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„So viel mehr als eine Professorin…“ Nachruf auf Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner

25 Mai

Ich werde nie vergessen, wie ich heute in Facebook las, dass „unsere Go“ gestorben ist. Durch Social Media von ihrem Tod zu erfahren ist irgendwie authentisch für eine Medien-Professorin mit Leib und Seele oder?

Immer wieder habe ich mich im vergangenen Jahr an „Go“ erinnert, die auch eine zeitlang meine Chefin war. Zu ihrem ersten Todestag möchte ich den Nachruf teilen, den ich für die „Banziana“ über sie schreiben durfte, eine Zeitschrift der (Alt)Stipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS), über die wie wir uns kennengelernt haben:

Mein Nachruf für die Banziana

AquarellDie HSS-Familie ist um ein besonders engagiertes Mitglied ärmer. Am 1. Juli 2016 verstarb Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner im Alter von nur 56 Jahren nach schwerer Krankheit. Ihr Tod traf die meisten ihrer Weggefährten völlig überraschend.
„Wenn ich an Familie denke, denke ich – logisch, an meine Familie –, aber auch an die Hanns-Seidel-Stiftung. Sie ist mir – mit all ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – zur zweiten Familie geworden.“ So persönlich repräsentierte Gabi Goderbauer-Marchner als Alumna die Hanns-Seidel-Stiftung auf der Internetseite Stipendiumplus. Durch ihr jahrzehntelanges Engagement hatte sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die HSS vielen heute mehr als ein Netzwerk, eben eine Art zweite Familie ist.

In den 1980er Jahren gehörte sie einem der ersten Stipendiaten-Jahrgänge an. Der HSS blieb sie nach ihrer Förderungszeit treu – als aktives Mitglied im CdAS (Club der Altstipendiaten), Prüferin bei Auswahltagungen, engagierte Referentin und Vertrauensdozentin.

Ursprünglich u. a. Geschichte auf Magister an der LMU studiert, arbeitete sie „immer in den und für die Medien und deren Nachwuchs“, wie sie es selbst treffend formuliert hatte. Über die Hochschulen Mittweida und Würzburg-Schweinfurt führte ihr Weg als “Medien-Professorin” schließlich an die Universität der Bundeswehr München, wo sie auf den Lehrstuhl für Print- und Onlinejournalismus berufen wurde und tatkräftig half, einen neuen Medienstudiengang aufzubauen.

Medien-Professorin war „gelernte“ Journalistin

Endlich war „Go“, wie sie von allen liebevoll genannt wurde, wieder näher an ihrem geliebten Landshut. Ihrer Heimatstadt, in der ihre journalistische Karriere als Chefin vom Dienst bei der Landshuter Zeitung begonnen hatte, blieb sie zeitlebens eng verbunden In der bayerischen Medienlandschaft war sie vernetzt wie wohl kaum ein anderer – als Mitglied in hochkarätigen Ausschüssen wie beispielsweise der Jury für den Bayerischen Fernsehpreis. Neun Jahre leitete sie zudem den Medien Campus Bayern. Nicht nur vom Katheder herab, sondern eben auch praktisch immer Einsatz für den Qualitätsjournalismus.

Ihr freundliche, aber stets direkte und verbindliche Art war auch bei ihren Studierenden beliebt: „So viel mehr als eine Professorin…“ lautete die Überschrift des studentischen Nachrufs. Darin beschrieben sie „Go“ als Vorbild und Mentorin. Trotz ihres voll gepackten Terminkalenders, „der in seiner Fülle jedem DAX-Konzernchef Respekt einflößen sollte“, hatte sie immer ein offenes Ohr für ihre Studierenden und Stipendiaten der Münchner HSS-Hochschulgruppe V, als deren sog. Vertrauensdozentin sie fungierte.

„Schnelles, effizientes und risikofreudiges Arbeiten“ habe Dr. Rainer Sontheimer im „Team Go“ gelernt, wie der Altstipendiat im Online-Kondolenzbuch der Uni schrieb: „GO war somit nicht nur ihr Namenskürzel, sondern wortwörtlich auch Motto: ‚Voran, auf geht’s, pack ma scho, krieg ma scho hin.’

