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Liebster Award: Weil Teresa ohne h noch immer die schönsten Eier hat

11 Mär

Liebster Award LogoAhhhh… Da blogge ich schon so lange und wurde noch nie für so ein Blogstöckchen-Dingens nominiert und dann krieg ich’s nicht mal mit. Lohnt sich also doch, ab und an Google Analytics zu studieren, da sah ich nämlich, dass Klicks von Kleinstadtgroß reinkommen. Von diesem Passau-Blog wurde ich für den Liebster Award nominiert – ein echter Award, wow!
Vielen Dank an Kleinstadtgroß für diese Nominierung. Vielleicht habt ihr mir die Nominierung an meine gmx-Adresse gemailt, dann kam sie #ausgruenden bei mir nicht an.
Den Award bekommt man nicht einfach so, man muss sich an gewisse Regeln halten (s. u.).
Also, ich freu mich riesig, dass ihr mich nominiert habt (Bloggerpower aus Passau, yeeeeah! Wusste bis dato gar nicht, dass es sowas in meiner Heimat gibt) und ich möchte gerne eure Fragen beantworten:

1. Sind Blogger Journalisten? Bist Du einer?

Nicht jeder Blogger ist Journalist. Genauso wenig wie jeder Journalist Blogger ist, obwohl er es meiner Meinung nach sein sollte – also der Journalist ein Blogger.
Aber ich sehe mich selbst schon als Journalist, weil ich es von der Pieke auf gelernt habe: Mein erstes journalistisches Praktikum mit 16, ein “irgendwas-mit-Medien-Studiengang, Arbeit am Lehrstuhl für Print- und Journalismus und und und. Mein größtes Idol seit meiner Kindheit ist Karla Kolumna. Ja, ich bin Journalistin UND Bloggerin aus Leidenschaft!

2. Worauf stehen Deine Leser?

Offensichtlich auf meinen weißen Hirschkopf (s. Frage 6)^^
Ansonsten ist mein meistgelesener Beitrag der über den sog. großen Fröbelstern, was mir sogar etwas peinlich ist, da meine Anleitung sicher nicht optimal ist – dennoch beschimpft möchte ich hierfür auch nicht unbedingt werden (auch hierzu mehr unter Frage 6).

3. Was sagen Deine Eltern zu Deinem Blog?

Meine Eltern haben “Teresa ohne h” abonniert. Mein Papa, der ebenfalls sehr kritisch durch die Welt geht, sagt sogar öfters: “Darüber könntest du bloggen”. Aber meine Themen such ich mir schon selber, trotzdem finde ich es klasse, wie sie hinter mir stehen (gerade wenn ich mit meinem Blog mal wieder etwas Aufmerksamkeit oder auch mal Ärger erzeuge ;)).

4. Wie oft hast Du schon ans Aufhören gedacht?

Eigentlich noch nie; nur manchmal fehlt mir etwas die Zeit oder Muße, dann blogge ich eben ein oder auch zwei Monate nicht.

5. Verdienst Du Geld mit deinem Blog? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

(Noch) nicht. Mit meinem “Ego-Blog” (wie wir es beim Blogger-Stammtisch München nennen) möchte ich das auch nicht unbedingt.
Mit meinem neuen Blogprojekt ISARSPARER, das ich zusammen mit meinem Kumpel gegründet habe, möchte ich das schon; wenn sich DER Sparblog für München etabliert hat, wird das sicher auch funktionieren.ISARSPARER Nymphenburg

6. Wie lautet der beste/skurrilste Kommentar zu einem Deiner Beiträge?

Also die meisten gleichen Kommentare (gar nicht alle freigeschaltet) habe ich zum Beitrag “Wohnen im Wiesen-Style” bekommen. Auch jetzt noch Jahren wollen die Leute wissen, woher ich ihn habe. An dieser Stelle lüfte ich ganz exklusiv dieses “Geheimnis”: Er ist von Thomas Philipps.
Skurril finde ich es, wenn wir Blogger, die nicht unbedingt was mit unseren Blogs verdienen, für vermeintlich “mangelhafte” Beiträge beschimpft werden. Meine Anleitung zum sog. großen Fröbelstern sei “eine Frechheit”, “verwirrend”. Da frag ich mich manchmal schon, ob manche Leser noch alle Sterne am Christbaum haben.^^

7. Was sollte Dir als Blogger mal passieren? Gibt es ein Wunschszenario?

PaWo TitelgirlAlso eigentlich ist es schon passiert und zwar, dass “offline”-Medien auf meine Beiträge aufmerksam werden. Ich wurde schon öfters in der Passauer Neuen Presse oder Passauer Woche zitiert – leider ohne Nennung meiner URL, nur mit meinem Namen. (Highlight-Überschrift nachwievor: “Teresa hat die schönsten Eier” in der PaWo über mein Hobby, Ostereier bemalen. Basierend auf meinem Blogpost “Kunst am Ei: Ostereier sammeln und selbst verzieren”).
Das freut mich, wenn man sieht, dass man offensichtlich auch gelesen wird. Das wünsche ich mir auch weiterhin und drei zusätzliche Wünsche:
1. Nennt bitte künftig meine Blogadresse
2. In überregionalen Zeitungen zitiert zu werden, wäre auch nicht schlecht.
3. Wenn ich aufgrund meiner fundierten (ja, das sind sie) Beiträge über Glaube und Kirche als “Kirchenexpertin” entdeckt werden würde.

