein Volontariat bei der PNP begonnen. Seine Intention: „In diesem Blog will ich meinen Weg in den Journalismus nachzeichnen. Ob am Ende eine Anleitung für einen erfolgreichen Berufseinstieg oder die Dokumentation eines grandiosen Scheiterns entsteht, werde ich selber erst in der Rückschau wissen. Spannend wird es aber auf jeden Fall.“ Einzige Kritik: Für einen, der vom Schreiben lebt, könnte er häufiger bloggen: www.lokalteilheld.wordpress.com

PNP-Campus-Blogs

Und dann wird’s schon etwas “offizieller”: Es gibt ein Campus-Blogprojekt der PNP. Ob die Blogger von der PNP bezahlt werden, weiß ich leider nicht. Falls sie es nicht werden, finde ich es persönlich schade, dass sie nicht “unabhängig” losbloggen wie ich und die anderen Kollegen das tun. Es heißt unter „Studenten-Blogs“ auf der PNP-Campus-Seite: „In Zusammenarbeit mit der Uni Passau und der TH Deggendorf bloggen auf der Campus-Seite der Passauer Neuen Presse auch Studenten zu folgenden Themen:“ Dann werden die Blogs aufgeführt, die sich auf den Seiten der PNP finden.

Offizieller Blog der Uni Passau

Auch den offiziellen Uni-Blog möchte ich der Vollständigkeit halber aufführen. www.blog.uni-passau.de

Wahlinfo Passau

Etwas skurril wird es bei dem Blog “Wahlinfo Passau”. Offensichtlich hätten manche Blogger in der Provinz etwas Nachhilfe nötig – denn ohne ein Impressum* kann man leicht mal abgemahnt werden… Gut, aber das „Konzept“ würde mit Impressum wohl auch nicht funktionieren – es zeigt, was Blogs in Ein-Zeitungskreisen leisten können. Ich persönlich finde es toll, wenn sich jemand aufrafft und seine Meinung kundtut – er muss auch gar nicht immer meiner Meinung sein 😉 Deswegen möchte ich auch diesen Blog aufführen: www.wahlinfo-passau.blogspot.de

Blog von Sebastian Frankenberg

Etwas aus der Reihe tanzt auch der Blog von Nichtraucher-Papst Sebastian Frankenberger, den er auf seiner Webseite integriert hat. Nachdem er der Stadtpolitik mit seinem Rücktritt als Stadtrat den Rücken gekehrt hat, sind auch dort weniger Passau-Themen vertreten. Aber auch hier gilt für mich das Motto: Wenigstens wird gebloggt! Und „Franky“ ist ein „Local“, deswegen wird er hier aufgeführt: www.sebastian-frankenberger.de/persoenlich/blog/

Gschichten aus Passau

Gut gestartet, leider eingeschlafen sind die „Gschichten aus Passau“. Geplant war ursprünglich jeden Samstag um 9 Uhr eine „neue Story aus Passau“ zu posten. Leider haben das die sechs BWL-Masteranden nur drei Monate durchgehalten. Vielleicht war es nur für ein Uni-Projekt? Sie schreiben: „In der Social Media Management – Veranstaltung haben wir uns gesucht & gefunden.“ In meinem BA-Studiengang Medien und Kommunikation gab es auch ein paar so Seminar-Blog-Eintagsfliegen… Etwas traurig, wenn so ein Projekt dann einschläft: www.gschichtenauspassau.wordpress.com

Blogger aus Passau

Helft mir, die Passau-Blogroll zu vervollständigen!

Ja und das war’s auch schon mit meiner Liste der Passau-Blogs, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat. Ganz im Gegenteil! Jetzt seid ihr gefragt:

Kennt ihr weitere Blogs aus Passau? Dann bitte nennt sie mir!

Oder seid ihr gar selbst Blogger in der Dreiflüssestadt? Hättest du vielleicht Lust, dich off- und online zu vernetzen? Einen Blogger-Stammtisch im Format der #bloggermuc werden wir zwar nicht starten können, aber eine Blogroll und gegenseitige Gast-Artikel können ja schon ein Anfang sein. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich einfach anschreibt – am besten als Kommentar, dann können auch andere gleich euren Blog entdecken!