Vermutlich wird die ‚Go’ momentan zu uns herabblicken – sofern sie nicht gerade ein neues Ehrenamt bei Petrus persönlich übernimmt.” Das könnte mit ihrem Elan und Eifer, der für zwei Leben zu reichen schien, gut möglich sein!

Zwar nicht Oberbürgermeisterin von Landshut, aber im Himmel?

Ein letzter, großer Erfolg war ihr jedoch nicht mehr vergönnt: Die Kandidatur als Oberbürgermeisterin für ihr geliebtes Landshut musste sie im Juni krankheitsbedingt zurückziehen. Den Wahlausgang selbst hat sie nicht mehr erlebt. Statt ihres Wahlplakats zierten rote Rosen die unplakatierte Wand. Berührend das Zitat eines kleinen Mädchens, das deren Mutter auf „Gos“ Facebook- Seite postete: „Mama, wenn’s im Himmel a Oberbürgermeisterin brauchen, ist ja jetzt die Gabi da.“

„Ein Stückerl Himmel über Landshut“ wünschten ihr viele Weggefährten zum Abschied. Vielleicht ist ihr auch ein kleines Stückerl Himmel über der Lazarettstraße vergönnt, denn zumindest ein Teil von Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner wird auch künftig weiterhin in der HSS-Familie zu Hause sein: Einer ihrer beiden Söhne ist Stipendiat.

Dieser Nachruf erschien in der BANZIANA 2017. Informations- und Servicedienst für Stipendiaten und Altstipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung, S. 78, online verfügbar unter: https://www.hss.de/download/publications/Banziana_2017.pdf

Snapchat-Interview mit dem König von Deutschland: Kai Diekmann

21 Jun

Die BILD-Zeitung snapchatet vorbildlich. Das war Anlass für uns, Giulia und mich, den Herausgeber der BILD, Kai Diekmann, ein paar Fragen mit Hilfe dieser App zu stellen.

Wie sich herausstellte, ist Diekmann selbst kein begeisterter Snapchater – er wollte von uns wissen, ob wir nicht selbst etwas zu alt für diese App wären. Tja, der Mann kennt sich aus! Denn wir liegen beide über dem Durchschnittsalter des typischen Snapchat-Users. Das nötige „Feeling“ für die neuesten Entwicklungen der Medienbranche hat Diekmann im Silicon Valley entwickelt.

Wer Snapchat noch nicht kennt – dort kann man sich bspw. lustige Gesichtsfilter aufsetzen und einen sog. Snap absetzen, der nur für 24 Stunden auf der App zu sehen ist. (Hier habe ich darüber schon etwas ausführlicher gebloggt.)

Meine Kollegin Giulia liebt den Hundefilter, aber ob Kai Diekmann wirklich auf Doggy-Style abfährt? Ihr könnt es nachsehen, denn natürlich haben wir das Snapchat-Interview mit einem der führenden Herausgeber Deutschlands nicht einfach nach 24 Stunden in den unendlichen Weiten des World Wide Webs begraben, sondern für euch ein kleines Video angefertigt:

Gelegenheit für das kurze Interview hatten wir im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu Qualität in den Medien an der Universität der Bundeswehr München.

Qualität und BILD – wie das zusammen passe, wurde ich via Twitter gefragt. Diekmann stellt dazu in Neubiberg klar, dass die BILD keinen volkspädagogischen Auftrag haben. Den besitzen wir Blogger auch nicht und haben uns deswegen für dieses witzige Interview-Format entschieden und all unsere Fragen mit einem großen Augenzwinkern gestellt.  Wie man sich als König von Deutschland fühlt, wollte ich wissen. Schließlich schreibt die BILD was Deutschland denkt – oder umgekehrt. Der Herausgeber der BILD ist also irgendwie der König von Deutschland und bei uns mit dem passenden Filter zu sehen.

Und wie sich an diesem Vortragsabend herausstellte, war der Veranstaltungsort extrem passend gewählt: Schließlich brachte die Bundeswehr Kai Diekmann in die Medien.

