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„Jahrtausendflut“ in Passau: Leben mit und von den Flüssen

3 Jun

Im ARD-Brennpunkt hat es heute Abend geheißen, dass Passau zum letzten Mal 2002 vom Hochwasser betroffen gewesen sei. Das ist nicht nur sprachlich falsch (es kann nicht das letzte Mal heißen, wenn es Wiederholungen gibt), sondern auch inhaltlich.

Wir Passauer leben mit unseren drei Flüssen und somit auch mit dem Hochwasser. Auch wenn meine Familie nicht in der Altstadt wohnt, sind wir immer indirekt vom Hochwasser betroffen ist. „Rien ne va plus“ heißt es dann für viele Straßen und Gassen der Innenstadt. Nach starken Regenfällen ist die Situation routiniert. So war es auch dieses Mal.

Hauptsächlich via soziale Medien wurde ich zu Beginn dieser „Jahrtausendflut“ gefragt, wie es in Passau mit dem Hochwasser gehe. „Daily Business“ habe ich geantwortet.

Wir haben aus 2002 gelernt

In der Tat: Die vornehmlich Andenkenläden, Restaurants, Ateliers in Wassernähe sind vorbereitet – schnell können sie ihre Räumlichkeiten im Hochwasserfall räumen. Seit 2002 haben einige von ihnen (wie z. B. das Restaurant Croatia) spezielle Hochwasserwände installiert. Wir Passauer sind vielleicht sture Niederbayern, aber sicher nicht dumm… Natürlich haben wir uns nach 2002 Gedanken gemacht – auch wenn das jetzt vielleicht nicht so aussieht! Wenn aber die Hochwasserwände im Gastraum installiert sind, wie im Croatia, nun aber das Wasser bis zum 2. Stock reicht – dann hilft leider nichts mehr.

Dass das Wasser immer weiterstieg und stieg und stieg, das haben wir nicht erwartet. Schon im Kindesalter habe ich Geschichten über unser Jahrhundertwasser aus dem Jahr 1954 gehört. Mein Opa war damals als Fluthelfer im Einsatz. „Damals liefen Donau und Inn in der Stadt zusammen“ – das war immer das 1954-Horrorszenario. Dass sich dieses einmal wiederholen, gar übertreffen werden wird, damit hat hier irgendwie niemand gerechnet.

Zusammenfluss von Donau und Inn als Horrorszenario

Als dann heute Vormittag Donau und Inn in der Fußgängerzone zusammenliefen, war meine Angst groß. Darauf war ich ja quasi schon seit Kindertagen konditioniert.

Schon gestern Abend stand fest, dass die Hochwassermarke von 1954 getoppt werden würde. Für mich war das auch schon ein paar Stunden vorher klar, dass es nun brenzlig wird, nämlich als schulfrei gegeben wurde.

Nie gab es schulfrei

Ich war Schülerin des ehrwürdigen Leopoldinums an der Michaeligasse. Wie habe ich als Gymnasiastin gehofft, dass einmal der Unterricht wegen Hochwasser ausfallen würde. Nie, nie, nie war das der Fall! (Gut, 2002 fiel das Hochwasser in die Ferienzeit). In anderen Städten würde man vielleicht seine Kinderchen lieber zu Hause lassen, wenn unterhalb des Fensters ein reißender Gebirgsfluss Hochwasser hat – nicht in Passau! Weil die Fritz-Schäffer-Promenade – die direkte Zufahrtsstraße für die Schulen in der Altstadt – überschwemmt war, wurden die Haltestellen einfach auf die andere Seite der Donau verlegt – dem sog. Anger. Die Angerstraße ist im Moment übrigens auch komplett überschwemmt… Also war es weitsichtig, bereits am Sonntag den Schulausfall zu vermelden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste ich aber: Es wird ernst, sehr ernst werden in Passau.