8. Wo schreibst Du? Hippsterstyle im Café-Schaufenster, mit Seidenschal und runder Brille in der Stadtbibliothek oder mit Kippe im Mund in der WG-Küche zwischen leeren Weinflaschen?

Das ist sie, meine Mali - Logo von ISARSPARER.

Das ist sie, meine Mali – Logo von ISARSPARER.

Weder noch. Am liebsten auf der elterlichen Couch mit dem Familienhund am Schoß. Wobei das dann etwas anstrengend ist, mein MacBook so zu balancieren, dass Mali nicht in ihrem Schlaf gestört wird ;) Aber viele Beiträge tippe ich auch unterwegs am iPhone(!) in Google Docs vor, in der U-Bahn, im Zug kommen mir oft die besten Einfälle und da kann ich mir auch Zeit für meinen Blog nehmen, ohne dass ich ein schlechtes Gewissen haben müsste.

9. Warum hast Du angefangen zu bloggen? Ganz ehrlich!

Ich wurde auf einem Seminar des journalistischen Förderprogramms der Hanns-Seidel-Stiftung, dessen Stipendiatin ich war, auf das Medium “Blog” aufmerksam. Vorher habe ich mich ehrlich gesagt noch nicht mit dem Gedanken befasst, Bloggerin zu werden. Nach dem Seminar legte ich dann gleich los bei WordPress. Übrigens auch der Name “Teresa ohne h” kam mir spontan während dieses Seminars.

10. Was hältst du von Meerschweinchen?

Ich hab mal einen Bericht über ein (ich glaub) Model gesehen, das ein Meerschweinchen in ihrer Handtasche wie einen Hund rumgetragen hat. Und ich hab mir dann überlegt, mir eins anzuschaffen, weil ich mir einen Hund allein in der Großstadt nicht zu halten traue. Also nicht, dass ich einen Handtaschen-Meerschweinchen-Hundersatz wollte. Aber ich mag Tiere eben sehr und vermisse unseren Familienhund in meiner Münchner Wohnung. Meerschweinchen pfeifen so lustig, aber Hunde sind sie eben doch nicht. Deswegen hab ich keins.

11. Seid ihr Kleinstadt- oder Großstadtmenschen? Warum?

Ich habe ja in Passau vom Kindergarten bis zur Hochschule alles absolviert. Jetzt bin ich zum Promovieren nach München gegangen, nicht weil ich unbedingt musste. Also ich genieße es als Kleinstädterin sehr, im “Millionendorf” zu leben. Ich könnte hier theoretisch jeden Tag alles kaufen, was ich “brauche” (in Passau gibt es ja nicht mal Longchamp-Taschen zu kaufen) und das gibt mir ein gutes Gefühl. Außerdem mag ich das kulturelle Angebot, das ich leider viel zu selten nutze. Ok, aber ich kann halt auch nicht jeden Tag auf einen Abendtermin.
Aber ob ich nun ein Kleinstadt- oder Großstadtmensch bin, mir wird gar nichts anderes übrig bleiben, als in der Großstadt zu leben, wenn ich in einem adäquat bezahlten Job arbeiten möchte. Auch wenn mein Herz als Familienmensch nach wie vor an der niederbayerischen Heimat hängt, weil dort Hund und (Groß)eltern leben.

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Ich nominiere für den “Liebster Award”, meine liebsten (kleinen) Blogs:

  • Franziska Ferber von “Kindersehnsucht” (gute Sache, die die liebe Franzi da ins Leben gerufen – Kinderwunsch Coaching. Und ihre Hundedame Elli ist auch einfach ZUCKER!!)
  • Beate Mader von “Visionhochdrei” (drei Fragen stellt sie jeden Montag an Blogger und ich freue mich, dass sie die auch an uns ISARSPARER stellen will)
  • Tanja Kollodzieyski von “Rollifräulein” (weil sie ne Powerfrau ist, die zeigt, dass sich Mode und Handicap nicht ausschließen – hoffentlich kapiert das auch bald unser geliebter Guido!!)
  • Irmgard Hiergeist von “Irmgard Hiergeist” (weil sie eine Autorin aus dem Bayer. Wald ist, die gute Ansichten vertritt und mehr gelesen werden sollte. Am Blog und überhaupt.)
  • Andreas Kerscher von “Lokalteilheld” (wenn ich schon immer die PNP kritisiere, sollen Redakteure auch mal gelobt werden. Er könnte zwar öfter bloggen, aber immerhin bloggt er als Journalist und das ganz witzig aus dem PNP-Alltag. Bitte mehr davon!)

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Die Regeln für die nominierten Blogs

  • Danke der Person, die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in Deinem Beitrag
  • Beantworte die 11 Fragen, welche Dir der Blogger, der Dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in Deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was Sie tun müssen.
  • Informiere Deine nominierten Blogger über die Nominierung und Deinen Artikel.

