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Aus dem Archiv: Christkind vs. Weihnachtsmann – wer ist der „richtige“ Gabenbringer an Weihnachten?

11 Dez

Für meine Leser habe ich mal wieder im persönlichen Archiv gekramt. Gefunden habe ich einen Beitrag für ein Passauer Studentenmagazin aus dem Jahr 2008. Als Christkind verkleidet habe ich damals mit einem Weihnachtsmann Passanten befragt, an welchen Gabenbringer sie glauben.

Hach, das waren noch Zeiten! Als Studentin weit vor Weihnachten (man bedenke den Redaktionsschluss für ein Magazin aus Papier) einfach mal als Christkind über den Campus zu laufen. Und dann wurde das Ergebnis auch noch gedruckt. So richtig mit mir auf dem Cover (übrigens vor der PaWo mein erstes) auf Papier.

Auf den letzten Seiten des Magazins habe ich mit der Geschichte des Christkinds bzw. Weihnachtsmannes auseinandergesetzt: Und mit diesem Wissen kann man garantiert „alle Jahre wieder“ unterm Christbaum prahlen!

Wer den Text lieber bebildert im retro-Layout liest, für den gibt es den Artikel Christkind vs Weihnachtsmann hier als PDF zum Download. Alle anderen bilden sich bitte hier weiter:

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Kaum eine Frage spaltet unser Land in diesen Tagen vor Weihnachten stärker — gehört man nun zur Christkind— oder doch zur Weihnachtsmann“fraktion“. Das scheint auf den ersten eine Frage der Konfession zu sein: Denn in den traditionell eher katholisch geprägten Gefilden West- und Süddeutschlands, aber auch im angrenzenden Österreich und der Schweiz bringt das goldblondgelockte Christkind die Weihnachtsgeschenke. Im restlichen, zumeist evangelischen Teil der Republik ist dieser Dienst dem zipfelmützigen Weihnachtsmann vorbehalten.

Doch ganz so einfach ist es nicht! Denn das Christkind, das heute den Kindern heimlich die Gaben unter den Weihnachtsbaum legt, ist eine Erfindung des Reformators Martin Luther (1483-1546) und somit eigentlich alles andere als „katholisch“! Die Bescherung am Geburtstag Jesu war im Mittelalter aber noch nicht üblich: Die Kinder beschenkte man am Nikolaustag, dem 6. Dezember oder am Tag der unschuldigen Kinder (28. Dezember).

Martin Luther jedoch lehnte die Heiligenverehrung ab und somit konnte schlecht ausgerechnet ein Heiliger, der hl. Bischof aus Myra, den Kleinen Geschenke bringen.

Verzichten wollte er aber auf den lieb gewonnen Brauch des Beschenken auch nicht mehr. Denn wahrscheinlich wusste Luther als sechsfacher Vater nur zu gut, was Kinderaugen zum Glänzen bringt. So sollte fortan (ab etwa 1535) der „heilige Christ“ höchstpersönlich die Kinder beschenken.

Weil die Gläubigen sich aber noch zu Beginn der Neuzeit sehr bildhafte Vorstellungen machten, wurde aus dem ,,heiligen Christ“ allmählich die Kunstfigur des lieben Christkinds. Dieses stellt also nicht das Christuskind in der Krippe dar, wie es der Name vermuten lässt. Vielmehr schufen die Menschen eine neue Figur, die den engelhaft gekleideten Mädchen entsprach, die weihnachtlichen Umzügen mit offenen Haaren vorangingen.

