Hat Teresa noch immer die schönsten Eier? Ein Einblick in die aktuelle Osterhasen-Werkstatt

5 Apr

 

PaWo TitelgirlMittlerweile ist es zwar schon ein paar Jährchen her, dass ich mit einer boulevardesken Überschrift als „Cover-Girl“ fungierte… Da ich aber, gerade in der Fastenzeit, noch heute darauf angesprochen werde, ob ich immer noch Ostereier bemale, wird es Zeit, der Frage auf den Grund zu gehen: Hat Teresa noch immer die schönsten (Oster)Eier?

Wer mir auf meiner privaten Instagram-Seite folgt, bekommt dort auch immer wieder Bastelerzeugnisse von mir zu Gesicht. Ganz besonders hoch im Kurs steht bei mir seit einigen Jahren Origami. Ich habe schon mit Gruppen für die BR-Aktion „Sternstunden“ Weihnachtssterne in dieser (und anderen) Techniken gebastelt. Aber in diesem Post soll es ja um Ostern und Eier gehen.

Bevor ich jedoch meine Eier-Kollektion aus dem Jahr 2017 zeige, möchte ich euch auf meinen Blogpost auf meinem Spar-Blog ISARSPARER verweisen, dort findet ihr Links zu einem 3D-Origami-Osterhasen. Für den Fall, dass euch dieser Blogpost Lust auf Basteln macht, ihr euch aber das mit echten Eier nicht zutraut.

 

Derweil muss ich immer wieder sagen: So zerbrechlich ist ein Ei gar nicht. Man kann es also schon fest in die Hand nehmen, wenn man es bemalt und auch zum Beispiel etwas vorzeichnen mit Bleistift. Sogar das Radieren hinterher hält das Ei aus, insbesondere Gänseeier sind stabiler als die vom gemeinen Haushuhn.

Weniger religiöse Symbole auf Ostereiern

img_6599

Grün auf grün. Auch an Ostern macht mir Origami Spaß! Wer findet den Hasen? (Foto: Winderl)

Dieses Jahr konnte ich endlich mal wieder die Ostereier-Ausstellung in Pocking besuchen. Zusammen mit meiner Mama war das früher immer ein Pflichttermin, doch mittlerweile bin ich nicht mehr jedes Wochenende in der Region Passau und konnte den Termin leider nicht immer einplanen.

Was ich – nicht nur bei den Ostereiern beobachte – Basteln folgt gesellschaftlichen Trends. Manche Stände kamen dieses Jahr gänzlich ohne religiöse Symbolik auf den Eiern aus. Ist es Ausdruck unserer säkularen Gesellschaft? Oder passen zum Beispiel überladene Klosterarbeiten einfach nicht mehr so gut in die oft puristischen Wohnraumkonzepte?

Auch ich verschließe mich Basteltrends nicht. Früher haben meine Mama und ich auch schöne Klosterarbeiten zusammen gemacht. Heute bastle ich eher allein und will schnell einen Erfolg sehen. (Im Vergleich dazu könnt ihr euch gerne einen älteren Blogpost von mir mit Ostereiern ansehen.)

Lettering als DIY-Trend

img_6543

Lettering auf Ei oder Papier eine DIY-Methode, um schnell schöne Effekte zu erzielen, wie diese Osterkarte zeigen soll. (Foto: Winderl)

Schnell geht das zum Beispiel mit einem neuen DIY-Trend (man spricht jetzt auch eher von Do It Yourself als altmodisch „basteln“) Lettering. Das ist als eine Art moderne Kalligraphie.

Kurz zusammengefasst: Die Abstriche der Buchstaben sollen dabei dicker (hierfür Druck auf den Stift ausüben) als ihre Aufstriche sein. Dafür gibt es spezielle Stifte zum Beispiel von Tombow*, aber die sind leider nicht wasserfest – deswegen konnte ich sie für meine Ostereier Edition 2017 nicht verwenden.

Benutzt habe ich einen einfachen schwarzen Edding*, denn ich finde, damit sieht es richtig nach Lettering aus. (Aber natürlich gibt’s die Edding-Stifte auch zum Beispiel in silber- oder goldfarben*.) Die dickeren Abstriche der Buchstaben musste ich so „simulieren“. Mit den teuren Pinselstiften werden diese quasi automatisch erzeugt – wenn man weiß wie der Hase läuft bzw. der Stift richtig zu handhaben ist.