Und hier meine Fragen an Franzi, Beate, Tanja, Irmi und Andreas:

  1. Wie kamst du auf deinen Blognamen? Gibt es dazu vielleicht ein witzige Geschichte oder ein prägendes Erlebnis?
  2. Hunde- oder Katzenmensch und warum?
  3. Wie schauen deine Social-Media-Aktivitäten aus? Hast du eine Facebook-Fanpage oder bist du auf Twitter? Bringt dir das mehr Leser?
  4. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog (grobe Schätzung) pro Woche (ggf. bitte auch Social-Media-Aktivitäten dazu rechnen)?
  5. Wer war der Held deiner Kindheit? Meinst du, diese Figur hat dich geprägt?
  6. Was ist deine Lieblingsjahreszeit und warum?
  7. Wenn du es dir aussuchen könntest, wo würdest du am liebsten bloggen? Im Strandkorb auf Sylt, in der Almhütte am Tegernsee oder ganz wo anders?
  8. Was hälst du für die wichtigste Erfindung der Menschheit und warum?
  9. Gibt es Themen, die du komplett für deinen Blog ausklammerst (z. B. Politik)? Falls ja, warum? Falls nein, warum nicht?
  10. Was ist dein Lieblingsbuch (oder Lieblingsfilm) und warum?
  11. Vervollständige bitte diesen Satz: “Ohne meinen Blog…”

“Profi” statt “Selfie”: “Selbstversuch” in der Lichtbox Passau

21 Jan

Ein kurzer Griff zum Smartphone – Kamerafunktion ein, lächeln und klick: Schon hat man ein “Selfie”. Ist das nichts geworden, einfach nochmal lächeln und den Auslöser drücken. So schnell, so einfach geht’s – ein Foto kostet heute nichts mehr. Man muss es ja nicht einmal mehr entwickeln lassen bzw. ausdrucken. Warum gibt es aber dennoch Menschen, die zum Fotografen gehen? Und warum kostet das dann auch noch “so viel”?

Heute ein “Selbstversuch”:

Beim Shooting in der Lichtbox konnte ich auch einmal das Outfit wechseln.

Beim Shooting in der Lichtbox konnte ich auch einmal das Outfit wechseln.

Vor Kurzem habe ich meinen Gutschein für ein Foto-Shooting eingelöst, den mir meine Mama schon vor drei Jahren zum Geburtstag geschenkt hat. Ich wollte damals unbedingt Fotos von der Lichtbox, weil deren Inhaber, Helmut Weishäupl, meiner Meinung nach, wunderbare Portrait-Aufnahmen macht – die schon fast künstlerischen Wert haben.

Aber wie eben Frauen so sind… Nie hat mir so ein Shooting zeitlich ins Konzept gepasst. Mal fühlte ich mich zu dick, mal stand die Lichtbox unter Wasser. (Weishäupl und sein Team sind im Hochwasser 2013 an ihrem alten Standpunkt abgesoffen.) Heute steht Weishäupls Lichtbox -hochwassergeschützt- am Ludwigsplatz. Aber nun wäre eben mein Gutschein verfallen und da musste es dann gehen – mit oder ohne zusätzliche Kilos.

Nach einiger Zeit klappte das Posen schon ganz gut.

Nach einiger Zeit klappte das Posen schon ganz gut.

Ich fotografiere zwar gerne, aber selbst vor der Kamera stehen, das mag ich gar nicht… So war ich schon etwas aufgeregt, als ich -frisch vom Friseur- in der Lichtbox zu meinem Shooting eintrudelte. In Ruhe konnte ich mich noch einmal “frisch” machen und dann mit der Fotografin absprechen, was ich so für Vorstellungen von meinen Fotos hätte. Sie beriet mich sogar bei der Auswahl der Kleidung, weil ich zwischen zwei Teilen schwankte. So einen Service gibt’s beim Selfie schon mal nicht!

Und dann ging’s los: Am Anfang fiel mir das “Posen” schon etwas schwer. Aber die Fotografin redete mir gut zu und ich fühlte mich sehr wohl. Das Shooting dauerte eine Stunde und es entstanden so eine Vielzahl von Aufnahmen: Ganzkörper, Kopf, vor schwarzem und weißem Hintergrund etc.

Ganzkörper- oder Portraitaufnahmen werden abwechselnd gemacht.

Ganzkörper- oder Portraitaufnahmen werden abwechselnd gemacht.

Dann hieß es Warten. Im Unterschied zum Handy-Selfie muss der Fotograf die Bilder nämlich erst einspielen. Nach einigen

Tagen bekam ich eine Auswahl von 60 Aufnahmen online präsentiert – noch unbearbeitet. In Ruhe konnte ich zu Hause die für mich schönsten Aufnahmen auswählen (Schönheit liegt freilich immer im Auge des Betrachters). Ich habe mich für 10 Aufnahmen entschieden, die nach meiner Bestellung noch retuschiert wurden.

Allein von den Gebühren für das Shooting könnte Weishäupl nicht leben. In meinem Fall (es gibt unterschiedliche Serien, die man bei der Lichtbox wählen kann) waren das €59. Für rund eine Stunde Shooting, Vorbesprechung und Einspielen der Bilder sind das nicht mal ein Euro “Lohn” pro Minute. Und Weishäupl muss für seine Lichtbox u. a. Miete, Personal, Equipment und Technik bezahlen.

In der Lichtbox gibt es auch schöne Requisiten, die zu den Shootings eingesetzt werden.

In der Lichtbox gibt es auch schöne Requisiten, die zu den Shootings eingesetzt werden.

Ist halt eine Frage, ob so ein Fotografen-Bild einem persönlich “wert” ist. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden! Danke Mama für dieses Geburtstagsgeschenk, auch wenn ich es erst drei Jahre später eingelöst habe. Aber macht euch doch einfach selbst ein Bild (haha ;))

Und so ein “Profi”(Foto) ausgedruckt in Händen zu halten, ist nochmal ein ganz anderes Gefühl als das “Selfie” am Handy-Bildschirm zu betrachten.

header-blog-jpgAus Gründen der Transparenz: Den Gutschein für das Shooting hat meine Mama gezahlt. Helmut Weishäupl von der Lichtbox ging danach eine Kooperation mit mir ein, im Zuge deren ich die Bilddateien zur Verfügung gestellt bekam. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür – ohne die Lichtbox gäbe es keinen neuen Header auf Teresa ohne h’s Blog!