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Zur Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert mischte sich zum Aspekt der evangelischen Kritik an der Heiligenverehrung erstmals die Vorstellung von einem Weihnachtsmann. Ob er nun Père Noël, Sinterklaas oder Santa Claus heißt, auf der ganzen Welt wissen die Kinder wie er aussieht: Pausbäckig mit rosigen Wangen und einem langen weißen Bart. Der rote Mantel darf dabei ebenso wenig fehlen wie die Zipfelmütze, die der Weihnachtsmann im Unterschied zum mitratragenden Bischof aus Kleinasien auf dem Kopf hat. Warum sein pelzbesetzter Mantel ausgerechnet rot ist? Vielleicht ist das noch ein Anklang an den Bischofsmantel des hl. Nikolaus. Doch im Grunde braucht man sich nur eine Coca-Cola-Dose anzusehen – denn dem US-Konzern ist es gelungen, das Bild vom Weihnachtsmann entscheidend zu prägen und in ihn Firmenfarben zu kleiden. Ist der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen also nichts anderes als ein besonders effektiver Marketinggag? Mit dem mildtätigen Bischof Nikolaus, der ein Heiliger und Schutzpatron der Kinder ist, hat die Märchenfigur auf dem Rentierschlitten jedenfalls nichts gemein!

„Äpfel, Nuss und Mandelkern essen fromme Kinder gern“ und recht viel üppiger darf man sich die Geschenke einst zur Weihnachtszeit auch nicht vorstellen. Schenken war damals noch stärker eine Sympathieerklärung und nicht wie in unseren Tagen ein exklusiver Warenaustausch. Erst um l800 hatte bei den Katholiken Weihnachtsmann bzw. Christkind allmählich den Nikolaus als Gabenbringer abgelöst. Doch schon damals scheint der männliche Geschenkebringer populärer als das Christkind gewesen zu sein. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Dichter des Deutschland-Liedes, Hoffmann von Fallersleben, mit seinem Gedicht,,Morgen kommt der Weihnachts- mann“, das er um 1835 verfasste.

Ihre „Wirkungsstätten“ haben die beiden Gabenbringer im Laufe der Zeit getauscht – heute bringt der Weihnachtsmann vornehmlich im Norden die Geschenke, während dies im katholischen Süden das ursprünglich „lutherische“ Christkind übernimmt. Dass in unseren Tagen der einst evangelische Brauch hauptsächlich im katholischen Bayern praktiziert wird, verdankt er vielleicht dem traditionsreichen „Christkindlesmarkt“ der Stadt Nürnberg, wohl der evangelischte Flecken Bayerns.

Doch auch in den südlichen Gefilden wird das Christkind immer mehr von seinen männlichen Kollegen verdrängt – ob das nun an dem so oft kritisierten US-amerikanischen Einfluss oder der besseren Vermarktbarkeit des Weihnachtsmannes liegt. Wir wissen es nicht. Aber ist denn die männliche oder weibliche Gestalt des Gabenbringers überhaupt entscheidend? Letzten Endes sind doch beide ,,nur“ Kunstfiguren, die zwar auf eine bestimmte Tradition zurückblicken können, jedoch nicht den eigentlichen, kommerzfrei-religiösen Sinn der Weihnacht verkörpern!

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Frohe Weihnachten 2014

23 Dez

Weihnachtskarte_Teresaohneh20142Ein Jahr neigt sich dem Ende, das gibt Anlass zurückzuschauen:
Einige Impressionen aus dem Jahr 2014 zieren daher Weihnachtskugeln auf meiner Weihnachtskarte.

Diese stehen exemplarisch für Blogposts oder Ereignisse aus dem Jahr 2014, die mich besonders bewegt haben und die ich daher nochmals kurz darstellen möchte (von links nach rechts):