In Pocking am Ostermarkt habe ich mich auch immer gerne mit ausgeblasenen Eiern eingedeckt. Aber die Preise dort sind gestiegen. Schade, dass man sie mittlerweile im Internet schon fast günstiger bestellen kann. Wer also gleich loslegen will mit der Kunst am Ei, dem empfehle ich mit den stabileren Gänseeiern (12 Stück auf Amazon für unter 11 Euro*) zu starten.

DaWanda-Shop von Teresa ohne h eröffnet

Bisher kamen nur liebe Freunde und Verwandte in den Genuss, Bastelerzeugnisse von mir geschenkt zu bekommen. Da aber wie gesagt die Nachfrage danach relativ hoch ist, habe ich mich dazu entschlossen einen Shop bei DaWanda zu eröffnen. Dort könnt ihr ab sofort einige Basteleien von mir kaufen – mal schauen, ob das auch irgendwer tut oder die Leute meine Sachen immer nur geschenkt wollen 😉

Aber hier nur ein kleiner Einblick in meine Werkstatt:

 

Aus dem Archiv: Christkind vs. Weihnachtsmann – wer ist der „richtige“ Gabenbringer an Weihnachten?

11 Dez

Für meine Leser habe ich mal wieder im persönlichen Archiv gekramt. Gefunden habe ich einen Beitrag für ein Passauer Studentenmagazin aus dem Jahr 2008. Als Christkind verkleidet habe ich damals mit einem Weihnachtsmann Passanten befragt, an welchen Gabenbringer sie glauben.

Hach, das waren noch Zeiten! Als Studentin weit vor Weihnachten (man bedenke den Redaktionsschluss für ein Magazin aus Papier) einfach mal als Christkind über den Campus zu laufen. Und dann wurde das Ergebnis auch noch gedruckt. So richtig mit mir auf dem Cover (übrigens vor der PaWo mein erstes) auf Papier.

Auf den letzten Seiten des Magazins habe ich mit der Geschichte des Christkinds bzw. Weihnachtsmannes auseinandergesetzt: Und mit diesem Wissen kann man garantiert „alle Jahre wieder“ unterm Christbaum prahlen!

Wer den Text lieber bebildert im retro-Layout liest, für den gibt es den Artikel Christkind vs Weihnachtsmann hier als PDF zum Download. Alle anderen bilden sich bitte hier weiter:

christkind-weihnachtsmann_uni

Kaum eine Frage spaltet unser Land in diesen Tagen vor Weihnachten stärker — gehört man nun zur Christkind— oder doch zur Weihnachtsmann“fraktion“. Das scheint auf den ersten eine Frage der Konfession zu sein: Denn in den traditionell eher katholisch geprägten Gefilden West- und Süddeutschlands, aber auch im angrenzenden Österreich und der Schweiz bringt das goldblondgelockte Christkind die Weihnachtsgeschenke. Im restlichen, zumeist evangelischen Teil der Republik ist dieser Dienst dem zipfelmützigen Weihnachtsmann vorbehalten.

Doch ganz so einfach ist es nicht! Denn das Christkind, das heute den Kindern heimlich die Gaben unter den Weihnachtsbaum legt, ist eine Erfindung des Reformators Martin Luther (1483-1546) und somit eigentlich alles andere als „katholisch“! Die Bescherung am Geburtstag Jesu war im Mittelalter aber noch nicht üblich: Die Kinder beschenkte man am Nikolaustag, dem 6. Dezember oder am Tag der unschuldigen Kinder (28. Dezember).

Martin Luther jedoch lehnte die Heiligenverehrung ab und somit konnte schlecht ausgerechnet ein Heiliger, der hl. Bischof aus Myra, den Kleinen Geschenke bringen.

Verzichten wollte er aber auf den lieb gewonnen Brauch des Beschenken auch nicht mehr. Denn wahrscheinlich wusste Luther als sechsfacher Vater nur zu gut, was Kinderaugen zum Glänzen bringt. So sollte fortan (ab etwa 1535) der „heilige Christ“ höchstpersönlich die Kinder beschenken.