CSU-Wahldebakel in Passau: Eine persönliche Wahlanalyse

17 Mär

Die Kommunalwahl 2014 zeigt: Der Wähler ist mündig geworden. Er lässt sich nicht durch Wahlkampf-Propaganda und Listen-Ordnungen beeinflussen, sondern er entscheidet bewusst, wem er seine Stimme gibt.

Früher war es für die CSU einfach: Armin Dickl sagte zur mir im Bundestagswahlkampf 2009. „Im Prinzip ist das Plakat egal – die Menschen wählen CSU und wenn eine Gabel auf dem Plakat abgebildet ist.“

Inhalte zählen

Wer heute noch nach diesem „Gabel-Prinzip“ politisch arbeitet, verliert. Dass es dem Wähler um Inhalte geht und um Köpfe, die diese auch gekonnt umsetzen, zeigt für mich das Beispiel der „Landshuter Mitte“. Der Bürger-Verein wurde bereits ein Jahr vor der Kommunalwahl gegründet und liefert seitdem wöchentlich gute Ideen für Landshut. Engagiert und mit viel Herz werden diese Überlegungen –für alle Bürger einsehbar- auf einem Blog präsentiert.

Weniger inhaltlich und wesentlich knapper vor der Wahl, nämlich knapp drei Monate vorher, präsentierte die CSU Passau ihre OB-Kandidatin: Rosemarie Weber, eine politische Quereinsteigerin.

Rosemarie Weber – das Opferlamm der CSU

Unermüdliche Wahlkämpferin wie hier am CSU-Infostand in der Neuen Mitte: Quereinsteigerin Rosemarie Weber (Quelle: Screenshot von offizieller Facebook-Seite der Kandidatin)

Unermüdliche Wahlkämpferin wie hier am CSU-Infostand in der Neuen Mitte: Quereinsteigerin Rosemarie Weber (Quelle: Screenshot von offizieller Facebook-Seite der Kandidatin)

Mein Fazit nach der Kommunalwahl: Respekt an Rosemarie Weber, die unermüdlich Wahlkampf betrieben hat und einen enormen persönlichen Einsatz gebracht hat! Doch das hat alles nichts gebracht, am Ende 18,4% für die Quereinsteigerin. Der Amtsinhaber Dupper (64,6%) von der SPD konnte nicht, wie erhofft von der CSU, in die Stichwahl gezwungen werden.

Vom CSU-Wahldebakel ist nun die Rede. Rosemarie Weber spricht zwar immer von ihrem hervorragenden Team, das hinter ihr stand. Aber ich meine, ein wirklich kompetenter Coach hat ihr gefehlt…

Die CSU-Passau war froh, dass Weber diesen „Opfergang“ (Zitat Oberreuter) angetreten hat. Wie ein Lamm wurde sie auf die Schlachtbank, in die Kommunalwahl geführt – dankbar, dass sie den Gang zur Schlachtung vermutlich auch noch selbst finanziert hat. (Es wird gemunkelt, dass der Waschler-Landtagswahlkampf das CSU-Budget verschlungen haben soll.)

„Landshuter Mitte“ zeigt wie’s funktioniert

Die Bürger wollen keine „CSU-Gabeln“ mehr wählen, sie wollen kluge Köpfe, die ihre Inhalte auch gekonnt präsentieren. Social Media ist ein kostengünstiges Instrument hierfür. Die „Landshuter Mitte“ zeigt, dass im Social Web mehr möglich ist als Bilder von Wahlkampfveranstaltungen zu präsentieren.

Das alles kann eine Quereinsteigerin nicht alleine bewältigen! Sie hätte ein kompetentes Team hinter sich gebraucht: Ein Team, das ihr ehrlich auch ihre Grenzen aufgezeigt hätte – z. B. dass die Rede am Politischen Aschermittwoch vielleicht eine Nummer zu groß für sie war.

Mein Wunschkatalog an die CSU Passau-Stadt

Für mich ist klar, wer das Wahl-Debakel zu verantworten hat und ich würde mir daher wünschen:
1. Die Rolle von CSU-Vorsitzendem Waschler sollte neu überdacht werden.

2. Rosemarie Weber sollte CSU-Fraktionsvorsitzende werden – so zeigt die CSU, dass sie nachhaltig hinter ihrer OB-Kandidatin steht und sie nicht nur als „Opferlamm“ missbraucht hat.

3. Die CSU sollte ehrliche Wahlanalyse betreiben und fähigen Leuten Positionen geben.

Persönlich würde ich mir z. B. Georg Steiner als Pressesprecher wünschen. Die Passauer haben ihm das Vertrauen ausgesprochen und von Platz 15 auf Platz 9 „vorgewählt“.

Ein weiteres Fazit: Bürger wollen Politiker, die auch beruflich erfolgreich und nicht auf politische Ämter wirtschaftlich angewiesen sind. Der Bürger ist mündig geworden – die von den Parteien festgelegte Listen-Ordnung wurde gründlich in Frage gestellt.

Die “Landshuter Mitte” trat übrigens zum ersten Mal an und hat auf Anhieb fünf Stadtratsmandate errungen – herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nach Landshut!

 

Sterben 2.0: Darf ich Bilder “live” von einer Beerdigung posten?

