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Audiobook Binder: Hörbücher erstellen für Apple-Geräte

24 Apr

Wie ich hier verraten habe, bin ich der Meinung, dass Hörbücher neue Literatur-Horizonte eröffnen. In öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich immer Literatur auf den Ohren – meinem Smartphone sei Dank.

Konvertierung in MP4-Format

Wer seine Hörbücher nicht herunterlädt (z. B. bei audible) muss sein Hörbuch jedoch erst für das Smartphone „vorbereiten“. Wer Hörbücher über seinen iPod oder sein iPhone abspielen möchte, muss meist eine MP3-Datei in ein MP4-Format umwandeln.

Einzelne Tracks werden ohne Unterbrechung abgespielt

Audiobook BinderAnders als bei einer Musik-CD möchte ich alle Tracks des Hörbuches hintereinander hören. Da Hörbücher meist mehrere CDs und so eine Vielzahl von Tracks umfassen, möchte ich mir nicht merken müssen bei welchem Track auf welcher CD ich stehen geblieben bin. Das mag etwas kompliziert klingen, aber die Lösung für Apple-Nutzer ist simpel, gratis und heißt – Audiobook Binder.

Ähnlich wie bei einem Buch aus Papier die einzelnen Seiten aneinander gebunden werden, kann durch diese App ein Hörbuch erstellt werden, das die einzelnen Tracks zu einem einzigen zusammenfasst.

Damit das so erzeugte Hörbuch nicht unübersichtlich wird, können einzelne Kapitel eingefügt werden. Das Abspielen Audiobook Binderdes Hörbuchs wird bei einem neuen Kapitel nicht gestoppt. Die Kapitel dienen meiner Meinung nach v. a. um sich beim Hören zu orientieren: Schlafe ich beim Hörbuch hören ein (was durchaus vorkommen soll), kann ich so leichter an die Stelle springe, die ich zuletzt aktiv wahrgenommen habe.

Der äußerst nützliche und einfach zu bedienende Audiobook Binder ist übrigens kostenlos im App-Store verfügbar! Und so wird er bedient:

Einfache Bedienung

Durch das Klicken auf das Pluszeichen können die einzelnen Tracks in das Programm geladen – ggf. durch das Minuszeichen auch wieder entfernt werden.

Kapitel hinzufügen

Audiobook BinderDie Tracks, die zu Kapiteln zusammengefügt werden sollen, müssen zunächst markiert werden –  mit cmd und j wird dann das Kapitel erstellt.

Neben dem Namen des Hörbuches und des Autors kann auch noch das Cover in den Audiobook Binder geladen werden.

Sind alle Tracks des Hörbuchs im „Hörbuch Binder“ muss man lediglich noch auf „Hörbuch erstellen“ klicken.

Die Konvertierung dauert je nach Länge des Hörbuches ein paar Minuten. Ist das Hörbuch fertig „gebunden“, findet es sich direkt in iTunes unter der Rubrik Bücher.

Fazit: Natürlich nimmt das Erzeugen eines Hörbuches einige Zeit Anspruch. Aber diese Zeit ist meiner Meinung nach gut investiert: Der Hörbuchgenuss ist so gänzlich ungetrübt – nicht nur bei der Nutzung auf mobilen Endgeräten. Auch wer Hörbücher zu Hause hört, erspart sich so das Wechseln der CDs.

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Hörbücher eröffnen neue Literatur-Horizonte

22 Apr

Ich geb’s zu: Am Anfang habe ich gedacht, Hörbücher seien absolut nichts für mich. Aber seit ich in München lebe und ein bekennender Fan von „Public reading“ bin,  habe ich in den öffentlichen Verkehrsmitteln quasi immer Literatur auf den Ohren.

Denn besser als mit dem aufgeklappten Buch in der Hand immer wieder umzusteigen – Ohrstöpsel rein, Hörbuch an und fertig.

Manche Bücher sind für’s Hören geschrieben

Dank Smartphone - immer ein Hörbuch aus der Handtasche zaubern. Das verkürzt so manche Bahn-Fahrt.

