Tag Archives: Bayerischer Rundfunk

#IceBucketChallenge – mein Kommentar und Nominierungseinsatz

31 Aug

Die #IceBucketChallenge unserer Tage erinnert mich etwas an den Sportunterricht meiner Schulzeit. Es war ein bisschen ein Zeichen von Beliebtheit, in welcher Reihenfolge man in die Völkerball-Mannschaft gewählt wurde. Ich habe mich gerne auf der Bank besonders klein gemacht, um möglichst spät (am liebsten wär mir gewesen gar nicht) in die Mannschaft gewählt zu werden. Der Zeitpunkt der Nominierung bei der #IceBucketChallenge ist auch irgendwie ein Indikator für die Beliebtheit/ Vernetztheit der nominierten Person. Ich wurde bspw. zeitgleich mit dem CSU-General Andi Scheuer nominiert. Und ich dachte, ich hätte schon lange auf der Bank sitzen dürfen… Bei der #IceBucketChallenge habe ich mich nämlich – entgegen meiner sonstigen Gewohnheit – wie einst im Sportunterricht äußerst zurückgehalten, keine (oder kaum dumme Kommentare) meinerseits. Und jetzt hat’s mich doch erwischt! Ich „danke“ meinem Twitterfreund Marko Preuß (@papapreuss) aus Berlin für die Nominierung. Ich mach mich auch als Bayer nicht zum „Vollhorst“

Als Bayerin mache ich mich ungern zum "Vollhorst", sondern bastel lieber für das BR-Projekt Sternstunden. Für einen Stern brauche ich bis zu einer Stunde, je nach Modell.

Als Bayerin mache ich mich ungern zum „Vollhorst“, sondern bastel lieber für das BR-Projekt Sternstunden. Für einen Stern brauche ich bis zu einer Stunde, je nach Modell.

Doch auch wenn ich aus Bayern bin, ich mache mich an dieser Stelle NICHT zum „Vollhorst“ und kippe mir keinen Eimer mit Eiswasser über den Kopf… Ich habe mich schon über genug Videos selber lustig gemacht. (Mein persönliches Highlight ist der Sprung in den Pool einer Lokalpolitikerin mit einem Hermès-Gürtel.) Und auch sonst habe ich es nicht nötig, mich besonders pseudo-originell vor einer Kamera zu produzieren. Wer mich kennt weiß, ich brauch keine Kamera dazu 😉 Es gibt leider eine Meeeeenge unerforschter Krankheiten. ALS ist nur eine davon. Doch ist die #IceBucketChallenge wirklich dazu geeignet, auf diese Krankheit nachhaltig aufmerksam zu machen? Passauer Prof initiiert ALS-Seite auf FB Ein hochgeschätzer Ex-Prof von mir, Prof. Dirk Heckmann, hat eine Facebook-Seite („Help ALS Anywhere – Like & Share“) initiiert, die nachhaltig auf ALS aufmerksam machen soll. Eine ganz, ganz wunderbare Idee, diesen Hype zu nutzen! Das Interesse? Ganze 34 Likes (inkl. dem Like des Initiators). Fazit: Die Menschen wollen einfach nur sehen, wie sich ihre Social-Media-Freunde nass machen. q. e. d. Mein Nominierungseinsatz Soweit mein Kommentar/ Wort zum Sonntag zur #IceBucketChallenge, jetzt zu meinem Nominierungseinsatz: Ich lasse mir ungern vorschreiben, wem ich etwas spenden soll – setze mich aber gerne für den guten Zweck ein… Aber auf allen Hochzeiten kann man auch charitymäßig nicht tanzen!

Beim ersten von vier geplanten Bastelnachmittagen für Sternstunden entstanden elf sog. Bascetta-Sterne.

Beim ersten von vier geplanten Bastelnachmittagen für Sternstunden entstanden elf sog. Bascetta-Sterne.