Weil die Gläubigen sich aber noch zu Beginn der Neuzeit sehr bildhafte Vorstellungen machten, wurde aus dem ,,heiligen Christ“ allmählich die Kunstfigur des lieben Christkinds. Dieses stellt also nicht das Christuskind in der Krippe dar, wie es der Name vermuten lässt. Vielmehr schufen die Menschen eine neue Figur, die den engelhaft gekleideten Mädchen entsprach, die weihnachtlichen Umzügen mit offenen Haaren vorangingen.

christkind-oder-weihnachtsmann

Zur Zeit der Aufklärung im 18. Jahrhundert mischte sich zum Aspekt der evangelischen Kritik an der Heiligenverehrung erstmals die Vorstellung von einem Weihnachtsmann. Ob er nun Père Noël, Sinterklaas oder Santa Claus heißt, auf der ganzen Welt wissen die Kinder wie er aussieht: Pausbäckig mit rosigen Wangen und einem langen weißen Bart. Der rote Mantel darf dabei ebenso wenig fehlen wie die Zipfelmütze, die der Weihnachtsmann im Unterschied zum mitratragenden Bischof aus Kleinasien auf dem Kopf hat. Warum sein pelzbesetzter Mantel ausgerechnet rot ist? Vielleicht ist das noch ein Anklang an den Bischofsmantel des hl. Nikolaus. Doch im Grunde braucht man sich nur eine Coca-Cola-Dose anzusehen – denn dem US-Konzern ist es gelungen, das Bild vom Weihnachtsmann entscheidend zu prägen und in ihn Firmenfarben zu kleiden. Ist der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen also nichts anderes als ein besonders effektiver Marketinggag? Mit dem mildtätigen Bischof Nikolaus, der ein Heiliger und Schutzpatron der Kinder ist, hat die Märchenfigur auf dem Rentierschlitten jedenfalls nichts gemein!

„Äpfel, Nuss und Mandelkern essen fromme Kinder gern“ und recht viel üppiger darf man sich die Geschenke einst zur Weihnachtszeit auch nicht vorstellen. Schenken war damals noch stärker eine Sympathieerklärung und nicht wie in unseren Tagen ein exklusiver Warenaustausch. Erst um l800 hatte bei den Katholiken Weihnachtsmann bzw. Christkind allmählich den Nikolaus als Gabenbringer abgelöst. Doch schon damals scheint der männliche Geschenkebringer populärer als das Christkind gewesen zu sein. Maßgeblichen Anteil daran hatte der Dichter des Deutschland-Liedes, Hoffmann von Fallersleben, mit seinem Gedicht,,Morgen kommt der Weihnachts- mann“, das er um 1835 verfasste.

Ihre „Wirkungsstätten“ haben die beiden Gabenbringer im Laufe der Zeit getauscht – heute bringt der Weihnachtsmann vornehmlich im Norden die Geschenke, während dies im katholischen Süden das ursprünglich „lutherische“ Christkind übernimmt. Dass in unseren Tagen der einst evangelische Brauch hauptsächlich im katholischen Bayern praktiziert wird, verdankt er vielleicht dem traditionsreichen „Christkindlesmarkt“ der Stadt Nürnberg, wohl der evangelischte Flecken Bayerns.

Doch auch in den südlichen Gefilden wird das Christkind immer mehr von seinen männlichen Kollegen verdrängt – ob das nun an dem so oft kritisierten US-amerikanischen Einfluss oder der besseren Vermarktbarkeit des Weihnachtsmannes liegt. Wir wissen es nicht. Aber ist denn die männliche oder weibliche Gestalt des Gabenbringers überhaupt entscheidend? Letzten Endes sind doch beide ,,nur“ Kunstfiguren, die zwar auf eine bestimmte Tradition zurückblicken können, jedoch nicht den eigentlichen, kommerzfrei-religiösen Sinn der Weihnacht verkörpern!

christkind_weihnachtsmann_-hinten

 

Wo Retro-Serien legal streamen?

25 Okt

Ok, ich gebe es zu: Mein Serien-Geschmack mag etwas retro sein, aber ich glaube ganz allein bin ich damit auch nicht. Deswegen hoffe ich auf die Schwarm-Intelligenz, dass ihr mir sagen könnt, wo ich “meine” Serien (legal) schauen kann. Auf den Mainstream-Video-Streaming-Portalen finde ich sie nicht, die US-Serien aus meiner Kindheit: “Unsere kleine Farm” zum Beispiel oder “Dr. Quinn”. Aber auch deutsche Serien wie “Nirgendwo ist Poenichen” gibt es dort nicht zu schauen. 