Ein Medien-Mann, der polarisiert, aber durchwegs sympathisch mit uns Nachwuchsjournalistinnen umgegangen ist und das unter Zeitdruck; schließlich spielte an diesem Abend die deutsche Nationalelf.

Teilen erwünscht – kopieren verpönt: Warum mir ISARSPARERIN ein Gastbeitrag des Isarschnorrers zu weit geht

11 Mrz

Ich freue mich richtig, dass mein Blogprojekt ISARSPARER so einschlägt. “Beweis” dafür, wenn man so sagen will, ist für mich die mediale Berichterstattung – gerade auch in Print. Das zeigt für mich, dass sich der Blog schön langsam aus der reinen Online-Sphäre der sozialen Medien herauslöst.

Und wie es so ist mit guten Dingen, sie werden kopiert. Mit dem Nachweis der Kopie einer Idee ist das nur so eine Sache… Denn was ist ein Blog schon als eine „Idee“? Könnte ich mich davor schützen, wenn ich ihn als Marke registrieren lasse? Wohl kaum!

Ich muss mich schon wundern: Ich habe gehört habe, dass die Bloggerin, von der ich zunächst berichten möchte, ISARSPARER liest und Beiträge von uns auf ihrem FB-Auftritt (des ersten Blogs) geteilt hat. Sharing ist bekanntlich caring. Aber kopieren oder nachmachen? Das ist eine Gratwanderung!

Wenige Monate nachdem ISARSPARER schon online war, ging sie mit der Sparfüchsin an den Start. Nicht so sehr mit dem Fokus auf München, aber ich finde, es bleibt zumindest ein “Geschmäckle”, wenn man eben weiß, dass man als ISARSPARER von der Sparfüchsin gelesen wird. Und wenn sich auch noch Rubriken ähneln; sogar das Logo für Facebook – konsequenterweise mit einem rosa Fuchs – sieht dem unseren mit blauen Hund äußerst ähnlich. Und komisch, Beiträge von ISARSPARER teilt sie als Sparfüchsin nicht mehr. Warum wohl?

Freilich haben wir das Wort “unterwegs” und “sparen” nicht für uns gepachtet…. Aber fällt denn den Menschen nichts Eigenes ein?

Nachmacher habe ich schon in der Schulzeit gehasst

Ich für meinen Teil liebe es, gerade mit meinen Blogs kreativ sein und spielen zu können! Und ich habe schon in der Schule meine Banknachbarin gehasst, die mir alles nachgemacht hat. Wenn ich die Überschrift rosa unterstrichen habe, unterstrich sie auch rosa. Ich habe dann experimentiert und die abstrusesten Designs für meine Hefteinträge entworfen: Schnörkel in den Ecken, kalligrafische Elemente – alles wurde von ihr nachgemacht. Das war dann der Beweis für mich, dass meine Banknachbarin keine eigene Ideen hatte.

Persiflage oder billige Kopie?

Ein anderes Beispiel für eine solch etwas billigere Kopie von ISARSPARER – oder besser gesagt Persiflage  –  ist der Isarschnorrer. Mich verwirrt in diesem Zusammenhang nicht nur die Tatsache, dass man sich gleich an den Namen unseres Projektes anlehnt, sondern wir den kreativen Geist dahinter auch noch persönlich kennen.

Und als wäre das nicht genug, es wurde uns auch noch ein Gastbeitrag seitens des Isarschnorrers angeboten. Ja, das hätten sich die Herren Kopierer gut ausgedacht – die bereits funktionierende Idee übernehmen und dann auch noch die Community durch einen Gastbeitrag abgreifen wollen.

Nur eins unterscheidet die ISARSPARER eklatant vom Isarschnorrer: Die Qualität. Sparen ja, aber bei uns bitte immer mit Niveau und Stil! Sparen ist sympathisch, schnorren hingegen nicht. Aber die Domain isarSPARER.de war halt schon besetzt, gell 😉

Denn wer möchte schon einen angefressenen Burger im Fast-Food-Restaurant weiteressen? Dafür haben die Herren schon ansehnliche Preisvorstellungen für potentielle Werbepartner.