  • Es war mir eine besondere Ehre, den frisch gewählten Stadtrat von Augsburg, Benedikta Lika, interviewen zu dürfen – ich hoffe, dass ich ihn künftig noch etwas mehr bei seinem wichtigen Anliegen, der Inklusion, unterstützen kann.
  • Besonders freut mich auch die Kooperation mit der Lichtbox. In diesem Jahr habe ich einen neuen Header gebastelt – das war so nur möglich, weil ich die Foto-Daten hierfür zur Verfügung gestellt bekommen habe.
    Vielen Dank nochmals an Helmut Weishäupl von der Lichtbox in Passau! Wie ihr bei diesen Bildern seht, wer wirklich gute Aufnahmen braucht, der ist dort an der richtigen Adresse.
  • 2014 war ein besonderes Zentenarium: 100 Jahre Erster Weltkrieg. Nachdem ich mich akademisch vielfältig mit diesem Thema beschäftigt habe (so durfte ich u. a. beim Bayernbund einen Vortrag dazu halten), war es ein echtes Erlebnis, das Auto von Sarajevo in Wien besichtigen zu können. Mit dem CdAS waren wir auf Spurensuche, hier entstand auch der Blogpost über die Ur-Enkelin des ermordeten Thronfolgers.
  • Ein weiteres Highlight war für mich auch der StipendiatenCup in Nürnberg, da ich mich dort erstmals als Sportfotografin versuchen konnte.
  • Einen zentralen Platz im zurückliegenden Jahr nahm wieder „meine“ Stiftung ein. Nachdem ich im Frühjahr als Promotionsstipendiatin in den Vorstand von „docnet“ gewählt wurde, organisierten wir vielfältige Aktivitäten für die Doktoranden der HSS. Ganz besonders am Herzen lagen mir dabei die insges. vier Bastelabende für das BR-Projekt „Sternstunden“, bei dem u. a. Basetta-Sterne gefaltet wurden.

Als „Weihnacht-Junkie“ habe ich einige Posts zum Thema „Weihnachten“, diese sind:

Christkindlesmarkt Nürnberg: Wirklich nur mehr was für Japaner? Der ultimative Check

10 Dez

Heute muss ich eine Lanze für den Nürnberger Christkindlesmarkt brechen. Überall höre ich: „Da brauchst nicht hingehen, da sind nur mehr Japaner“ „Die echten Nürnberger gehen da nicht mehr hin.“

Nicht Christkindlmarkt, sondern fränkisch Christkindlesmarkt

Nicht Christkindlmarkt, sondern fränkisch Christkindlesmarkt

Und auch ich war etwas skeptisch, war ich doch vor etwa 20(!) Jahren – ja meine Kindheit ist schon so lange her…- dort und ich hatte immer nur eine schreckliche Erinnerung: Zwetschgenmännla!

Als ich am zweiten Adventssonntag also nach Nürnberg aufbrach, lag der Christkindlesmarkt quasi auf dem Weg (nach Kloster Banz). Extra nur deswegen wäre ich wohl nicht nach Nürnberg gefahren.

So sehen Zwetschgenmännla aus - Männchen aus Zwetschgen aus Franken.

So sehen Zwetschgenmännla aus – Männchen aus Zwetschgen aus Franken.

Vom Hauptbahnhof zum Hauptmarkt sind es ein paar Gehminuten (ca. 1km), aber der wird den Touris so stimmungsvoll wie möglich bereitet. Bis zum Hauptmarkt säumen schon einige Buden und Glühweinstände den Gehweg durch die Fußgängerzone. Direkt gegenüber dem Hauptbahnhof findet sich im Handwerkerhof eine Miniaturausgabe des Chrstkindlesmarktes. Einige Touris werden diese Stände im Burg-Ambiente mit Fachwerkhaus-Ständen wohl schon für das Original gehalten haben – dem Gedränge nach zu schließen.

Käthe-Wohlfahrt kein Muss

Auf dem Christkindlesmarkt gibt es relativ viele traditionelle Waren zu kaufen - wie z. B. beleuchtete, typisch fränkische Fachwerkhäuser.

Auf dem Christkindlesmarkt gibt es relativ viele traditionelle Waren zu kaufen – wie z. B. beleuchtete, typisch fränkische Fachwerkhäuser.

Generell ist die Reise nach Nürnberg zur Adventszeit nur etwas für Leute, die sich in größeren Menschenmassen nicht unwohl fühlen. Am Hauptmarkt angekommen, beging ich gleich den ersten Kardinalsfehler: Ich betrat den Laden von Käthe Wohlfahrt. Am Eingang hielt ich die Schlange im Laden für die zur Kasse, aber das war falsch – die Schlange zog sich mit ihrem Sprachengewirr aus Deutsch, Englisch, Italienisch, Japanisch… durch den gesamten Laden. Das Sortiment: Mei, Christbaumschmuck aus Glas, Holz, Zinn – z. T. echt schöne Sachen, tolle Auswahl, aber wahrlich „Apothekenpreise“. Kann mal anschauen, dann geht man auch wieder weiter.