Hochwasser übt gewissen Reiz aus, aber bitte kein Katastrophentourismus

Hochwasser hatte für uns Schüler immer einen gewissen Reiz. Vor und nach der Schule sind wir an die Ortsspitze und ins Hochwasser – soweit das ging. Auch 2002 habe ich – nach(!) der Scheitelwelle – das Hochwasser „besichtigt“. Aber dieses Mal habe ich ganz bewusst auf diese Art von Katastrophentourismus verzichtet. Ich habe auch keinerlei Verständnis für diese Art von Sensationsgier der Menschen. Meine Hauptinformationsquellen sind also im Moment soziale Medien. Und was ich da erlebe, „muss“ ich wohl in einem getrennten Post verarbeiten…*

Packen wir’s an: So helfen Sie Passau

Für heute nur noch so viel: Wir Passauer können und wollen unsere Flüsse nicht durch Dämme abschotten. Wir leben mit und von Donau, Inn und Ilz. Und deswegen werden wir auch nach dieser „Jahrtausendflut“ zusammenstehen. (Die „Flut“ an Hilfsbereitschaft in den sozialen Medien ist einfach überwältigend.)

Packen wir’s an! Im Moment ist es schwer zu überblicken, ob und wie freiwillige Helfer in die Aufräumaktionen eingebunden werden können. Ich habe mich bei der Studenten-Initiative „Passau räumt auf“ registriert**, weil ich die Arbeit der Verantwortlichen persönlich kenne und schätze.

Wer unser Passau finanziell unterstützen will, tut dies am Besten hier:

Stiftung der Passauer Neuen Presse,

Kennwort Fluthilfe,

Kontonummer 30365373

Bankleitzahl 74050000 Sparkasse Passau

– auch wenn das Konto bei der Sparkasse Passau ist 😉

Weitere Blogposts zum Thema „Hochwasser in Passau“:

* Zu meinem Blogpost „Fluthilfe revidiert meine Meinung über soziale Medien“.
** Zu meinem Blogpost über meinen „Einsatz als Fluthelfer in Bernhard’s Corner Shop“.

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Nach Blogeintrag: Am runden Tisch mit der Sparkasse Passau

18 Sep

Ich sollte mich nicht einlullen lassen, twitterten mir Leute im Vorfeld meines Gesprächs mit den Vertreten der Sparkasse Passau – und mir einen Kugelschreiber schenken lassen 😉

Einen Kugelschreiber bekam ich am vergangenen Donnerstag zwar nicht, aber einen guten und ehrlichen Einblick in die Führungsebene der Sparkasse. Begleitet hat mich meine langjährige Freundin, Jana Buchbauer, die auch seit Jahren ein Konto bei der Sparkasse hat.

Am runden Tisch mit den Mitarbeitern der Sparkasse Passau (von links) Horst Gebetsberger, Alexandra Schuhbauer, teresaohneh, Jana Buchbauer und Hans-Rudolf Dorfner.

„Wir stecken mit unseren Aktivitäten im Social Web noch in den Kinderschuhen“, das war der Grundtenor, der sich am runden Tisch herauskristallisierte und wie es Alexandra Schuhbauer treffend auf den Punkt brachte.

Entschuldigung von Horst Gebetsberger

Das war mir auch irgendwie vorher klar, wenn ich an den Brief dachte, den ich von Marktdirektor Horst Gebetsberger als Reaktion auf meinen Blogeintrag bekommen hatte. Gebetsberger entschuldigte sich hierfür auch bei mir.

Offen und ehrlich sprachen wir über die Wellen, die mein Blogeintrag geschlagen hatte. Ich zeigte den Mitarbeitern der Sparkasse auch meine Blog-Statistiken und Kommentare, die auf meiner Facebook-Seite gemacht wurden und für die Sparkasse logischerweise nicht einsehbar sind.