Woran liegt das? An irgendwelchen Rechten oder weil es dafür (vermeintlich) kein Publikum gibt? 

Ich meine, die Kinder von heute sind zwar – Dank “Walking Dead” – auf die nächste Zombie-Apokalypse vorbereitet. Oder wissen aus “Breaking Bad”, wie man synthetische Drogen herstellt – aber „meine“ alten Serien vermitteln ganz andere Kompetenzen: 

Ganz Walnut Grove, das kleine Dörfchen in der Nähe der kleinen Farm von Charles Ingalls zeigt, dass es um mehr als Besitz im Leben geht. Empathie wird den Zusehern gelehrt und das ganz nebenbei. 

Auch Dr. Michaela Quinn, die Ärztin aus Leidenschaft ist ein “Gutmensch”, wie man heute sagen würde. Zusammen mit dem Indianer-Kenner Sally kämpft sie gegen Vorurteile und Engstirnigkeit einer US-Kleinstadt im Wilden Westen.

Das sind die Helden meiner Kindheit! Ok und dann gäbe es da auch noch “ALF”, “Forsthaus Falkenau”, „Pumuckl“ oder den „Bullen von Tölz“. Vielleicht enthalten diese Serien weniger tiefe Botschaften, aber sie machen einfach Spaß anzuschauen. 

Einige Staffeln von „Unsere kleine Farm“ habe ich zwar auf DVD, aber das ist mir persönlich denn doch zu retro. Gerade, dass ich noch einen DVD-Player habe. Aber wenn ich unterwegs bin, genieße ich es, dass ich mir zumindest bei Amazon Instant Video, Filme auf meinem Tablet speichern und unterwegs abspielen kann.

Ok, ich gebe es ja zu: “Unsere kleine Farm” habe ich auf youtube entdeckt, die Qualität ist zwar miserabel, aber das ist mir egal. Die alten Filmaufnahmen haben ohnehin keine HD-Auflösung. Aber natürlich verletzt eine solche Video-Sammlung Rechte und so war das Wiedersehen mit Charles, Laura und Co leider nur von kurzer Dauer.

Was ist die Alternative? Die einzelnen Staffeln zum Beispiel in der Stadtbibliothek München ausleihen, sofern die Serie dort vorhanden ist. Aber da ist dann vielleicht grad die Staffel 5 ausgeliehen, wenn man mit Staffel 4 durch ist… Alles nicht so einfach, zudem muss man die DVDs auch wieder zurückgeben. Kurzum: Ich würde mir ein Streaming-Portal mit alten Klassikern wünschen! Falls es das wirklich noch nicht geben sollte, vielleicht will es ja wer von euch erfinden? 😉 

#histag16: Bloggende Historiker – zwischen Schreibübung für die Doktorarbeit, auf dem Weg zur Online-Fachzeitschrift

26 Sep

Dass der Deutsche Historikertag keine so hippe Tagung wie die Republica ist, das ist irgendwie selbst erklärend. Aber dennoch gab es einen Hashtag, Veranstaltungen über Digital Humanities und sogar ein Bloggertreffen, von dem ich euch berichten möchte:

Der Sascha Lobo der deutschen Historiker heißt @Mareike2405, ist weiblich, lebt und forscht in Paris am dortigen Deutschen Historischen Institut. Eigentlich wollte ich schreiben, „während in den Sektionen noch über die Notwendigkeit digitaler historischer Grundwissenschaften diskutiert wurde…“ Aber das wäre falsch zu behaupten, denn dass die Notwendigkeit längst vorhanden wäre, war allen Anwesenden bewusst – auf dem Podium sowie im Publikum, das jedoch aus auffallend wenigen Professoren bestanden hat.

Es ist also noch ein weiter Weg, den die bloggenden und twitternden Historikerinnen und Historiker zurücklegen werden müssen, aber gemeinsam geht alles besser und so traf man sich am letzten Konferenztag in der Twitter-Lounge, um barcampmäßig den eigenen Blog zu präsentieren: Zur Seite stand Dr. Mareike König dabei @karolinedoering.