Über den "Dächern" des Christkindlesmarktes am Hauptmarkt in Nürnberg

Über den „Dächern“ des Christkindlesmarktes am Hauptmarkt in Nürnberg

Geheimtipp „Kinderweihnacht“

Gleich noch vor dem Käthe-Wohlfahrt-Laden geht es rechts weg zur sog. Kinderweihnacht. Ein – wie mir schien- echter Geheimtipp, wer seine „Drei im

Warum bei der Kinderweihnacht des CHRISTKINDLesmarktes Nürnberg  Weihnachtsmänner dekoriert sind? Ich kann es nicht ganz nachvollziehen...

Warum bei der Kinderweihnacht des CHRISTKINDLesmarktes Nürnberg Weihnachtsmänner dekoriert sind? Ich kann es nicht ganz nachvollziehen…

Weggla“ (also für die Norddeutschen: drei fränkische Bratwürste im Brötchen) etwas ruhiger genießen will. Für Kinder sind auch einige Mitmach-Aktionen an den Ständen – vielleicht gab es das zu meiner Kinderzeit nicht und der Christkindlesmarkt war mir deshalb in so schlechter Erinnerung? Warum allerdings bei der Kinderweihnacht des CHRISTKINDLESmarktes Weihnachtsmänner dekoriert sind, das muss ich wohl nicht verstehen… Wo doch eigentlich schon bei der Eröffnung das Christkind mit wallenden blonden Haaren wie ein Rauschgoldengel im Mittelpunkt steht.

Jetzt kommen wir endlich zum sog. Hauptmarkt, wo er stattfindet: DER Christkindlesmarkt aller Christkindelmärkte! (Wer es für einen Tippfehler gehalten hat: Es heißt wirklich fränk. Christkindlesmarkt und nicht bayer. Christkindlmarkt!)

Wie auf allen Christkindl-/ oder Weihnachtsmärkten, es gibt natürlich auch in Nürnberg eine Menge zu essen (hauptsächlich fränk. Bratwürste im Weggla) & trinken (natürlich Glühwein). Hinzu kommen in Nürnberg natürlich traditionell Lebkuchen!

Spartipp: Bruch bei Lebkuchen Schmidt

Hier ein kleiner Tipp: Man muss nicht die teuren Lebkuchen am Markt kaufen, sondern geht bequem zu Lebkuchen Schmidt, der seinen Laden praktischerweise gleich am Hauptmarkt hat. Dort gibt es sog. „Bruch“ zu kaufen, der jedoch nicht wirklich stark lädiert ist, aber nur ein Bruchteil (hihi) der „normalen“ Lebkuchen kostet.

Billiger als auf dem Christkindlmarkt gibt es echte Nürnberger Lebkuchen bei Lebkuchen Schmidt am Hauptmarkt - hier mit "maskierten" Besuchern davor.

Billiger als auf dem Christkindlmarkt gibt es echte Nürnberger Lebkuchen bei Lebkuchen Schmidt am Hauptmarkt – hier mit „maskierten“ Besuchern davor.

Aber auch noch kurz ein Wort zu den anderen Ständen: Diese haben mich wirklich überrascht. Natürlich habe ich auch meine „verhassten“ Zwetschgenmännla gesehen, aber die gehören doch quasi irgendwie dazu. Und natürlich gab es auch den überteuerten China-Schrott zu kaufen, wie es in auf so vielen Weihnachtsmärkten gibt.

Aber insgesamt finden sich auf dem Christkindlesmarkt auch viele traditionelle Waren: Rauschgoldengel, nostalgischer Weihnachtsschmuck aus Papier, beleuchtete Fachwerkhäuser… Und einen ganz besonderen Stand: Den „Sternstunden“-Stand.

Den Stand von "Sternstunden" musste ich besuchen - standesgemäß mit Sternen-Mütze. Seit einigen Jahren bastel ich für das BR-Projekt.