25 Sep

Da das Sterben bekanntlich zum Leben gehört, hat es auch in das Web 2.0 Einzug gehalten.

Wie sehr Altbischof Eder von seinen Diözesanen geschätzt wurde, zeigten u. a. die Einträge im Kondolzenzbuch, das im Passauer Stephansdom aufgelegt war.

Wie sehr Altbischof Eder von seinen Diözesanen geschätzt wurde, zeigten u. a. die Einträge im Kondolzenzbuch, das im Passauer Stephansdom aufgelegt war.

Ich gehöre nicht unbedingt zu den Personen, die gerade wenig in sozialen Netzwerken posten. Aber ich habe meine Grenzen! Dieser Rubikon wurde bei mir ganz deutlich überschritten, als ich Bilder von der Beerdigung des von mir hoch geschätzten Altbischof von Passau, Franz-Xaver Eder, auf Facebook (FB) entdeckte.

Und dabei meine ich nicht Bilder, die die bischöfliche Pressestelle angefertigt hat und die ich dann über Accounts befreundeter Priester in meiner Timeline entdeckte.

Nein, es geht mir konkret um das Foto einer Passauer Geschäftsfrau (Näheres möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, weil ich niemanden bloß stellen will), die während(!) des Requiems ein Foto von ihrem Sitzplatz aus auf FB postete: Zu sehen ist dabei deutlich der Sarg, wie er vorm Volksaltar aufgestellt war.

Social Media raubt jegliches Gefühl für den Augenblick

Bitte, versteht mich nicht falsch: Es geht mir nicht um das Bild von einem Sarg. Es geht mir vielmehr darum, wie uns soziale Medien jegliche Sakralität, das Gefühl für den Augenblick rauben. Wo bleibt die persönliche Einkehr, das Gebet für den Verstorbenen?

Warum gehe ich auf eine Beerdigung/ ein Requiem? Nur um sehen und gesehen zu werden? Wohl kaum. Aber genau das drückt dieser Post für mich aus.

Wenn ich eine Beerdigung besuche, erweise ich dem Verstorbenen die letzte Ehre. Wenigstens für diese wenige Minuten des Gottesdienstes verzichte ich auf den Gebrauch meines Smartphones. Ich möchte mich einlassen auf die Liturgie und durch Gebet und Gesang an ihr teilhaben. Und selbst wenn ich nicht der jeweiligen Religion angehöre, kann ich die Trauerfeierlichkeit mit positiven Gedanken an den Verstorbenen begleiten.

Wenn ich ein Bild mit meinen „Freunden“ von diesem wichtigen Ereignis teilen möchte, kann ich sicher auch warten, bis ich zu Hause am PC sitze und die Presse ihre Artikel ins Web gestellt hat.

Medienkompetenz bedeutet manchmal nur Menschenverstand gebrauchen

Wie gesagt, ich bin bestimmt kein Kind von bescheidener Selbstdarstellung im Web 2.0. Aber wann ich auf Twitter, Facebook und Co zu schweigen habe, das weiß ich. Das Beispiel zeigt für mich, dass Medienkompetenz auch manchmal nur einen normalen Menschenverstand bedingt. Schon als kleine Kinder lernen wir, wie wir uns bei einer Beerdigung/ im Gotteshaus zu verhalten haben. Auch wenn uns unsere Eltern damals noch nicht das Posten mit Smartphones verboten haben, weil es das eben noch nicht gab!

FAZIT Vor dem Posten einfach einmal Köpfchen einschalten!

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In meiner Blog-Serie “Sterben 2.0″ bisher veröffentlicht:

Fluthilfe revidiert meine Meinung über soziale Medien

21 Sep

Rund 100 Tage ist die “Flut” her. Zeit, einmal Bilanz zu ziehen – vornehmlich über die Engagment für und um die Fluthilfe in sozialen Medien.

1. Über den Wahrheitsgehalt von Informationen in sozialen Medien

Die Schleuse Kachlet während der "Jahrtausendflut".Meinem Post muss ich vorwegschicken, dass ich von Natur aus ein gutgläubiger Mensch bin. Da die Stadt Passau bis dato keinen richtig guten Auftritt in sozialen Medien hat, waren wir auf Postings von Privatleuten angewiesen. Dies geschah bei mir vornehmlich über die Gruppen „Infoseite – Hochwasser 2013 Bayern“ und „Fluthelfer Passau“.

Wann und wo werden Leitungswasser und Strom abgestellt? Der Aufruf zum Wassersparen, Postings von Wasserausgabeorten – das alles geschah über Facebook (FB). Twitter ist bei den Passauern wohl noch nicht so angekommen ;)

Nun gut, ich bin schon an normalen Tagen äußerst Social-Media-affin… Aber in den Hochwasser-Tagen war mein Konsum extrem.

Katastrophale Rechtschreibung mit dem Klassiker der das-und-dass-Schwäche ist ja noch harmlos. Ich bedanke mich an dieser Stelle auch bei der niederbayerischen Jugend, die mich, in diesen Tage gelehrt hat, dass Sätze ohne der, die, das gebildet werden: „Was geht Kachlet?“

Panikmache via FB

Ja, was geht Kachlet… (Für alle OrtsUNkundigen, das Kachlet ist ein Schleusenkraftwerk im Passauer Westen, wo ich wohne.) Das Kachlet ist hochwassererprobt. Die Wehre müssen geöffnet werden, egal wie viel Wasser dann Richtung Altstadt fließt. Dass diese Fluten bei dieser Jahrtausendflut enorm waren, ist logisch.