Im Moment organisiere ich (in Kooperation mit dem Club der Altstipendiaten meiner Stiftung – kurz: CdAS) Bastelnachmittage für Sternstunden. Für das Projekt des Bayerischen Rundfunks mit dem „kranke, behinderte und in Not geratene Kinder – in Bayern, in Deutschland und weltweit“ Unterstützung erfahren, werden die selbstgebastelten Sterne auf dem Nürnberg Christkindlesmarkt verkauft. Ich habe bereits im vergangenen Jahr mit Mitstipendiaten für das Projekt gebastelt und das Bastelmaterial selbst bezahlt. Dieses Jahr konnte ich den CdAS als Sponsor für das Bastelmaterial gewinnen. Pro Like für meinen Beitrag an der Pinnwand der Seite von Prof. Heckmann, bastle ich einen Stern für Sternstunden (mit meinem persönlichen Bastelmaterial). Zeitaufwand pro Sterne, je nach Modell, zwischen 10 Minuten bis zu einer Stunde. Nominieren möchte ich niemanden für die #IceBucketChallenge, weil ich hoffe, dass jeder ein persönliches Charity-Projekt hat, das er auch ohne pseudo-witzige Videos unterstützt. Vielleicht wollt ihr dazu ja die ALS-Seite von Prof. Heckmann liken! ***Update*** Meinen Like-Countdown (1 Like = 1 Stern) habe ich am 9. Sept. um 22.22h geschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren es 12 Likes für den Beitrag an meiner Pinnwand, plus 2 Likes auf der Seite von Prof. Dirk Heckmann „Help ALS Anywhere – Like & Share“ (wo die Likes eigentlich gemacht werden sollten, aber ich zähl natürlich alle ;)) Das macht nach Adam Riese 15 Sterne, die ich „extra“ für Sternstunden basteln wollte. Und was soll ich sagen – die vergangenen TV-Abende waren sehr produktiv, hier der ultimative Bildbeweis (vom 16. Sept.):

Meine persönliche #IceBucketChallenge habe ich erfüllt: 15 Sterne ( 1 Like = 1 Stern) für Sternstunden.

Meine persönliche #IceBucketChallenge habe ich erfüllt: 15 Sterne ( 1 Like = 1 Stern) für Sternstunden.

Wie ich mich kenne, werden es aber bis zur Abgabe der Sterne beim BR noch ein paar zusätzliche Exemplare 😉

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Social Media als Feedback für Öffentlich-Rechtliche: ZDF verschenkt Chance

5 Apr

Mein gestriger Blogbeitrag über das Verhalten des ZDF-Mitarbeiters Michael Umlandt hat eine große Welle der Diskussion ausgelöst.

Viele haben mir via Facebook, Twitter, whatsapp und Co geschrieben und in persönlichen Gesprächen gesagt, ich solle sie über die aktuelle Entwicklung am Laufenden halten: Da muss ich meine Freunde/ Follower enttäuschen – das ZDF hat bis dato nicht reagiert. (Wie auch, wenn wohl hinter dem ZDF-Twitter-Account der „Social-Media-Monkey“ sitzt? ;)). Also eigentlich nichts Neues.

ZDF trotz „Fehlern“ qualitativ wertvoll

Eigentlich, denn wer schweigt, gesteht seine Schuld ein. Eigentlich. Aber „Schuld“ das sind zu große, schwerwiegende Worte. Besinnen wir uns auf das Wesentliche: Es ging um Kritik am Programm des ZDFs. Und ich muss sagen, dass ich bis dato Öffentlich-Rechtliche neben all ihren „Fehlern“ sehr gern geschaut habe. (An dieser Stelle mal ein kleiner Werbeblock für den Bayerischen Rundfunk, müsste ich mich für ein Fernsehprogramm entscheiden, ich würde euch wählen! Denn ältere wie jüngere Zuseher kommen bei eurem breitgefächerten Programm gleichermaßen auf ihre Kosten. Aber das vielleicht mal in einem extra Post ;))

„Und dafür zahle ich GEZ?“

Zeitgleich zu meinem Blogpost machte gestern der Post „Und dafür zahle ich GEZ?“ die Runde. Er bringt meiner Meinung das Dilemma der Öffentlich-Rechtlichen gut auf den Punkt. Denn auch wenn das ZDF meint, sich mit Oli Pocher, Cindy aus Marzahn und wie sie alle heißen mögen, „verjüngen“, „verhippen“ oder was auch immer zu müssen – allein das ZDF bietet natürlich mehr Qualität als alle privaten Sender zusammen!

Über Geschmack lässt sich freilich streiten. So empören sich viele darüber, für meine Lieblingssoap Lindenstraße zahlen zu müssen 😉 (Nebenbei – die sind in Sachen Social Media aber vorbildlich)

Daher an dieser Stelle meine Fazit:

Ich finde es schade, wenn über soziale Medien kein Austausch von unterschiedlichen Meinungen stattfindet. Herr Umlandt, Souveränität ist etwas anderes! Denn was wäre besser für eine Interaktion von Zuseher und Sendern geeignet als Twitter und Co? Feedback und das sogar noch in Echtzeit – ein Traum! Gerne hätte ich natürlich mit @michaelumlandt, Oli Pocher und anderen diskutiert. Aber da man bekanntlich niemand zu seinem „Glück“ zwingen kann, sage ich: „Schwamm drüber“!

Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk hat in einer pluralistischen Gesellschaft natürlich genauso seine Daseinsberechtigung wie RTL-Humor. Bei allen, die meine (marketingtechnische überspitzte) Kritik beleidigt hat, möchte ich auf diesem Weg entschuldigen. Entschuldigen möchte ich mich jedoch nicht für meinen persönlichen Geschmack, der noch nie mit Mainstream konform ging…

EM-Zeit – Zeit für Heraldik: „Falsche“ Beflaggung beim BR

28 Jun

Die Rundschau fragt heute auf ihrem Facebook-Account mit dem Bild eines mit einer Fahne verkleidetem Autospiegel:“ Bei uns in der Redaktion haben (fast) alle ein gutes Gefühl für einen deutschen Sieg heute abend. Wie geht’s Ihnen?“

Soweit nichts ungewöhnliches… Doch wenn ich das Bild sehe, sehe ich nicht schwarz-rot-gold sondern SCHWARZ. Grund: Die deutschen Nationalfarben sind verkehrt herum. Da ich nicht genau weiß, ob das heraldisch unter Umständen auch möglich ist, schreibe ich meine Bedenken unter das Foto. Die Antwort kommt prompt: (Natürlich) ist die „falsche“ Anordnung der Nationalfarben nicht korrekt – das habe ich mir auch gedacht! (Zum Verständnis findet sich unten ein Screenshot von dem Foto).

Dass wir uns nicht falsch verstehen… Ich will niemandem dem Spaß an der EM und der damit verbundenen „Landes-Deko“ nehmen. Aber ich musste schon immer schmunzeln, wenn mir Autofahrer mit der „falschen“ Beflaggung begegnete – dass auch noch unser bayerisches Qualitätsfernsehen, der Bayerische Rundfunk, eine solche heraldische Falschheit verbreitet, das finde ich etwas befremdlich: Denn Qualitätsjournalismus, wozu u. a. eine gute Recherche gehört, hört bei mir nicht auf Facebook auf!

Gutjahr: „Es wird keine zweite Rundshow geben“

9 Jun

@teresa_ohne_h und @gutjahr lernten sich im Rahmen eines CdAS-Seminars in Wildbad Kreuth persönlich kennen.

Eine einmalige Gelegenheit, die der Club der Altstipendiaten (CdAS) der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) seinen (Alt)stipendiaten ermöglicht hat: The one and only Richard Gutjahr kam wenige Tage nach der letzten Sendung „seiner“ Rundshow nach Wildbad Kreuth.
Seine Thesen sind provozierend. Seine Rundshow war es auch! Eine „Kreuzung von Fernsehen und Internet“ sollte sie sein und das beim BR, dem bayerischen „Staatsfernsehen“.

„Das Fernsehen ist tot“
Gutjahr wirft in die Runde: „Das Fernsehen ist tot.“ Doch etwas relativiert der Journalist: „Das Fernsehen ist tot. Es lebe der Bildschirm.“
Einen sehr intensiven Einblick gibt Richard Gutjahr in das Making of seiner Rundshow. „Alles was wir in der Rundshow gesehen haben, gab es schon mal. Die App noch nicht.“ Die App zur Sendung hieß „Die Macht“ – konzipiert als Art Fernbedingung für die „Rundshow“. „Ich bin schon ein bisschen stolz auf die App“, schmunzelt Gutjahr. Simpel und wirksam, mit „Daumen hoch“, „Daumen runter“ bekam Gutjahr Echtzeit-Feedback auf seine Sendung.

Kreativer Typ mit revolutionären Ideen
Für alle Fans des revolutionären Konzepts hatte Gutjahr eine Enttäuschung parat: „Es wird keine zweite Rundshow geben!“ Aber Gutjahr wird weiter „provozieren“ und die etablierten Medien wachrütteln! Es war wirklich interessant, so einen kreativen Typen getroffen zu haben. Hoffentlich geht es weiter.

 

Richard Gutjahr war Gast im Rahmen der Fachtagung „Virtualität“ vom 8. bis 10. Juni 2012 in Wildbad Kreuth. Organisiert hatten die Tagung die Fachgruppensprecher des CdAS Prof. Dr. Thomas Schärtl und Simon Rehak.