Den Stand von „Sternstunden“ musste ich besuchen – standesgemäß mit Sternen-Mütze. Seit einigen Jahren bastel ich für das BR-Projekt.

Mit einigen Mitstipendiaten hatte ich für dieses BR-Projekt gebastelt. Logisch, dass ich diesen Stand einmal sehen wollte, an dem gebastelte Sterne gegen eine Spende für den guten Zweck erworben werden können.

Fazit: Im Grunde sind alle Weihnachtsmärkte gleich. Man wird durch Menschenmassen geschoben, es gibt viel zu essen und trinken. Aber den Nürnberger Christkindlesmarkt sollte man als Weihnachts-„Junkie“ (wie ich einer bin) unbedingt mal gesehen haben. Ähnlich vielleicht wie Karnevalisten gern einmal in Köln mitfeiern möchten. Und irgendwie hinkt der Vergleich auch gar nicht so sehr. Von „stader“ Zeit jedenfalls ist dieser Rummel allerorts weit entfernt, Menschen verkleiden sich neuerdings auch hier. Die Japaner, die unbestritten in großen Scharen nach Nürnberg kommen, gehören einfach dazu.

Vielleicht sollte ich mir doch so ein Zwetschgenmännla zulegen..

Vielleicht sollte ich mir doch so ein Zwetschgenmännla zulegen..

Eine Japanerin biss genüsslich in ihre Bratwurst. Sie trug einen Pulli mit Schneemann-Kapuze. Ich konnte sie nicht fragen, ob sie glaubt, man müsse sich in Deutschland auch im Advent verkleiden, denn plötzlich standen mir glühweintrunkene Deutsche mit roten Zipfelmützen und Elchgeweihen am Kopf im Weg.

Das alles ist Teil der lustigen Selbstinszenierung. Denn Nürnberg und die Nürnberger wissen sehr wohl um ihre Marktwert (nicht nur) in der Weihnachtszeit und inszenieren diesen gekonnt. Und gerade weil diese Inszenierung so international stattfindet, wollte ich bayernintern die Lanze für den Christkindlesmarkt brechen.

Selbstgemachter Adventskranz „to go“

20 Nov

Nur noch einige Tage und wir haben schon wieder den ersten Advent. Habt ihr euch schon Gedanken über euren Adventskranz gemacht?

Die (Vor)weihnachtszeit ist die Zeit der Geschenke. Und was erfreut das eigene Herz und das Herz des Beschenkten besser, als etwas selbstgebasteltes, weil diese Kleinigkeiten eben ganz persönlich sind und von Herzen kommen.

Adventskranz to go

Vier Teelichter mit Washi Tapes und den Ziffern 1 bis 4 verzieren und fertig ist der „Adventskranz to go“.

Eine solche gebastelte Kleinigkeit ist mein „Adventskranz to go“. So ein Mini-Adventskranz ist das ideale Mitbringsel für die liebe Kollegin im Nachbarbüro oder den Junggesellen, der keinen Adventskranz im herkömmlichen Sinne in seiner Bude hat. Oder vielleicht wollt auch ihr selbst auf einen traditionellen Adventskranz aus Tannengrün verzichten.

Mein „Adventskranz to got“ ist jedenfalls ratzfatz fertig, alles was ihr für die „Basic-Variante“ benötigt sind:

  • 4 Teelichter
  • Washi Tapes
  • Lackmaler in der Farbe eurer Wahl
  • Klarsichtfolie oder Tütchen zum Verpacken
  • Geschenkanhänger zum Verzieren

Sog. Washi Tapes (auch Masking Tapes genannt) sind gerade bei einigen Discountern (ALDI Süd, LIDL) im Angebot, es gibt sie aber auch in großer Auswahl z. B. hier auf Amazon. Es handelt sich hierbei um bedruckte Papierklebebänder, die man zum Basteln verwenden kann und ursprünglich aus Japan kommen.

Teelicht mit Washi Tape

Das Washi Tape einfach auf die „Schale“ der Teelichter aufkleben.