Wie gesagt, die Beweisführung der Kopie einer Idee ist schwierig… und eigentlich bin ich nicht nur ein kreativer, sondern auch überzeugter Net(t)worker. Den ersten Blog der Sparfüchsin habe ich so zum Beispiel auch gerne verlinkt. Ich will mich ja auch irgendwie revanchieren, wenn jemand meine Beiträge teilt. Aber ein Gastbeitrag vom Isarschnorrer, das geht selbst mir gutmütiger Person zu weit! Etwas “Werbung” haben die Blogs ja aber durch dieses Posting erhalten 😉

Meine Blog-Botschaft des Tages lautet: Leute, werdet halt einfach selbst kreativ und entwickelt eine eigene Idee! Oder gebt dann zumindest zu, wer euch inspiriert hat. Alles andere ist doch irgendwie peinlich.

Heute gehen die ISARSPARER (offiziell) online

3 Feb

Liebe Leser von Teresa ohne h’s Blog,

FB_Titelbild ISARSPARER

heute möchte ich euch auf ein Projekt aufmerksam machen, das ich zusammen mit meinem Kumpel Thomas entworfen habe. Einige Zeit haben wir über den Namen nachgegrübelt, ein Konzept entwickelt und am Design getüftelt. Wenn es künftig also auf Teresa ohne h’ s Blog etwas ruhiger werden sollte, liegt das an den ISARSPARERN.

Kein Spar”fuchs”, sondern ein Jack-Russell-Mischling ziert das Logo ISARSPARER. Unser Familienhund Mali ist sehr sparsam im Unterhalt, weil er nur sehr wenig frisst. Ein hundisches Sparfüchslein sozusagen, das auch noch fuchsfarben ist – wie gemacht also für die ISARSPARER.

Kein Spar”fuchs”, sondern ein Jack-Russell-Mischling ziert das ISARSPARER-Logo. Teresa ohne h’s Familienhund Mali ist sehr sparsam im Unterhalt, weil er nur sehr wenig frisst. Ein hundisches Sparfüchslein sozusagen, das auch noch fuchsfarben ist – wie gemacht also für die ISARSPARER.

Künftig werden wir dort posten, wo München sparen kann. Und zwar nicht mit einer “Geiz-ist-geil-Mentalität”, sondern mit Qualität – denn wir posten nur, von was wir selbst überzeugt sind. Mehr über uns & unsere Idee könnt ihr hier nachlesen.

Damit ihr wisst, was euch künftig ISARSPARER erwartet, haben wir bereits einige Posts online gestellt. Wenn euch zusagt, was ihr dort schon lesen könnt, würden wir uns freuen, wenn ihr regelmäßig auf www.isarsparer.de vorbeisurft. Da einige unserer Spartipps das Isar-Ufer überschreiten, dürfte unsere Seite nicht nur für Münchner interessant sein.

Keinen Post verpassen und noch etwas mehr Spartipps gibt es, wenn ihr Fan von ISARSPARER auf Facebook werdet und/ oder uns auf Twitter sowie Instagram abonniert. Denn eins können wir euch versprechen: Fan der ISARSPARER zu werden, zahlt sich aus 😉 und ich würd mich freuen, wenn ihr mich künftig auch dort lest

Eure Teresa ohne h

Schildbürgerstreich: Bayerischer Bürger darf bei der Kommunalwahl wegen Umzugs nicht mitwählen

10 Mrz

Überall ist von der Politikverdrossenheit der Deutschen zu lesen. Insbesondere junge Menschen versuchen die Parteien für ihre Politik zu begeistern bzw. dazu zu bewegen, überhaupt von ihrem Bürgerrecht -der Stimmabgabe- Gebrauch zu machen.

Ein Schildbürgerstreich, was da einem jungen Mann aus Bayern passiert ist: Er wird wohl am 16. März 2014 NICHT von seinem Bürgerrecht Gebrauch machen können und bei der Kommunalwahl nicht mitwählen dürfen.

Wie das möglich ist? Nun, gewissenhaft meldete er, nur wenige Tage nach seinem Umzug nach München, seinen fränkischen Hauptwohnsitz ab und sich beim Kreisverwaltungsreferat in München an.

Symboldbild für den Bayern, der bei der Kommunalwahl 2014 nicht wählen darf.