Seit 2012 betreibt sie mit zwei Bekannten DEN Mittelalter-Blog. Vorweg, einige dieser historischen Blogs sind nicht selbst gehostet, sondern über Hypotheses.

Hypotheses ist das WordPress der Wissenschaftsblogs

Kostenlos kann man dort einen wissenschaftlichen Blog eröffnen, Zielgruppe sind die Geistes- und Sozialwissenschaften. Dr. Karoline Döring hebt vor allem die Gemeinschaft hervor, die es bei Hypothese gebe. Der Blog selbst basiert auf WordPress, ist aber eben schon durch die Adresse als wissenschaftlich auszumachen.

Selbst gehostet hat der Doktorand Yves Vincent Grossmann seinen Blog . „Um schreiben zu üben“, habe er angefangen zu bloggen und berichtet regelmäßig über den Fortschritt seiner Dissertation.

„Ich habe den Anspruch, immer etwas auf meinem Blog zu zitieren“, sagt Dr. Burkhard Conrad in der kurzen Präsentation seines Blogs. Der Unterschied zu den etablierten Sektionen am Deutschen Historikertags wird deutlich: Manche dauern dort 3,5 Stunden, den Bloggern (muss) eine genügen 😉

Dr. Conrad ist Laiendominikaner, sein Blog heißt Rotsinn und ist bei WordPress gehostet. Die Motivationen, einen eigenen Blog zu betreiben, sind also unterschiedlich.

Alle anderen (außer mir), die an diesem frühen Freitagnachmittag in Hamburg ihren Blog präsentieren, setzen auf das Blogportal Hypotheses.

Torsten Hiltmann stellt seinen Blog „Heraldica Nova“ vor. (Wer nicht weiß, was Heraldik ist, liest seinen Blog oder meinen Blogpost ;)) Die Postings sind in Deutsch, Englisch und Französisch verfasst und ziehen Laien-Experten gleichermaßen an wie Wissenschaftler.

Blogposts über Forschungsergebnisse, die sonst unter den Tisch fallen würden

Selbstverständlich bloggt auch die Leiterin der Session, Dr. Mareike König und zwar gleich auf verschiedenen Blogs. Ihren über das 19. Jahrhundert sieht sie selbst als eine Art Dokumentation und verrät den bloggenden Historiker-Kollegen, welches ihr meist geklickter Beitrag ist: Er trägt den spannenden Titel „Bitte leeren Sie den Papierkorb, Madame!“. Was es mit Madame Bastian auf sich hat, erfahrt ihr selbstverständlich im verlinkten Blogpost. So viel vorab: Es ist eine nette Hintergrundinfo über die Dreyfusaffäre, die jedoch, wie die promovierte Historikerin selbstkritisch feststellt, keinen Artikel wert wäre.

Monetarisierung bei Wissenschaftsblags kein Thema

Als ich ein paar Anekdoten über den Blogger-Stammtisch in München einstreue und, dass es in der bayerischen Landeshauptstadt seit Kurzem sogar einen Bloggerclub e. V. gibt, geraten die bloggenden Historiker etwas ins Staunen. Geld verdienen mit dem eigenen Blog? Das geht?

Bei bloggenden Wissenschaftlern stehen andere Dinge als die Monetarisierung im Fokus – Hypotheses ist zudem gänzlich werbefrei. Was ist ein Blogpost wissenschaftlich gesehen wert? Wie bringt man Kolleginnen und Kollegen dazu, Zeit in einen Blogpost zu investieren, wenn eine Publikation auf Totholz noch sehr viel mehr angesehen ist? Kann ein Blog künftig den Rang einer (online) Fachzeitschrift haben?

Weiter geht’s auf dem Histocamp in Mainz

postkartenentwurf_vorderseite_schmidt

Design: Lucas Garske/ Text: Team Open History e. V.

Die Blogger-Session auf dem Deutschen Historikertag hat Appetit gemacht – mehr konnten die wenigen Veranstaltungen nicht leisten: Aber ich fuhr nach Hause mit der Erkenntnis, dass es bloggende Kolleginnen und Kollegen gibt. Auch wenn nicht alle an der Session teilgenommen haben, gell @citoyenberlin 😉

Über die Vernetzung und viele weitere spannende Dinge können wir beim histocamp weiterdiskutieren – ja, ein echtes „BarCamp für alle, die an und mit Geschichte arbeiten“. Karoline mit dem Mittelalter-Blog gehört zu den Organisatoren. Und wie sagte schon Simone de Beauvoir? „Man kommt nicht als langweilige Historikerin zur Welt, man wird dazu gemacht.“*
* zitiert nach Team Open History e . V.