Ähnlich wie einen Tesafilm lassen sich dies Washi Tapes auf die „Schale“ der Teelichter anbringen. Wer verschiedene Design-Varianten der Tapes besitzt (und das ist ja meist bei den Bastelfeen der Fall), der kann jede Adventskerze/ jedes Teelicht mit einem anderen Muster verzieren.

Danach werden noch mit den Lackmalern die Zahlen eins bis vier für die einzelnen vier Adventssonntage auf die verzierten Teelichter geschrieben. Hier habe ich mich für die klassischen Farben gold und silber entschieden. Jetzt seid ihr im Prinzip auch schon fertig.

Ich habe den „Adventskranz to go“ ganz einfach in Klarsichtfolie verpackt und mittels eines Stempels ein farbiges Notizblockpapier verziert, das ich gelocht und an die Teelichter gebunden habe.

Je nach Fantasie, Bastelfertigkeiten und Zeitbudget könnt ihr die „Basic-Variante“ natürlich auch noch etwas aufpeppen – hierzu noch einige Ideen von mir:

  • Man kann natürlich auch nur ein Washi-Tape-Design für den „Adventskranz to go“ wählen und bspw. nur für den sog. Gaudete-Sonntag, den dritten Advent, eine andere Variante. Dieses dritte Teelicht könnte dann auch ein Duft-Teelicht oder eines aus Bienenwachs sein.
  • Man könnte auch den Teelichter noch eine Zündholzschachtel hinzufügen, die ihr natürlich auch noch mit bspw. Washi Tapes verzieren könnt.
  • Ihr könnt natürlich auch noch z. B. einen  selbstgebastelten Stern an das Päckchen hängen.
  • Ihr könntet auch eine kleine Box in Origami-Technik für die Teelichter basteln.

Sicher habt ihr noch viele eigene Ideen zum „Adventskranz to go“! Ich würde mich daher freuen, wenn ihr diese einfach als Kommentar unter meinem Blogpost hinterlasst und auch noch bei meinem älteren Beitrag über Adventskränze vorbeiklickt 😉

Viel Spaß beim Nachbasteln, kreative Ideen und natürlich eine schöne Adventszeit

wünscht euch Teresa ohne h

Weihnachts-Grußkarte in Christbaum-Kugel-Design basteln

17 Mai

Ja, ist denn schon wieder Weihnachten!? Nein, aber da mich gerade eine Frühjahrs-Grippe ans Bett fesselt und Weihnachten ohnehin immer so plötzlich kommt… Warum nicht schon im Mai Grußkarten vorbasteln für Weihnachten?

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Für meine Grußkarte braucht ihr nicht viel:
Quadratisches Papier (in der Farbe eurer Wahl) für die Schleife,
farbiges Papier (z. B. Weihnachtsgeschenk-Papier) für die „Christbaum-Kugel“,
eine Gußkarte
Kleber.
Schritt 1 Die 3D-Schleife in Origami-Technik falten. Eine gute Anleitung habe ich hier gefunden. Origami fasziniert mich seit Weihnachten 2013 – Bascetta-Sterne haben mich „infiziert“. Ich bin also schon etwas geübt, aber im zweiten oder dritten Anlauf kriegt auch ihr die Schleife hin.
Schritt 2 Je nach Geschmack eine, zwei oder auch mehrere kleiner werdende Kreise ausschneiden. Bei meiner „Muster“-Variante habe ich mich für zwei Kreise entschieden – der eine ist aus Geschenkpapier, der andere aus demselben Papier wie die Schleife. Diesen kleineren uni-farbenen Kreis habe ich auch noch bestempelt, aber das kann man sich auch sparen.
Schritt 3 Jetzt müssen die Teile nur noch zusammengeklebt werden. Auf die Origami-Schleife habe ich noch ein Glitzersteinchen geklebt. Wer das nicht hat, kann das natürlich auch weglassen. Die Kreise könnte man auch mit 3D-Klebeband auf der Grußkarte anbringen, aber das hab ich nicht zur Hand. Wer das hat und mag, kann „Frohe Weihnachten“-Aufkleber anbringen oder mit Schönschrift unter die Weihnachtskugel schreiben. Mir persönlich gefällt meine Variante ganz gut, Weihnachtskarten sind ja sonst recht überladen.
Schritt 4 Die Karte muss natürlich noch beschrieben werden 😉 Wer möchte, dass Karte und Umschlag zusammenpassen, kann auf den Umschlag Papier kleben, das beim Kreise ausschneiden übrig blieb. Ich finde, das sieht nicht nur super aus, sondern ist auch eine ideale Resteverwertung.
Fazit Ich ertappe mich dabei, immer weniger „echte“ Post zu verschicken. Oft greife ich auf die schnelle und persönliche Variante „E-Mail“ zurück. Doch an Weihnachten greife ich gern zu Füller und Grußkarte. Ich finde, meine hier gezeigte Variante ist eine praktikable Bastelvariante – denn länger als ca. eine halbe Stunde, wie hier, kann und möchte ich nicht in die Herstellung einer Grußkarte investieren.