Symboldbild für den Bayern, der bei der Kommunalwahl 2014 nicht wählen darf.

Das war am 14. Februar.

Im Laufe des Februars wurde ihm sein Wahlbescheid zugeschickt – jedoch nach Franken ins Elternhaus, wo er bis zum 14. Februar mit Hauptwohnsitz gemeldet war.

Vorbildlich ermächtigte der junge Mann mittels Vollmacht seine Mutter die Wahlunterlagen in seinem fränkischen Heimatort für ihn abzuholen. Er wollte seinem Bürgerrecht, das für ihn eine selbstverständliche Pflicht ist, gerne nachkommen.

In der Heimatstadt darf er nicht MEHR wählen

Doch die Überraschung war groß: Im Bürgerservice teilte man mit, er dürfe nicht in seiner Heimatstadt wählen, da er zwar zum Zeitpunkt der Aufstellung der Wählerliste in der fränkischen Stadt gemeldet war, dies jedoch nicht mehr am Tag der Wahl ist. Er solle sich nach München wenden.

Spätestens hier hätten wohl die meisten aufgebeben und Kommunalwahl Kommunalwahl sein lassen. Nicht jedoch der junge Neu-Münchner aus Franken. Er erkundigte sich sowohl telefonisch in seiner Heimatstadt in Franken, als auch in München. Das Ergebnis war ernüchternd: Auch in der Landeshauptstadt wird er nicht wählen dürfen!

In München darf er NOCH nicht wählen

Die Wählerliste wurde vor seiner Anmeldung aufgestellt, bis 9. Februar wäre eine Eintragung noch möglich gewesen. Zu diesem Zeitpunkt war der Franke jedoch noch nicht in München gemeldet – sondern erst fünf Tage später…  Die nachträgliche Eintragung in das Wählerverzeichnis ist laut Behördenauskunft nicht möglich.

“Wollen Sie mir sagen, dass ich als Bürger des Freistaates Bayern am 16. März nirgendwo meine Stimme abgeben darf?”, fragte der Neumünchner die zuständige Sachbearbeiterin der Landeshauptstadt am Telefon. Am anderen Ende der Leitung keine Reaktion.

Wahlrecht sollte oberste Priorität in Demokratien genießen

Sicher, es gibt gesetzliche Regelungen und Fristen, die eindeutig sind. Aber es gibt eben auch Bürgerrechte, die essentiell für die demokratische Grundordnung unseres Staates sind, wie eben das Wahlrecht. Und dieses Recht auf Wahl seinen Bürgern zu gewähren sollte in unserem Staat oberste Priorität besitzen! Auch wenn dieses – wie im Fall des jungen Neu-Münchners – mit Mehraufwand für die kommunalen Sachbearbeiter verbunden ist. Ist es wirklich so schwer, einen neuen Namen in das Wahlverzeichnis zu schreiben?

Ironie der Geschichte: Wenige Tage zuvor hatte sich der politisch interessierte junge Mann mit einer Münchner Stadträtin darüber unterhalten, ob er sie überhaupt wählen könne. Er wusste nämlich von einer Zwei-Monats-Frist, die man in München gemeldet sein muss, um hier wählen zu dürfen.

Egal ob in Franken oder in Oberbayern: Hauptsache wählen!

Ob er seine Stimme nun in Franken oder in Oberbayern abgibt, ist dem Neu-Münchner egal. Aber dafür kämpfen, dass er als Bürger unseres Freistaates überhaupt bei der Kommunalwahl mitwählen darf, das wird er. Ein Engagement, das überaus beachtenswert ist – stellt man dem gegenüber die Zahl der Nichtwähler.

Appell an Deutsche Bahn: Chaos in überfüllten Regionalzügen durch neue Gepäckablagen bekämpfen

28 Jan

Es ist immer dasselbe Bild: Statt Platz für die Fahrgäste zu bieten, stapelt sich auf, vor und neben den Sitzen im Regionalzug, das Reisegepäck.

Auf den Gepäckablagen finden nur kleinere Taschen und Rucksäcke Platz. Das restliche Gepäck muss vor und auf den Sitzen gelagert werden.