Dank Smartphone – immer ein Hörbuch aus der Handtasche zaubern. Das verkürzt so manche Bahn-Fahrt.

Natürlich ist es etwas ganz etwas anderes ein Buch zu LESEN oder es zu HÖREN. Und so bin ich mit den Hörbüchern auch auf einen ganz anderen Buchgeschmack gekommen. Bestseller lese ich quasi grundsätzlich nicht. Und Krimis mag ich eigentlich auch überhaupt nicht. Aber ich habe nun die Rita-Falk-Krimis für mich als HÖRbücher entdeckt und das kam so:

An Weihnachten konnte ich gratis Falks ersten Krimi „Dampfnudelblues“ herunterladen – als eBook. Ich hab’s gelesen und fand’s ganz witzig, habe mir aber schon gedacht, dass der Text viel besser als Hörbuch wirken könnte. Der Stil Falks entspricht ja eher der bayerischen Mundart. Und tatsächlich. Die anderen Teile habe ich mir als Hörbuch reingezogen und festgestellt: Die Falk-Krimis gelesen von Christian Tramitz sind Hörgenuss pur! Der Schauspieler ahmt die niederbayerische Mundart meine Meinung nach gut nach – nicht zu viel und nicht zu wenig. Finde zumindest ich als Niederbayerin 😉

Gerne auch „Trash“ als Hörbuch

Bevorzuge ich bei Büchern, die ich lese, eher komplizierte Geschichten und eigentlich auch renommierte Autoren – greif ich beim Hörbuch auch gerne auf „Trash“. Mein erstes Hörbuch war „Hummeldumm“ geschrieben und gelesen von Tommy Jaud. Dieses Buch lasse ich im Buchladen als gedrucktes Exemplar getrost links liegen. Als Hörbuch fand ich es hingegen witzig und unterhaltend. Wenn mir jemand das Buch vorliest, kann ich mich nämlich irgendwie weniger auf komplexen Inhalt oder schwierige Satzkonstruktionen konzentrieren – eben das was „geschriebene“ Literatur ansonsten ausmacht. Beim „public Hörbuch hearing“ bin ich abgelenk: Wann muss ich aussteigen/umsteigen? – Oh, eine Fahrkartenkontrolle! Das Hörbuch stoppe ich, sobald ich am Ziel bin. Der Wiedereinstieg in die Geschichte muss also möglichst unkompliziert sein.

Neuer Zugang auch zu Klassikern

Aber da die Ausnahme bekanntlich die Regel bestätigt, habe ich derzeit „große Literatur“ auf den Ohren: Die Buddenbrooks. Das Buch habe ich schon mindestens fünf Mal zu lesen begonnen und genauso oft wieder weggelegt. Meine Hörbuch-Variante zieht mich jetzt aber richtig in Bann. So kann ich mich endlich auf dieses Meisterwerk einlassen.

Fazit: Hörbücher haben mir völlig neue Literatur-Horizonte eröffnet. Sie sind für mich beim Pendeln und Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln ideal.

Zu Hause auf der Couch und im Bett bevorzuge ich aber dennoch das geschriebene Buch. Wenn ich aber den ganzen Tag in der Bibliothek verbracht habe, sind Hörbücher am Heimweg ideal. Denn trotz meiner Liebe zum gedruckten Wort, nach einem Arbeitstag in der Bib habe nicht einmal ich mehr Lust meine Nase auch noch „privat“ in Bücher zu stecken.

Hörbücher müssen nicht immer auf CD sein

Also, wer noch kein Hörbuch gehört hat, sollte das unbedingt einmal tun. Kleiner Tipp: Man muss sich nicht immer die durchaus kostspieligen CDs kaufen. Es gibt sie günstig im Internet zum runterladen bei AUDIBLE (wie meine Freundin Miriam hier berichtet) oder auch zum ausleihen in Bibliotheken. Die Stadtbibliothek München ist da für mich zum wahren Eldorado geworden 😉