Zu Epiphanie: Weg mit dem Christbaum?

6 Jan
Kommen die Hl. Drei Könige - geht der Christbaum.

Kommen die Hl. Drei Könige – geht der Christbaum.

Traditionell wird bei uns zu Hause der Christbaum zu Epiphanie (6. Januar), dem Dreikönigstag, abgeräumt. Damit stehen wir eher in evangelischer Tradition, denn bei den Katholiken steht der Christbaum eigentlich traditionell bis Lichtmess (2. Februar) – zumindest früher war das so. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kenne ich kaum jemanden, der das noch durchzieht.


Doch so schön der Christbaum jedes Jahr ist, wenn er am Vorabend des Hl. Abends in unser Wohnzimmer kommt, spätestens an Silvester beginnt er seine Nadeln zu verlieren und dann ist es auch wieder schön, wenn wir ihn abräumen…
In unser Wohnzimmer kommt uns nur eine Nordmanntanne aus heimischen Gefilden. Es sind prächtige und gut duftende Bäumchen. Eigentlich schade, wenn sie nur einen kurzen „glänzenden“ Auftritt in den Wohnzimmern haben.
Gnadenfrist bis Lichtmess

Aus dem Garten meiner Großeltern: Christbaum 2012 vor der Vilshofener Stadtpfarrkirche.

Aus dem Garten meiner Großeltern: Christbaum 2012 vor der Vilshofener Stadtpfarrkirche.

Aber einige Tannenbäume haben Weihnachten ihren letzten großen Auftritt. Viele Jahre habe ich irgendwie die Spender von den Christbäumen in und um die Kirchen bewundert. Dieses Jahr gehörten auch meine Großeltern zu diesem Kreis. Der Tannenbaum in ihrem Garten war viel zu groß geworden. Ihn einfach abzuholzen dafür war er viel zu schade. Und so freuten wir uns in der Familie, dass er seinen letzten glänzenden Auftritt vor der Vilshofener Stadtpfarrkirche haben durfte.
Und weil die Kirche katholisch ist, hat er sogar noch eine Gnadenfrist bis Lichtmess 😉 Diese Art von „Recycling“ von zu groß gewordenen Tannenbäumen finde ich eine schöne und clever Idee von Kommunen und Kirchen!

Meine persönliche Top-5 der Weihnachtslieder

12 Dez

Keine Zeit ist so sehr von Musik geprägt wie das Weihnachtsfest. Und diese Musik ist besinnlich, die Texte bedeutungsvoll. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich Weihnachtslieder auch kurz im Hochsommer höre. Es sind dann v. a. klassische Stücke wie etwa das Weihnachtoratorium von Bach. Ich denke mir dann immer, dass die Musik viel zu schade ist, dass sie nur rund 5 Wochen im Jahr „Hochkonjunktur“ hat.
Kurz vorm ersten Adventswochenende geht es wieder los in den Medien mit den beliebten Umfragen zur Weihnachtsmusik: „Haben dieses Jahr schon „Last Christmas“ im Radio gehört?“ „“Last Christmas“ – ein „Muss-“ oder „Hasslied“ für Sie?“
Ich persönlich könnten auf „Last Christmas“ getrost verzichten, aber da Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, können auch meine persönlichen „Top 5“ der Weihnachtsmusik nicht gefallen – aber eins verspreche ich, sie sind breitgefächert!