* ein bisschen recherchiert und schwupps: Hinter „Wahlinfo Passau“ steckt laut Medien Denk Karl-Heinz Hasenöhrl.

—– UPDATE

Für alle Blogger in und um Passau – oder solche die es noch werden wollen – habe ich einen Facebook-Gruppe gegründet „Passauer Bloggerstammtisch“. Ihr findet sie hier: https://www.facebook.com/groups/passauerbloggerstammtisch/

Liebster Award: Weil Teresa ohne h noch immer die schönsten Eier hat

11 Mrz

Liebster Award LogoAhhhh… Da blogge ich schon so lange und wurde noch nie für so ein Blogstöckchen-Dingens nominiert und dann krieg ich’s nicht mal mit. Lohnt sich also doch, ab und an Google Analytics zu studieren, da sah ich nämlich, dass Klicks von Kleinstadtgroß reinkommen. Von diesem Passau-Blog wurde ich für den Liebster Award nominiert – ein echter Award, wow!
Vielen Dank an Kleinstadtgroß für diese Nominierung. Vielleicht habt ihr mir die Nominierung an meine gmx-Adresse gemailt, dann kam sie #ausgruenden bei mir nicht an.
Den Award bekommt man nicht einfach so, man muss sich an gewisse Regeln halten (s. u.).
Also, ich freu mich riesig, dass ihr mich nominiert habt (Bloggerpower aus Passau, yeeeeah! Wusste bis dato gar nicht, dass es sowas in meiner Heimat gibt) und ich möchte gerne eure Fragen beantworten:

1. Sind Blogger Journalisten? Bist Du einer?

Nicht jeder Blogger ist Journalist. Genauso wenig wie jeder Journalist Blogger ist, obwohl er es meiner Meinung nach sein sollte – also der Journalist ein Blogger.
Aber ich sehe mich selbst schon als Journalist, weil ich es von der Pieke auf gelernt habe: Mein erstes journalistisches Praktikum mit 16, ein „irgendwas-mit-Medien-Studiengang, Arbeit am Lehrstuhl für Print- und Journalismus und und und. Mein größtes Idol seit meiner Kindheit ist Karla Kolumna. Ja, ich bin Journalistin UND Bloggerin aus Leidenschaft!

2. Worauf stehen Deine Leser?

Offensichtlich auf meinen weißen Hirschkopf (s. Frage 6)^^
Ansonsten ist mein meistgelesener Beitrag der über den sog. großen Fröbelstern, was mir sogar etwas peinlich ist, da meine Anleitung sicher nicht optimal ist – dennoch beschimpft möchte ich hierfür auch nicht unbedingt werden (auch hierzu mehr unter Frage 6).

3. Was sagen Deine Eltern zu Deinem Blog?

Meine Eltern haben “Teresa ohne h” abonniert. Mein Papa, der ebenfalls sehr kritisch durch die Welt geht, sagt sogar öfters: “Darüber könntest du bloggen”. Aber meine Themen such ich mir schon selber, trotzdem finde ich es klasse, wie sie hinter mir stehen (gerade wenn ich mit meinem Blog mal wieder etwas Aufmerksamkeit oder auch mal Ärger erzeuge ;)).

4. Wie oft hast Du schon ans Aufhören gedacht?

Eigentlich noch nie; nur manchmal fehlt mir etwas die Zeit oder Muße, dann blogge ich eben ein oder auch zwei Monate nicht.