Urplötzlich tauchte in FB das Gerücht auf, das Kachlet könnte den Fluten nicht mehr Stand halten. Ich, als gutgläubiger Mensch dachte, an der Sache könnte was dran sein. Denn welcher Mensch würde in einer solchen Katastrophen-Situation so grausam sein und seine Mitmenschen auch noch mit falschen Gerüchten quälen?

Falsch gedacht: Krönung war für mich folgender Post:

Leider verbreiteten sich auch "Horror-Falschmeldungen" über soziale Medien.

Leider verbreiteten sich auch “Horror-Falschmeldungen” über soziale Medien.

Spätestens jetzt war mir klar: An dem Gerücht ist nichts dran. Welcher Experte würde davon sprechen, dass eine Staustufe „bricht“ und dann auch noch genau „ab 20h“.

Vielen Dank an dieser Stelle an all diese Menschen da draußen, die uns Passauern noch zusätzlich Angst gemacht bzw. versucht haben!

FAZIT Krisenkommunikation via Social Media funktioniert nur bedingt!

2. Fluthilfe als Hilfe zur Selbstdarstellung?

Die Selbstdarstellung im Social Web ist ja auch sonst nicht ohne. Aber ich für meinen Teil konnte bei den eigentlichen Hochwasser-Einsätzen nicht auch noch darauf achten, das “passende” Bild für Facebook und Co zu machen. Deswegen fehlen auch bei meiner Fluthelfer- Reportage einige Bilder, wie ich anmerkte.

Umso trauriger finde ich persönlich, dass es politische (Jugend)gruppierungen geschafft haben, genau solche Fotos hochzuladen. Ich habe sehr genau hingesehen und festgestellt, dass so ein Einsatz z. B. nur an einem Tag stattfand. Imposante Fotos davon ins Netz zu stellen, finde ich umso beschämender, wenn Studenten zum Teil mehrere Tag hintereinander bis zur gänzlichen Erschöpfung als Fluthelfer im Einsatz waren. Ist doch Passau “nur” ihre Universitätsstadt, für die anderen aber ihre Heimat…

Sicherlich geht es jetzt nicht darum, hochzurechnen, wer wie viele Stunden aktiv Fluthilfe geleistet hat – aber nachdenklich macht es mich schon. Helfen machen nur, um dokumentieren zu können, dass sie geholfen habe?

Ähnlich kritisch sehe ich im Übrigen auch die jetzt aufkommenden Ehrungen durch Stadt und Staat. Ganz bewusst habe ich z. B. NICHT am Helferfest der Stadt Passau teilgenommen. Ich war gern als Fluthelfer im Einsatz und bemühe mich nach meinen Kräften auch noch heute, Betroffenen zu helfen.

Statt einer Maß auf der Dult hätte ich z. B. lieber Unterstützung für meine Spendenaktion gehabt!

3. Keine Unterstützung für meine Ebay-Auktion

Wie man hier nachlesen kann, habe ich einen selbstgefertigten Passau-Scherenschnitt auf Ebay für die Fluthilfe der Passauer Neuen Presse (PNP) versteigert. Gut, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber ich möchte behaupten, dass das schlicht-klassische Design wohl in viele Einrichtungsstile passt. Mit der Endsumme der Versteigerung war ich nicht wirklich zufrieden. (An dieser Stelle jedoch ein großes Dankeschön an den Berliner Käufer, der mich lediglich über Twitter “kennt” und noch einen Extra-Betrag gespendet hat.)

Diesen von mir selbstgefertigten Scherenschnitt von der Passauer Skyline versteigerte ich auf ebay für die Hochwasseropfer - leider ohne jegliche Unterstützung im Social Web

Diesen von mir selbstgefertigten Scherenschnitt von der Passauer Skyline versteigerte ich auf ebay für die Hochwasseropfer – leider ohne jegliche Unterstützung im Social Web

Er war auch einer von wenigen, der die Aktion im Netz überhaupt verbreitet – sie retweetet hat. Von den Politikern in meiner Timeline oder in meiner Freundesliste hat sich niemand bemüßigt gefühlt, meine Aktion zumindest zu teilen – das hat mich persönlich sehr enttäuscht. Gut, jetzt könnte das Argument kommen, die haben die Sache vielleicht nicht mitbekommen… Aber ich habe meine Auktion zumindest an die Facebook-Pinnwand von “City Marketing Passau” (CMP) und diversen Seiten der PNP gepostet (und den offizillen Twitter-Account der Stadt Passau angetwittert). Auch von dieser Seite keine Unterstützung in der Form, dass mein Post geteilt worden wäre.

FAZIT Da der Wille bekanntlich für’s Werk zählt, habe ich zwar nur 30€ an die PNP-Fluthilfe überweisen können – aber für mich als Promotionsstudentin ist im Moment einfach nicht mehr drin. Nachdenklich macht mich die Nicht-Unterstützung von PNP und CMP, da diese Institutionen sich die Hochwasser-Hilfe groß auf ihrer Fahnen geschrieben haben.

Und so ist insgesamt mein Fazit zu “Social Media und Hochwasser” ernüchternd: JA, durch Social Media gab es Informationen – aber vielleicht auch zu viele!? Die Zeit für über soziale Medien vermarktete Spendenaktionen scheint noch nicht reif zu sein – ob das zum Teil an mangelnder Medienkompetenz liegt, möchte ich nicht bewerten.

Mein Wochenende als Burgsanierer auf Falkenstein i. M.