CdAS-Spenden-Initiative für Hochwasseropfer aus Simbach

1 Aug

Wir können zwar nicht die Welt retten. Aber angesichts der unbegreiflichen Anschläge der vergangenen Tage können wir einfach bei uns anfangen, dass diese Welt wieder ein klein wenig menschlicher wird.

Mir ist bewusst, dass inzwischen andere Ereignisse die schrecklichen Bilder des Hochwassers in Niederbayern aus unserer medial gesteuerten Welt verdrängt haben. Doch die Menschen, die in Simbach und Umgebung ihr Hab und Gut – und noch schlimmer, zum Teil ihre Lieben verloren haben, für die ist das Leben nach dem Hochwasser noch immer grausame Realität: Die Wohnungen und Häuser noch immer unbewohnbar, unersetzbare Erinnerungen wie Fotos von Verstorbenen für immer verloren.

Vater von Kommilitonin im Hochwasser gestorben

Und weil wir eben nicht die Welt retten können, bitte ich meine Leser nur um einen kleinen Beitrag.
Es ist zwar nur EIN Schicksal, einer einzigen Familie, das mich in den vergangenen Wochen besonders bewegt hat – es handelt sich um die Familie einer ehem. Kommilitonin und Mit(alt)stipendiatin, über deren Schicksal ich bereits hier geschrieben habe. Aber in diesen Tagen wird mir bewusst, dass wir nicht darauf warten können, dass sich „die Gesellschaft“ ändert, sondern wir müssen bei uns selbst anfangen. In mein Poesiealbum hat meine Grundschullehrerin einen Spruch geschrieben, dessen Bedeutung mir in diesen Tagen immer öfter bewusst wird:
„Der Friede der Welt muss in unserem Herzen den Ursprung nehmen.“

Machen wir doch gemeinsam einen ersten Schritt, warten wir nicht darauf, dass „die Gesellschaft“ sich ändert, sondern beginnen wir in unserem Herzen und spenden für meine Bekannte, die ihren Vater im Hochwasser von Simbach verloren hat – bitte an folgendes Konto:

Kontoinhaber: CdAS Club der Altstipendiaten e.V.
Bank: HypoVereinsbank
Konto-Nr.: 0015 743 713, BLZ: 700 202 70
IBAN: DE60 7002 0270 0015 7437 13

Bitte als Betreff „Hochwasser Simbach“ nennen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an den CdAS (dem Club der Altstipendiaten der Hanns-Seidel-Stiftung), der meine Initiative unterstützt und das Konto eingerichtet hat. Die CdAS-Nothilfe wird zwar nicht die Welt retten können, aber dazu beitragen und uns zu erinnern, dass wir alle Menschen sind

Sodom und Gomorra in Niederbayern: Wo ich vor 10 Jahren Abi machte

4 Jul

Zwischen den Jahren trudelte in mein altes E-Mail-Postfach eine Einladung zum 10-jährigen Abitur-Treffen ein.

Meine erste Reaktion war PANIK. Denn nun komme ich offensichtlich in ein Alter, in dem man Jubiläen feiert. Jubiläen, das waren für mich bis dato die goldenen Zahlen auf Fresskörben, die meine Großeltern zu Geburtstag erhalten haben. Aber nun prangt über meinem Leben bald eine dicke, fette, goldene 10!

Meine zweite Reaktion war: Wie viele meiner ehemaligen Mitschüler werden sich noch „in Ausbildung“ befinden, wie ich? Wie viele sind schon verheiratet? Wie viele haben vielleicht gar schon Kinder?

Von einem Pärchen weiß ich, dass es sich in meinem Abiturjahrgang gefunden hat – die beiden haben vor ein paar Jahren auch geheiratet. Anders als die Pärchen, deren unsterbliche Liebe die Verleihung des Reifezeugnisses im Juni 2006 kaum oder knapp überlebt hat… Eine hat bei ihrem “Lover” sogar eine Abiturprüfung ablegen können, aber dazu später.