Social-Media als Kapazität- und Kostenfrage 

Allen war klar, dass die Sparkasse etwas im Social-Media-Bereich tun muss. „Ihr Blogeintrag hat diese Dynamik sicher noch beschleunigt“, meinte Hans-Rudolf Dorfner. Ich erfuhr, dass der Sparkassen-Verband derzeit ein Konzept entwickelt und dass es auch in Passau eine Einheit gibt, die sich damit beschäftigt. „Das ist selbstverständlich auch eine Kapazitäts- und Kostenfrage“, sagte Dorfner. Einen Kommentar darauf konnte ich mir natürlich nicht verkneifen: „Das Web ist völlig kostenfrei und, dass die Sparkasse nicht ein paar übrige personelle Kapazitäten hat, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen…“ Ich gebe zu, so ganz habe ich bis heute nicht verstanden, wer von den Dreien jetzt genau welchen Posten bekleidet und wie genau der Verwaltungsapparat ausdifferenziert ist. Aber ok, das war ja auch nicht mein Thema…

Vernetzt mit der Vorstandsvorsitzenden

Hans-Rudolf Dorfner fragte sehr höflich, ob die Sparkasse Passau denn in einem oder einem halben Jahr noch einmal bei mir nachfragen dürfe, wie bzw. ob sich auf diesem Sektor meiner Meinung nach etwas getan habe. Natürlich komme ich dem gerne nach, immerhin sind Dorfner und ich mittlerweile auch auf XING vernetzt. Die Wege werden für mich wohl auch zur Vorstandsvorsitzenden Renate Braun kürzer, denn auch sie schickte mir eine Kontaktanfrage im Business-Netzwerk. Wohlgemerkt machte das Renate Braun persönlich und nicht irgendjemand in ihrem Auftrag. Ich finde, das zeugt wirklich von Stil!

Alles in allem hatte ich wirklich das Gefühl, dass die Sparkasse Passau auf die Kundenmeinung etwas gibt. Alexandra Schuhbauer betonte mehrmals, dass mein Feedback sehr wichtig sei – auch wenn es für die Sparkasse nicht positiv ausgefallen ist.

Kunden-Rückmeldung ist wichtig!

Ich hätte mir nur eben diese Aufmerksamkeit in den 25 Jahren gewünscht, in denen ich das Konto bei der Sparkasse hatte.

Vielleicht ist es auch gar nicht so sehr wichtig als Sparkasse im Social Web unterwegs zu sein, sondern die Mitarbeiter vor Ort in den Geschäftsstellen noch intensiver zu schulen. Denn Kompetenz und zum Teil auch Höflichkeit ist ja das, was ich und auch die Leute bei der Sparkasse vermissen, die meinen Blogeintrag kommentiert haben. Denn ob jemand im Anzug gut aussieht, das sollte bei keiner Bank ein Einstellungskriterium sein!

Allen, die unzufrieden mit dem Service ihrer Sparkasse sind, kann ich nur empfehlen, diesen Unmut auch zu äußern. Freilich kann ich nicht versprechen, dass die Kritik auf so fruchtbaren Boden wie in Passau fällt. Aber auch hier ist nur ein erster Schritt getan. Jana und ich konnten zum Beispiel abschließend auch nicht in Erfahrung bringen, warum sie weiterhin eine kostenlose Kontoführung aushandeln konnte und ich nicht. Beide sind wir Studentinnen und machen den Mund auf, wenn uns was nicht passt und so werden wir das auch weiterhin handhaben 😉

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Alle Posts zur „Causa Sparkasse“ im Überblick:

Wie ich zum „Robin Hood“ der Sparkassen-Kunden wurde

28 Aug

Normalerweise lässt sich ein Blogger ungern in seine Statistik schauen – Aber was ich bei meinem Eintrag „Ein Blogeintrag schlägt große Wellen: „Vorladung“ bei der Sparkasse Passau“ erlebte, übertraf alles bisher dagewesene: Binnen weniger Stunden hatte ich 910 Aufrufe auf meinen Blog. Die Klicks verteilten sich (bis auf wenige „verirrte“  im zweistelligen Bereich) auf die zwei Einträge über die Sparkasse mit dem Titel „Sparkasse Passau: Wer nicht mit der Zeit geht… verliert seine Kunden“ und dem oben genannten. Und die hohen Aufrufzahlen scheinen kein Ende zu nehmen…

Unzufriedene Kunden vernetzt euch!