5. Verdienst Du Geld mit deinem Blog? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

(Noch) nicht. Mit meinem „Ego-Blog“ (wie wir es beim Blogger-Stammtisch München nennen) möchte ich das auch nicht unbedingt.
Mit meinem neuen Blogprojekt ISARSPARER, das ich zusammen mit meinem Kumpel gegründet habe, möchte ich das schon; wenn sich DER Sparblog für München etabliert hat, wird das sicher auch funktionieren.ISARSPARER Nymphenburg

6. Wie lautet der beste/skurrilste Kommentar zu einem Deiner Beiträge?

Also die meisten gleichen Kommentare (gar nicht alle freigeschaltet) habe ich zum Beitrag „Wohnen im Wiesen-Style“ bekommen. Auch jetzt noch Jahren wollen die Leute wissen, woher ich ihn habe. An dieser Stelle lüfte ich ganz exklusiv dieses „Geheimnis“: Er ist von Thomas Philipps.
Skurril finde ich es, wenn wir Blogger, die nicht unbedingt was mit unseren Blogs verdienen, für vermeintlich „mangelhafte“ Beiträge beschimpft werden. Meine Anleitung zum sog. großen Fröbelstern sei „eine Frechheit“, „verwirrend“. Da frag ich mich manchmal schon, ob manche Leser noch alle Sterne am Christbaum haben.^^

7. Was sollte Dir als Blogger mal passieren? Gibt es ein Wunschszenario?

PaWo TitelgirlAlso eigentlich ist es schon passiert und zwar, dass “offline”-Medien auf meine Beiträge aufmerksam werden. Ich wurde schon öfters in der Passauer Neuen Presse oder Passauer Woche zitiert – leider ohne Nennung meiner URL, nur mit meinem Namen. (Highlight-Überschrift nachwievor: “Teresa hat die schönsten Eier” in der PaWo über mein Hobby, Ostereier bemalen. Basierend auf meinem Blogpost “Kunst am Ei: Ostereier sammeln und selbst verzieren”).
Das freut mich, wenn man sieht, dass man offensichtlich auch gelesen wird. Das wünsche ich mir auch weiterhin und drei zusätzliche Wünsche:
1. Nennt bitte künftig meine Blogadresse
2. In überregionalen Zeitungen zitiert zu werden, wäre auch nicht schlecht.
3. Wenn ich aufgrund meiner fundierten (ja, das sind sie) Beiträge über Glaube und Kirche als “Kirchenexpertin” entdeckt werden würde.

8. Wo schreibst Du? Hippsterstyle im Café-Schaufenster, mit Seidenschal und runder Brille in der Stadtbibliothek oder mit Kippe im Mund in der WG-Küche zwischen leeren Weinflaschen?

Das ist sie, meine Mali - Logo von ISARSPARER.

Das ist sie, meine Mali – Logo von ISARSPARER.

Weder noch. Am liebsten auf der elterlichen Couch mit dem Familienhund am Schoß. Wobei das dann etwas anstrengend ist, mein MacBook so zu balancieren, dass Mali nicht in ihrem Schlaf gestört wird 😉 Aber viele Beiträge tippe ich auch unterwegs am iPhone(!) in Google Docs vor, in der U-Bahn, im Zug kommen mir oft die besten Einfälle und da kann ich mir auch Zeit für meinen Blog nehmen, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben müsste.

9. Warum hast Du angefangen zu bloggen? Ganz ehrlich!

Ich wurde auf einem Seminar des journalistischen Förderprogramms der Hanns-Seidel-Stiftung, dessen Stipendiatin ich war, auf das Medium “Blog” aufmerksam. Vorher habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht mit dem Gedanken befasst, Bloggerin zu werden. Nach dem Seminar legte ich dann gleich los bei WordPress. Übrigens auch der Name “Teresa ohne h” kam mir spontan während dieses Seminars.

10. Was hältst du von Meerschweinchen?

Ich hab mal einen Bericht über ein (ich glaub) Model gesehen, das ein Meerschweinchen in ihrer Handtasche wie einen Hund rumgetragen hat. Und ich hab mir dann überlegt, mir eins anzuschaffen, weil ich mir einen Hund allein in der Großstadt nicht zu halten traue. Also nicht, dass ich einen Handtaschen-Meerschweinchen-Hundersatz wollte. Aber ich mag Tiere eben sehr und vermisse unseren Familienhund in meiner Münchner Wohnung. Meerschweinchen pfeifen so lustig, aber Hunde sind sie eben doch nicht. Deswegen hab ich keins.