10 Sep

„Nicht nur drüber reden, sondern selbst anpacken“, das ist Gregors Motivation, am Sanierungswochenende auf Burg Falkenstein teilzunehmen. Der Oberösterreicher hat vor wenigen Wochen sein Magister-Studium in Geschichte an der Uni Wien abgeschlossen und ist seit zwei Jahren regelmäßig auf Falkenstein, um die Burgruine zu renovieren.

Sein Studien-Schwerpunkt war mittelalterliche Geschichte – klar, dass er die Baugeschichte von Falkenstein im Mühlkreis kennt: „Ursprünglich war Falkenstein eine bayerische Gründung aus dem 12. Jahrhundert.“ Schön also, dass sich heute Oberösterreicher und Bayern gemeinsam für den Erhalt der Burgruine einsetzen!

Passauer „Stadtfuchs“ Koopmann engagiert sich für Falkenstein

Historiker Gregor ist schon seit rund zwei Jahren regelmäßig bei Sanierungswochenenden auf Burg Falkenstein.

Historiker Gregor ist schon seit rund zwei Jahren regelmäßig bei Sanierungswochenenden auf Burg Falkenstein.

Treibende Kraft ist Matthias Koopmann, der den Passauern als „Stadtfuchs“ und Stadtrat bekannt ist. Der Praehistoriker hat den Burgerhaltungsverein in Oberösterreich gegründet. Seit es diesen Verein gibt, kommen regelmäßig Freiwillige wie Gregor nach Falkenstein, um unentgeltlich die Burgruine zu renovieren. Viele sind „Wiederholungstäter“ – wie etwa der zigarillorauchende Wulf, der jedes Mal extra aus Wien anreist.

Am vergangenen Wochenende war auch ich dabei. Der Verein übernimmt für die freiwilligen Helfer lediglich Kost und Logis. Doch an diesem Wochenende habe ich noch so viel mehr bekommen: Einblick in die Restaurierung mittelalterlichen Bauwerks und Arbeiten in einer tollen Gemeinschaft.

Freiwillige Helfer aller Altersschichten

Mit Schutzhelm und Arbeitshandschuhen reinige ich die historischen Fugen der Burgruine, bevor sie neu verfugt werden können.

Mit Schutzhelm und Arbeitshandschuhen reinige ich die historischen Fugen der Burgruine, bevor sie neu verfugt werden können.

„Diese Mauer habe ich beim vergangenen Renovierungswochenende verfugt“, erzählt mir Ingrid und zeigt stolz auf „ihre“ Mauer. Dort soll ich heute weitermachen: Das Mauerwerk zunächst vom Moosbewuchs befreien und Fugen ausreinigen; erst dann kann neu verfugt werden.

Ingrid ist 70 Jahre alt, aber ihr Arbeitseifer ungebrochen: „Wenn du dich nicht auf die Leiter traust, mache ich das!“ Ich überlege kurz, möchte mich dann jedoch nicht blamieren und klettere auf die Leiter. „Immer langsam“, sagt Ingrid „du musst auf hier auf jeden Schritt achten.“ Denn in der Ruine liegen unzählige Steine, die ursprünglich Teile des Mauerwerks waren. Jeder Schritt auf diesen Steinen will wohl überlegt sein, nicht dass sich plötzlich etwas löst. Am Besten bewegt man sich nur mit Helm an den Überresten, denn es könnten Steine aus dem noch nicht gesicherten Mauerwerk herausbrechen.

Ich bin froh um meine Arbeitshandschuhe, denn die Jahrhunderte haben den Fugen ganz schön zugesetzt: Erdreich, das zum Teil von dicken Wurzeln umschlossen ist. Dazwischen läuft auch das ein oder andere Getier herum. Seit rund 100 Jahren haben dort nur Spinnen, Asseln und Co gelebt und das sieht man leider auch deutlich!

Konservierung nicht Wiederaufbau als Ziel

Rekonstruktion von Burg Falkenstein - heute ist nur mehr eine Ruine übrig.

Rekonstruktion von Burg Falkenstein – heute ist nur mehr eine Ruine übrig.

Naiv-unwissend frage ich Gregor: „Und das wollt ihr alles wieder aufbauen?“ „Nein“, erklärt er mir: „Das wäre mit unseren bescheidenen Mittel auch gar nicht möglich. Ziel ist die Absicherung und Konservierung der Ruine.“

Falkenstein ist noch heute in Besitz der Grafen von Salburg-Falkenstein, die die Burg zunächst als Pfleger bewohnten und sie Ende des 16. Jahrhunderts schließlich übernehmen konnten. „Dann wurden Burgen unmodern und die Grafen Salburg wollten ein Schloss,“ weiß Gregor. Dort auf Schloss Altenhof wohnen Graf und Gräfin noch heute – nur einige hundert Meter von der Burg entfernt. Bis etwa gegen Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Falkenstein sogar noch ein Dach, doch dann verfiel die Burg immer mehr.

Möglichst genaue historische Rekonstruktion des Mauerwerks

Stadtfuchs Matthias Koopmann leitet die Sanierungsarbeiten fachmännisch an.

Stadtfuchs Matthias Koopmann leitet die Sanierungsarbeiten fachmännisch an.