Zugegeben, irgendwie war ich zunächst sogar ein klein wenig enttäuscht – immerhin gehören die zwei Sparkassen-Blogeinträge nicht unbedingt zu meinen stilistischen Glanzleistungen.. Aber die Botschaft, die für mich dahinter steckt, ist klar: Wenn wir Kunden uns im Web 2.0 vernetzten, können wir vielleicht sogar alteingefahrene Strategien etablierter Groß-Unternehmen aufweichen!

Alles was wir dazu brauchen, ist eine Art „moderner Robin Hood“, der kein Blatt vor den Mund nimmt und die Unzufriedenheit verbalisiert. Die technischen Möglichkeiten sind mit den sozialen Medien gegeben, lasst sie uns daher auch nutzen! Oder wie es ein Kommentar prägnant ausdrückt:

shivaniAugust 28, 2011 um 9:41 am

Jahwoll! Das gefällt mir so sehr am web2.0: die Transparenz. Endlich greifen die platt-Schüsse der alten Werbe-Industrie nicht mehr. Authentizität zählt jetzt! Alles andere wird entlarvt. Die Kunden beschweren sich, wenn das Versprechen nicht eingehalten wird. Die Werte, die mir auch wichtig sind werden endlich lebbar. Und das Beste: Das kommt aus dem Internet (wer hätte das gedacht?) und die Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Wer nicht mitmacht (sprich: seine Kunden nicht anständig behandelt), der ist weg vom Fenster. Rucki zucki. schönen Sonntag und weiter so!

Regionales Thema schafft es in die „Blogcharts“

Ich habe mich noch nie gescheut, gerechtfertigte Kritik zu formulieren. Sicher, mit dieser direkten Art eckte ich auch schon des Öfteren an… z. B. kann offensichtlich eine Partei solche Menschen nicht wirklich brauchen. Aber die Klickzahlen auf meinen Blog bestätigen mich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Und seien wir einmal ehrlich: Nie im Leben hatte ich erwartet , dass ich mit einem vermeintlich regionalen Thema so viel Aufmerksamkeit erzeugen könnte, schließlich leide ich nicht an Selbstüberschätzung! Alle,s was ich wollte war, meine Erfahrungen mit der ortsansässigen Sparkasse zu schildern. Das Motto meines Bloges lautet schließlich nicht von ungefähr „Über Gott und die Welt“.

Aber, dass ich es damit sogar in die meistgelesenen deutschen Blogs von WordPress schaffen würde – das überstieg restlos meine Vorstellungskraft!

Ich gebe eure Kritik an die Führungsebene der Sparkasse weiter!

Immer mehr Kritikpunkte erreichen mich on – wie offline über die Sparkasse. So dass ich mich mittlerweile – natürlich etwas überspitzt formuliert – wie ein moderner Robin-Hood fühle…

Ich möchte mich auf diesem Weg für alle Kommentare, die mich via Facebook, Twitter, E-Mails, direkt hier auf WordPress oder auch in persönlichen Gesprächen erreicht haben, bedanken: Vielen Dank, dass auch ihr nicht Angst habt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen!

Selbstverständlich werde ich versuchen, Eure Kritikpunkte in dem Gespräch mit Marktdirektor Horst G.und Regionaldirektor Hans Rudolf D. von der Sparkasse Passau anzubringen. Das Gespräch ist für Mitte September geplant.