Auf den Gepäckablagen finden nur kleinere Taschen und Rucksäcke Platz. Das restliche Gepäck muss vor und auf den Sitzen gelagert werden.

Ich kann den Ärger der Mitreisenden verstehen, wenn sie in den – gerade zu Stoßzeiten – maßlos überfüllten Zug einsteigen und erst die anderen Reisenden bitten müssen, ihr Gepäck von den Sitzen zu entfernen. Nur wohin damit?

Ich pendle wöchentlich die Strecke Passau – München und München – Passau im sog. Donau-Isar-Express. Mittlerweile beschränkt sich mein Gepäck für die Arbeitswoche in München auf eine Reisetasche. Sie ist nicht überdimensioniert, aber nicht einmal diese findet Platz auf der Gepäckablage im Zug.

Ergonomisch designte Gepäckablage ohne Funktion

Einmal habe ich es ausprobiert und meine Tasche nach oben verfrachtet, doch dort blieb sie nicht lange: Beim nächsten Halt des Zuges fiel sie von dort herunter und meiner Sitznachbarin auf den Arm. Ich habe mich mehrfach entschuldigt, doch der wahrhaft Schuldige war schnell gefunden: Der Designer der Gepäckablagen in den Regionalzügen!

Schönes, ergonmisches Design - leider ohne Funktion: Die Gepäckablagen im Regionalzug sind meistens leer, das Gepäck muss auf den Sitzen gelagert werden.

Schönes, ergonmisches Design – leider ohne Funktion: Die Gepäckablagen im Regionalzug sind meistens leer, das Gepäck muss auf den Sitzen gelagert werden.

Die Besonderheit der Gepäckablagen ist, dass sie sich zur Mitte hin verjüngen. Wahrscheinlich soll das Design so besonders dynamisch aussehen. Das Problem ist nur, dass die Ablagen auch an ihrem Anfang und Ende nicht breit genug sind, dass sie z. B. Platz für meine Otto-Normal-Reisetasche bieten würden.

Gepäckchaos

Statt auf den Gepäckablagen stehen die Koffer am Gang. Reisende müssen stehen, weil auf den Sitzplätzen Gepäck lagert.

Statt auf den Gepäckablagen stehen die Koffer am Gang. Reisende müssen stehen, weil auf den Sitzplätzen Gepäck lagert – Alltag im Donau-Isar-Express.

Oft ist der einzige Ausweg, um zumindest einigen im Gang stehenden Mitreisenden einen Sitzplatz zukommen zu lassen, das Gepäck/ vorrangig die Koffer in den Gang zu stellen. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es nichts Unangenehmeres gibt, als über eine mehrstündige Zugfahrt immer wieder seinen Koffer festhalten zu müssen, weil er ansonsten davonrollt. (Leider passt meine Rimowa Hartschale nicht unter den Sitz der Vierergruppe – ja, man entwickelt durchaus kreative Gepäckverstaumöglichkeiten…) Die Reisetasche auf dem Schoß zu haben ist auch nicht ganz angenehm, aber meiner Meinung nach lange nicht so nervtötend.

Design ist nicht alles

Deswegen: Liebe Deutsche Bahn, wenn schon nicht zu den Stoßzeiten (insbesondere für die Strecke München – Freising – Moosburg – Landshut und retour) und vor Feiertagen längere Züge eingesetzt werden können, dann bitte ändert zumindest das Design eurer Gepäckablagen! Denn kein Reisender hat etwas von ergonomisch designten Gepäckablagen, wenn sie dafür stehen müssen…

Gruß vom Oktoberfest: Platzkonzert 2012 – ein Stück Tradition

30 Sep

Ich mag München, aber keine Schicki-Mickis (oder solche, die sich dafür halten)… Ich mag auch das Oktoberfest, suche aber nach der „traditionellen Wiesn“…
Eine solche Tradition stellt für mich das Platzkonzert zu Füßen der Bavaria dar. Nahezu jedes Jahr verfolge ich die TV-Übertragung. Seit ich in München wohne, kann ich solche „Schmankerl“ „live“ genießen…

Daher möchte ich heute alle Leser mit der Bayernhymne, die traditionell zu Ende des Platzkonzertes gespielt wird, grüßen!