Platz 5
Starten wir „klassisch“: Das „Transeamus“ gehört für mich zu Weihnachten im wahrsten Sinne des Wortes wie die Krippe. Das Lied stammt aus Schlesien und zumindest Teile davon wurden vom Breslauer Domkapellmeister Schnabel komponiert. Der Text ist ausschließlich in lat. gehalten, das Arrangement ist schlicht, aber drückt dennoch auf beeindruckende Weise aus, um was es an Weihnachten geht, aber hört selbst:

Platz 4
Meine Top 4 ist ganz anders… Günther Jauch hat Melanie Thortons Lied vor einigen Tagen im TV eine „Weihnachtshymne“ genannt. Bekannt ist „Wonderful Dream“ v. a. aus dem Coca-Cola-Werbespot mit den beleuchteten Trucks. Wohl aus dieser Assoziation heraus, habe ich Hackes Neger Wumbaba Hackes Neger Wumbaba „Konkurrenz“ gemacht, weil ich anstatt „Holidays are coming“ lange „always Coca Cola“ verstanden habe. Aber hört selbst:

Thorton kam bei einem Flugzeugabsturz 2001 ums Leben. Kurz vor ihrem Tod sagte sie: „Wir wissen alle nicht, ob wir morgen noch erleben. Also sollten wir unseren Traum jetzt leben.“
Wunderschön wie diese Hymne diese Lebenslust auch über 10 Jahre nach dem Tod der Künstlerin versprüht! „Love and peace for everyone!“

Platz 3
In die Top 3 hat es das Lied „Freu dich Erd und Sternenzelt“ geschafft. Es gefällt mir des Textes wegen. In der 4. Strophe heißt es:
„Er, das menschenword’ne Wort, Hallelujah.
Jesus Christus, unser Hort, Hallelujah.
Uns zum Heil erkoren,
Ward er heut geboren,
Heute uns geboren.“

In meinem ersten Semester des Studiums der kath. Theologie wurde mir die tiefe Bedeutung dieser schlichten Zeilen bewusst:. „Das Wort ist Fleisch geworden“, die Menschwerdung Christi steht Weihnachten im Zentrum – sie war kein Zufall. Welch ein Wunder, dass die alten Prophezeiungen sich erfüllt haben!

Platz 2
Mein „2.-Lieblings-Weihnachtslied“ erinnert mich an meine Schulzeit. Musik war eines meiner Lieblingsfächer, auch weil wir so gute Musiklehrer hatten. Einer von ihnen sang mit uns in der 6. Klasse (ja, an die Stufe kann ich mich noch genau erinnern) den „Little Drummer Boy“. Bekannt ist das Lied v. a. in der Version von Bing Crosby & David Bowie.
Aber meine Musiklehrer, der so eine wunderbare tiefe Singstimme hatte, hat das Lied fast noch einen Ticken schöner gesungen. Auch hier ist es nicht die Melodie, die mich so reizt, sondern der Text. Der kleiner Trommler hat nichts was er dem Jesuskind bringen könnte – die Botschaft ist klar: Es geht Christus nicht darum was du hast, du musst nur dich ihm schenken!
Auf Youtube habe ich folgende Version des Liedes gefunden – die Trommler faszinieren mich:

Platz 1
Ganz oben auf meinen X-Mas-Charts steht „War is over“ von John Lennon & Yoko Ono.
Ich denke, ich muss nicht mehr Worte verlieren, die Musik und der Text sprechen für sich: „War is over, if you want it“. Warum können sich nicht z. B. Palästinenser und Israelis einfach die Hände reichen?

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, eine lebensbejahende, friedliche Weimhnachtszeit! Wenn jeder Einzelne verinnerlichen würde, dass der der Friede von uns selbst ausgehen muss, jeder Einzelne ihn nur wollen muss, dann könnte wahrlich „Friede auf Erde“ herrschen!