Fehlende Medienkompetenz ist schuld an der Misere der Sparkasse

Ich denke nicht, dass die Sparkasse Passau auch nur annähernd einschätzen kann, auf welch große Resonanz meine Blogeinträge stoßen. Und ich möchte hier sogar eine Lanze für Horst G. brechen, der kommentierte:

Horst GebetsbergerAugust 26, 2011 um 3:04 pm

Hallo teresaohneh,

komme per E-Mail mit einem alternativen Terminvorschlag für unser Beratungsgespräch zu.
Viele Grüße
Horst Gebetsberger
Sparkasse Passau

Die Sparkasse Passau hat zumindest versucht, auf diese neue Art der Kritik zu reagieren – von daher gab es von mir auch ein kleines „Lob“ dafür:

teresaohnehAugust 26, 2011 um 3:08 pm

Vielen Dank auch für unser Telefonat. Wie man sieht – die Sparkasse scheint lernfähig ;-)

Thomas Gerlach schreibt woran es eigentlich liegt:

Thomas GerlachAugust 26, 2011 um 4:43 pm

Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich sagen: Sehr schön. Ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man mit Social Media NICHT umgeht und wie man NICHT reagiert, wenn sich dort jemand wie Du kritisch über ein bestimmtes Unternehmen äußert. Man kann der Sparkasse nur wünschen, dass in dem Bereich irgendwann (möglichst bald) etwas mehr Kompetenz vom Himmel fällt.

Es fehlt den Verantwortlichen schlicht weg die Kompetenz, mit den neuen Medien umzugehen – aber ich bleibe dabei: Bravo, dass es Herr G. zumindest versucht hat, sich in die Diskussion einzumischen. Freilich, das sehen nicht alle so…

frank (@FLHH)August 26, 2011 um 6:00 pm

Alleine die Tatsache, dass der Herr „Berater“ sich stocksteif in den Kommentaren zu Wort meldet, ist für mich ganz grosses Kino.

Ihr könnt Euch ja selbst durch die Kommentare der zwei Blogeinträge hier klicken. Einen aus meiner privaten Facebook-Seite von „Olli“ möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten:

Viel Spaß bei dem Gespräch:-) Wer von der „Wiege bis zur Bare“ an einem Wohnort lebt, für den ist eine KSK okay. Wer aber beruflich mehrmals umzieht, der erlebt sein blaues Wunder! Alle Sparkassen in Deutschland sind rechtlich selbstständig. Darum bekommt man auch in Stuttgart keine Kontoauszüge, falls Dein Girokonto in Bayern läuft. Alles schon live erlebt. Die sind in der Lebensrealität des 21. Jh. noch nicht angekommen… Und dann gibt’s doch tatsächlich so ’ne freche Blondine, die das alles ganz frech bloggt! Sachen gibt’s 🙂
—> Also, wie ihr schon gemerkt habt, die „freche Blondine“ wird euch in der „Causa Sparkasse“ weiterhin auf dem Laufenden halten 😉 Und mal schauen, wie es mit der fehlenden Medienkompetenz der Sparkasse Passau weitergeht – immerhin habe ich mich ja bereits bereit erklärt, die Mitarbeiter zu schulen…
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Ein Blogeintrag schlägt große Wellen: „Vorladung“ bei der Sparkasse Passau

26 Aug

Gestern habe ich hier über meine persönlichen Erfahrungen mit der Sparkasse Passau gebloggt – heute finde ich folgenden Brief in meinem snailmail-Briefkasten:

Brief Sparkasse Passau

Ich habe dem Marktdirektor heute daraufhin folgende E-Mail geschrieben:

„Sehr geehrter Herr G(…),

ich habe heute Ihren Brief erhalten. Gerne gebe ich der Sparkasse Passau die Gelegenheit, zu meinem – ich nehme an, Sie meinten meinen Blog-Eintrag – persönlich Stellung zu nehmen. Nur hätte ich mir als Kundin solche Aufmerksamkeit gewünscht! Sicher habe Sie nur versehentlich meinen Vornamen mit h geschrieben – denn ich twittere und blogge unter dem „Pseudonym“ Teresa_ohne_h.
An dem Termin, den Sie für mich „vorgemerkt“ haben, habe ich keine Zeit. Bitte nennen Sie mir daher Alternativen! Wie darf ich den Termin überhaupt verstehen? Handelt es sich hierbei um eine „Vorladung“ oder um ein Angebot für ein Gespräch?
Am liebsten würde ich die Angelegenheit gleich in Gegenwart von Fr. Braun in der Zentrale und nicht in der Geschäftsstelle Heining besprechen, ich werde dann im Übrigen auch die Kommentare mitnehmen, die in Facebook über den Link zu meinem Blog gemacht wurden. Sie können ja lediglich auf die Kommentare zurückgreifen, die direkt auf WordPress gemacht werden.
Ich wollte den Link zu meinem Blogeintrag ohnehin der Vorstandsvorsitzenden persönlich mailen, habe jedoch keine Kontaktmöglichkeit zu Fr. Braun gefunden. Die Sparkasse Passau hätte meines Erachtens nämlich auch Bedarf an einer Social-Media-Schulung ihrer Mitarbeiter – gerne unterbreite ich Ihnen hierfür ein Angebot und erläutere Ihnen persönlich den Unterschied zwischen Twitter und einem Blog, da Sie geschrieben haben, Sie hätten meinen „Twitter-Eintrag“ zur Kenntnis genommen.

Mit freundlichen Grüßen
Teresa Winderl“

–> Seid sicher, ich halte Euch auf dem Laufenden, was sich in der „Causa Sparkasse“ noch alles ereignet 😉

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Sparkasse Passau: Wer nicht mit der Zeit geht… verliert seine Kunden

25 Aug

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, sagt der Volksmund. Mir fiel der Spruch erst kürzlich in Zusammenhang mit meiner Bank ein, umgemünzt auf diese Situation könnte er da heißen: „Wer nicht mit der Zeit geht, verliert seine Kunden.“

Konto bei der Sparkasse Passau seit meinem 0. Lebensjahr

Seit meinem ersten Lebensjahr bin ich Kundin der Sparkasse Passau. Mein Onkel hatte mir zu meiner Taufe dort in der Filiale vor Ort in Passau-Heining ein Sparbuch angelegt. Ich bin ein Mensch, der Traditionen liebt und daher blieb ich auch in meiner Jugend- und Studienzeit „meiner“ Bank treu. Doch dies wird sich nun ändern: Denn wer nicht mit der Zeit geht…

Falsche Beratung beim Online-Banking

Vor einigen Monaten hatte ich auf Online-Banking umgestellt. Damals war ich schon etwas unzufrieden mit der „Beratung“ die ich diesbzgl. bekommen habe. Ein Berater in einer der 48 Geschäftsstellen der Sparkasse Passau hatte mir erklärt, dass ich mein Online-Konto ab sofort nutzen könnte. Also fuhr ich heim und setzte mich an den PC, weil ich mit meinem Online-Konto vertraut machen wollte. Es ging aber nichts. Ich konnte mich nicht einloggen, konnte aber auch telefonisch nicht nachfragen, da ich außerhalb der Geschäftszeiten anrief….

Am nächsten Werktag (natürlich VOR der Mittagspause…) erklärt mit der Mitarbeiter der Zentrale, dass mein Berater -O-Ton- ein „Vollidiot“ gewesen sei… Die Umstellung auf das Online-Banking würde einige Tage in Anspruch nehmen. Und nach ein paar Tagen funktionierte es dann auch. Dennoch machte ich vom Online-Banking kaum Gebrauch, da mir der Berater in der Geschäftsstelle erklärt hatte, dass ich hierfür eine TAN auf mein Handy bestellen müsste und das – im Gegensatz zur sog. Belegüberweisung – für mich mit Kosten verbunden sei. Daher hatte ich zwar nun Online-Banking, warf aber meine wenigen Überweisungen nach wie vor in einer Sparkassen-Geschäftsstelle ein.

Zugegeben, das störte mich schon etwas, aber ich war bis dato im Glauben, als Studentin eine kostenlose Kontoführung bei der Sparkasse Passau zu genießen… Bis ich eines Tages meine Kontoauszüge kontrollierte und  mir unerklärliche Beträge, als „Auslagen“ bezeichnet, auf meinem Kontoauszug fand.