Matthias Koopmann tat dieses Kleinod, das rund 40km östlich von Passau liegt, leid und so initiierte er nicht nur den Verein, sondern leitet heute die freiwilligen Helfer während der Sanierungswochenenden fachmännisch an. „Es geht nicht darum, ein paar Quadratmeter Mauerwerk auf einmal auszufugen, sondern dies möglichst originalgetreu zu tun“, so Koopmann. Selbst der Mörtel wird nach alter „Originalrezeptur“ angerührt. Um die alten Fugen zu schließen, müssen zunächst passende sog. „Zwicklsteine“ gesucht werden. Genug Steine liegen in der Ruine herum – aber genau den passenden zu finden, das kann etwas länger dauern…

Geschichte wird auf Falkenstein erfahrbar

Überhaupt empfinde ich die Arbeit auf der Burgruine als entspannend und perfekte Alternative zur Uni: Mit eigenen Händen das schützen und bewahren, was unsere Vorfahren geschaffen haben und wir sonst nur aus Büchern kennen. Auf Falkenstein wird Geschichte erfahrbar – im wahrsten Sinne des Wortes. Das fasziniert nicht nur Historiker wie Gregor und mich, sondern auch die anderen Helfer mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. So ist Stimmung gut, als wir am Abend beim Essen zusammensitzen. Als Wulf sich die letzte Zigarillo des Tages anzündet, sind wir alle stolz auf unser „Tagwerk“, das wir gemeinsam geschafft haben. Perfekter könnte mein Wochenende nicht gewesen sein: Sich engagiert und neue, nette Menschen kennengelernt zu haben!

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Selbst am Sanierungswochenende teilnehmen

Wer selbst einmal diese tolle Erfahrung machen und an einem Sanierungswochenende teilnehmen möchte, meldet sich am Besten bei Matthias Koopmann.

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Besuchen Sie Falkenstein am 29.09.!

Wer sich dafür interessiert, was der Erhaltungsverein gemeinsam mit den freiwilligen Helfern schon geschafft hat, kann sich davon am Sonntag, 29. September ein Bild machen. Ab 9h ist die Burgruine am „Tag des offenen Denkmals“ zugänglich. Geboten ist Einiges – u. a. kann Alt und Jung sich bei Gregor im Bogenschießen versuchen.

Hochwasser-Hilfe für Passau: Ebay-Auktion mit selbstgefertigtem Scherenschnitt

6 Aug

Wenn jetzt die Urlaubszeit anbricht, haben wir uns selbstverständlich alle eine Pause verdient. Doch wir sollten auch nicht die Menschen vergessen, die sich heuer und vielleicht auch die kommenden Jahre keinen Urlaub mehr leisten können – etwa weil sie beim Jahrtausendhochwasser alles verloren haben. Auch und gerade weil die “Jahrtausenflut” aus den Schlagzeilen der Medien verschwunden ist.

Oft werde ich außerhalb meiner Heimatstadt gefragt, ob meine Familie selbst vom Hochwasser betroffen ist und wie es nach den Rekord-Pegel-Ständen in der Dreiflüssestadt aussieht. Da uns die Fluten verschont haben, liegt mir nun eines am Herzen: Unser Passau soll bald wieder so schön werden wie früher!

Passau räumt weiter auf

Der Schlamm ist mittlerweile von den Straßen gespült und das öffentliche Leben läuft weiter: Alle Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten sind wieder zugänglich, was insbesondere für den Tourismus der Dreiflüssestadt von hoher Bedeutung ist. Passau lohnt wirklich jederzeit einen Besuch – gerade jetzt nach dem Jahrtausendhochwasser unterstützen Sie so unsere schöne Stadt!

Aber wenn man genau hinsieht und die Stadt von Kindesbeinen an kennt, ist klar: Bis es wieder so aussieht wie vor der Flut, brauchen wir v. a. eins: SPENDEN, SPENDEN, SPENDEN!

Betroffene brauchen jetzt (Geld)Spenden

In den ehemals überschwemmten Privat- und Gewerberäumen laufen die Renovierungen auf Hochtouren. Da muss der Putz heruntergehauen und Wände getrocknet werden. Oftmals ist noch viele Monate nicht an “normales” Wohnen oder Geschäftsleben zu denken.

Dieser von mir selbstgefertigte Scherenschnitt von der Passauer Skyline versteigere ich auf ebay für die Hochwasseropfer.

Ich selbst war als “Fluthelferin” im Einsatz (wie ich hier berichte) und habe hier gebloggt, wie das Leben mit und an drei Flüssen in Passau ist. Aber jetzt brauchen die Betroffenen in erster Linie Gelder, um ihre geschädigten Häuser und Wohnungen zu renovieren bzw. wieder bewohnbar zu machen.

Scherenschnitt “Made in Passau” passt zu jeder Inneneinrichtung

Um meinen persönlichen Spendenbeitrag als Promotionsstudentin etwas steigern zu können, habe ich mir überlegt, einen von mir selbstgefertigten Scherenschnitt der Passauer Skyline auf Ebay anzubieten. Der Erlös geht an Hochwasseropfer in Passau. Hier geht’s direkt zur Ebay-Auktion.

Der Scherenschnitt ist ein traditionelles Kunsthandwerk. Wie der Name schon sagt: Das Motiv habe ich mit einer (Nagel)schere aus Papier geschnitten. Ich habe mich für das “klassische” schwarz des Scherenschnittpapiers entschieden und einem schlichten silbernen Rahmen – so passt das 10×15 große Bild wirklich zu jedem Einrichtungsstil.

Also quasi ein “einmalige” Chance ein schönes Passau-Bild “Made in Passau” zu ersteigern ;)

***Eine BITTE: Wer meinen Scherenschnitt selbst nicht steigern möchte, dann bitte fleißig im Social Web teilen – Danke***

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