11. Seid ihr Kleinstadt- oder Großstadtmenschen? Warum?

Ich habe ja in Passau vom Kindergarten bis zur Hochschule alles absolviert. Jetzt bin ich zum Promovieren nach München gegangen, nicht weil ich unbedingt musste. Also ich genieße es als Kleinstädterin sehr, im „Millionendorf“ zu leben. Ich könnte hier theoretisch jeden Tag alles kaufen, was ich „brauche“ (in Passau gibt es ja nicht mal Longchamp-Taschen zu kaufen) und das gibt mir ein gutes Gefühl. Außerdem mag ich das kulturelle Angebot, das ich leider viel zu selten nutze. Ok, aber ich kann halt auch nicht jeden Tag auf einen Abendtermin.
Aber ob ich nun ein Kleinstadt- oder Großstadtmensch bin, mir wird gar nichts anderes übrig bleiben, als in der Großstadt zu leben, wenn ich in einem adäquat bezahlten Job arbeiten möchte. Auch wenn mein Herz als Familienmensch nach wie vor an der niederbayerischen Heimat hängt, weil dort Hund und (Groß)eltern leben.

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Ich nominiere für den „Liebster Award“, meine liebsten (kleinen) Blogs:

  • Franziska Ferber von “Kindersehnsucht” (gute Sache, die die liebe Franzi da ins Leben gerufen – Kinderwunsch Coaching. Und ihre Hundedame Elli ist auch einfach ZUCKER!!) Und hier findet ihr Franzis Antworten.
  • Beate Mader von “Visionhochdrei” (drei Fragen stellt sie jeden Montag an Blogger und ich freue mich, dass sie die auch an uns ISARSPARER gestellt hat)
  • Tanja Kollodzieyski von “Rollifräulein” (weil sie ne Powerfrau ist, die zeigt, dass sich Mode und Handicap nicht ausschließen – hoffentlich kapiert das auch bald unser geliebter Guido!!)
  • Irmgard Hiergeist von „Irmgard Hiergeist“ (weil sie eine Autorin aus dem Bayer. Wald ist, die gute Ansichten vertritt und mehr gelesen werden sollte. Am Blog und überhaupt.)
  • Andreas Kerscher von „Lokalteilheld“ (wenn ich schon immer die PNP kritisiere, sollen Redakteure auch mal gelobt werden. Er könnte zwar öfter bloggen, aber immerhin bloggt er als Journalist und das ganz witzig aus dem PNP-Alltag. Bitte mehr davon!)

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Die Regeln für die nominierten Blogs

  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag
  • Beantworte die 11 Fragen, welche Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.

Und hier meine Fragen an Franzi, Beate, Tanja, Irmi und Andreas:

  1. Wie kamst du auf deinen Blognamen? Gibt es dazu vielleicht ein witzige Geschichte oder ein prägendes Erlebnis?
  2. Hunde- oder Katzenmensch und warum?
  3. Wie schauen deine Social-Media-Aktivitäten aus? Hast du eine Facebook-Fanpage oder bist du auf Twitter? Bringt dir das mehr Leser?
  4. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog (grobe Schätzung) pro Woche (ggf. bitte auch Social-Media-Aktivitäten dazu rechnen)?
  5. Wer war der Held deiner Kindheit? Meinst du, diese Figur hat dich geprägt?
  6. Was ist deine Lieblingsjahreszeit und warum?
  7. Wenn du es dir aussuchen könntest, wo würdest du am liebsten bloggen? Im Strandkorb auf Sylt, in der Almhütte am Tegernsee oder ganz wo anders?
  8. Was hälst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit und warum?
  9. Gibt es Themen, die du komplett für deinen Blog ausklammerst (z. B. Politik)? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
  10. Was ist dein Lieblingsbuch (oder Lieblingsfilm) und warum?
  11. Vervollständige bitte diesen Satz: “Ohne meinen Blog…”