Während der Mittagspause der Sparkasse bei der Sparda-Bank beraten

Daraufhin rief ich in der Zentrale an (bei meiner letzten Frage in der Geschäftsstelle wurde der Berater ja doch etwas abqualifiziert…) Doch dort erklärt mir der Herr am Telefon, ich soll mich bitte an meine für mich zuständige Geschäftsstelle in Passau-Heining wenden. Natürlich musste ich aber bis 14h warten, weil die Geschäftsstelle dann erst wieder öffnet.

Diese unfreiwillige Wartezeit nutzte ich, um mich bei der Sparda-Bank zu informieren.

0,79 Euro pro Überweisung

Beim Anruf bei der Sparkasse, in dem ich nach meinem „Grüß Gott“ übrigens vom Fleck weg gedutzt wurde, obwohl ich den Berater nicht kannte, wurde mir erklärt, dass ich seit einigen Monaten 3,99 Euro für die Kontoführung zahle – eine kostenlose Variante für Studenten gibt es nicht. Wohlgemerkt, ohne dass ich jemals irgendetwas unterschrieben hätte!

Die mir unerklärbaren Summen klärten sich auch schnell auf – schließlich kostet eine sog. Belegüberweisung 0,79 Euro bei der Sparkasse. Der Berater fragte mich, warum ich nicht online überweisen würde. Als ich ihm erzählte, dass mir sein Kollege erklärt hatte, dass dies ja etwas kosten würde, stellte sich heraus, dass ich vier TAN-Nummern pro Monat frei gehabt hätte.

814 Mitarbeiter der Sparkasse Passau vs. 2 Mitarbeiter der Sparda-Bank

Ich erklärte daraufhin meinem neuen „Duz-Freund“, dass ich im Vergleich zur Sparkasse das Angebot der Sparda-Bank besser fände. Eigentlich wollte ich ja nur ungern „meine“ Bank seit Kindertagen wechseln… Der Sparkassen-Mitarbeiter erklärte mir: „Das musst du schon verstehen, wir haben 48 Geschäftsstellen und rund 814 Mitarbeiter (Quelle). Und die Sparda-Bank hat in Passau nur zwei Mitarbeiter“.

Wie ich als Laie das ökonomisch bewerten würde, ersparte ich dem „Duz-Freund“. Ich überlegte mir nur, dass ich von diesen angeblichen zwei Mitarbeitern besser beraten wurde (auch wenn das über die Zentrale der Sparda-Bank in Regensburg ging), als von den 814 Mitarbeitern der Sparkasse in der Geschichte meines Kontos….

Wer also nicht mit der Zeit geht, verliert auch die treuste Kundin!

Sparkasse künftig erSPAREN

Die Zentrale in Passau der Sparda-Bank Ostbayern hat im Übrigen auch immerhin 12 Mitarbeiter. Unter 26 zahle ich nichts für die Kontoführung. Danach werden 5 Euro pro Jahr für die EC-Karte fällig. Ich fühle mich sowohl von den Mitarbeitern vor Ort, als auch am Telefon sehr gut beraten!

Offensichtlich hat auch die Sparkasse schon von meinem Kontowechsel Wind bekommen – immerhin habe ich schon einen Teil auf das neue Sparda-Konto überwiesen und werde mein Konto bei der Sparkasse Passau mit Ablauf des Monats kündigen. Einen(!) Anruf bekam ich von der Sparkasse, den ich leider verpasste. Dann kam eine SMS von einem Mitarbeiter: „Hallo Teresa, ich bitte um Rückruf…“ Diesen werde ich den Mitarbeitern der Sparkasse und mir jedoch erSPAREN…

–> Wenn’s um mein Geld geht, setze ich künftig auf die Sparda-Bank Ostbayern – dort wird man, wie es in der Werbung heißt, „freundlich & fair“ beraten!

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