Der Ex-Schulleiter wurde degradiert

Erst möchte ich erzählen, dass ich auch heute, knapp 10 Jahre nach meiner Zeit als Schülerin eines bayerischen Gymnasiums, oft schweißgebadet aufwache, wenn ich von der Schule träume. Regelrechte Albträume habe ich noch heute. Einige sagen, die Schulzeit sei die schönste Zeit ihres Lebens gewesen – für mich war es die Studienzeit. Erst dann begann mein Leben richtig. Alles andere vorher war nur ertragen. Ich bin froh, dass ich die Schulzeit überlebt habe. Und als ich mir überlegte, wer denn aller zu unserem Abi-Jubiläum kommen könnte, da merkte ich, dass diese Albträume vielleicht auch andere hätten, wenn sie an dieser Schule gewesen wären…

Mittlerweile hat mein altes Gymnasium einen neuen Schulleiter. Ob wohl der ehemalige Schulleiter zu unserem Treffen kommen wird?

Ach nein, der wurde ja seines Dienstgrades degradiert, weil er eine Referendarin sexuell belästigt haben soll.

Religionslehrer besaß Kinderpornos

Und auch der einstige Religionslehrer wird wohl kaum einer Einladung zu unserem Treffen nachkommen können – bei ihm hat die Polizei, einige Jahre nach meiner Schulzeit, Kinder-Pornos gefunden. Ich persönlich habe diesen Lehrer in der Schule nie so recht leiden können, er hat sich uns Kindern gegenüber zu kumpelhaft verhalten. Heute ist mir auch klar, warum… Aber während meiner Studienzeit habe ich ihn noch einige Male getroffen, denn ich habe Theologie studiert in dem Gebäude neben diesem „ehrwürdigen“ Gymnasium. Eigentlich waren die Gebäude sogar miteinander verbunden oder war es sogar ein Gebäude? Dennoch habe ich in meinen Studienjahren nur äußerst selten den Weg „rüber“ in meine alte Schule gefunden. Aber eben ab und an einen ehemaligen Lehrer auf seinem Schulweg und meinem Weg zur Uni getroffen. Und so kam ich auch einige Male mit dem Reli-Lehrer, der eigentlich ein perverser Straftäter war, ins Gespräch; und ich dachte mir, warum habe ich den früher nicht gemocht? Eigentlich war er doch ganz nett. Eigentlich. Aber nachdem ich von dem Polizei-Einsatz bei ihm gelesen habe, hatte ich wieder fast ein schlechtes Gewissen: Warum habe ich einen Sex-Täter sympathisch gefunden?

Aber der ewige Junggeselle war eben so herrlich kumpelhaft! Als junge Studentin fand ich das dann angemessen und eben nett. Peinlich, peinlich – der Straftäter hat für die Festschrift des 400-jährigen Bestehens der Schule einen Beitrag geliefert und sich u. a. so unsterblich in der Schulgeschichte verewigt.

Hier drückte schon ein Attentäter die Schulbank

Und nein, ich bin nicht in Sodom oder Gomorra ins Gymnasium gegangen. Aber „Täter“ haben schon früher diese Schule besucht. Ein Attentäter drückte einige Jahrzehnte vor mir dort die Schulbank: Anton Graf von Arco-Valley, er hat am 21. Februar 1919 den ersten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner ermordet.

Die Ironie des Schicksals oder der Geschichte will es, dass mich mit ihm zwei Dinge bis heute verbinden:

Zum einen ist sein ehemaliger Hauslehrer der Vater meines ehemaligen Musiklehrers. Mit dem Neffen des Lehrers, den ich sehr gemocht habe, habe ich Abi gemacht. Man möchte meinen, die Verbindungen des (Groß)vaters zum bayerischen Adel würde heute keine so große Rolle mehr spielen. Weit gefehlt! Denn die zweite Verbindung zum Attentäter, der meine ehemalige Schule besuchte, ist meine Diss. Ich promoviere über die Rezeption des Mordes an Kurt Eisner. Und zu dieser Diskursanalyse gehört auch die enge Verbindung zum ehemaligen Hauslehrer…

Ja, immerhin für mein Diss-Thema könnte ich meinem Gymnasium dankbar sein. In meinem Sozialkunde-Geschichte-Leistungskurs – ja, das hieß bei mir noch so und ich erhielt auch erst nach 13 Schuljahren mein Abitur, so alt bin ich schon – fragte ich nach, wer denn dieser Graf Arco sei, der Eisner ermordet habe. Und wie es so ist, wenn der Lehrer nicht weiter weiß:

Ich durfte am nächsten Tag ein Referat über den Attentäter halten. (Man stelle sich mal vor, nicht mal das hat mein Geschichtslehrer gewusst, dass Arco in diesem Gebäude die Schulbank gedrückt hat…) Für das Referat bekam ich 15 Punkte und die Erkenntnis, dass über den Grafen, der ein Attentäter war, quasi nur ein Buch existierte. Darin erinnerte ich mich Jahre später uns schwups hatte ich ein Thema für meine Doktorarbeit. Auch in der Festschrift hat man diesen prominenten Schüler (bewusst?) unter den Tisch fallen lassen – ok, da sind nur die ab Abiturjahrgang 1961 aufgelistet…

Mit meinem Doktor der Geschichte wäre ich dann zumindest qualifiziert, dem Elternbeirat meines ehemaligen Gymnasiums anzugehören. Denn ohne zumindest einem Doktortitel war man in dieser Elite-Ausbildungsstätte nur ein Elternvertreter zweiter Klasse… Am besten war man schon in mindestens zweiter Generation Schüler dieser Anstalt – und dein Großvater hat adelige Attentäter unterrichtet.

„Legenden sterben jung“ – die Lieblingslehrer auch

Aber es war nicht alles schlecht, was ich mit meiner Schulzeit verbinde… Doch ganz nach dem Motto, „Legenden sterben jung“, muss ich feststellen, dass einige meiner Lieblingslehrer schon verstorben sind:

Da war zum Beispiel der Musiklehrer, der mich mit seinem Lockenkopf und seinem tiefen Bass trotz fehlender Körpergröße immer etwas an Johann Sebastian Bach erinnerte. Ist ja auch irgendwie passend für einen Musiker oder? Immer wenn ich das Weihnachtslied „The little drummer boy“ höre, sehe ich ihn vor meinem geistigen Auge, wie er auf dem schwarzen, schon etwas abgenutzten Flügel im kleinen Musiksaal im Erdgeschoss des ehrwürdigen Altbaus dieses Weihnachtslied mit uns anstimmte. Seine Bassstimme hat uns Unterstufen-Schüler dabei gewaltig übertönt.

Das Schulgebäude war so alt, dass wir nicht einmal eine Sprechanlage für Durchsagen hatten. Ob wir hitzefrei hatten oder andere wichtige Informationen des Direktorats erreichten uns daher über Rundschreiben, die der Hausmeister in jedes Klassenzimmer brachte. Und das machte er so: Er klopfte kräftig gegen die alte Holztür; so stark und unverwechselbar, dass wir schon am Klopfen erkannten, dass er den Raum beteten wird und das immer mit einem ebenfalls unverwechselbaren, langgezogenen „Mooooooooorgen!“ Egal zu welcher Uhrzeit, auch wenn es schon 12 Uhr mittags war und bereits die sechste Schulstunde angebrochen war. Das gefiel uns Schülern natürlich so gut, dass wir ihm oft schon vor seinem Gruß, unmittelbar nach seinem Klopfen, „Mooooooorgen“ entgegenbrüllten.

Auch dieser äußerst kräftige Mann ist schon vor einigen Jahren gestorben – er war im Übrigen der Einzige, den ich während des Studiums nebenan besucht habe. Ich hab mir dann auch eine Würstel-Semmel bei seiner Ehefrau gekauft, die den Pause-Verkauf betrieb. Heute hat sie ein Restaurant, über das ich hier geschrieben habe.

Ein anderer Kult-Lehrer, auch nicht von allzu großer körperlicher Größe, aber groß im Geiste, war ein Mathe- und Physiklehrer, der immer mit einem Moped in die Schule fuhr. Und das bei jeder Witterung! Mich erinnerte er daher an Ottfried Fischer, der in “Irgendwie und sowieso” als „Sir Quickly“ auf einer Schwalbe fuhr..

Der „Sir“ schaffte es sogar, dass ich bei ihm eine Zwei in Physik hatte, weil er das mit dem Strom, den Leitern und dem Widerstand so gut erklärt hat. Wer weiß, vielleicht wäre ich gar nicht so unbegabt in Naturwissenschaften gewesen, wenn ich den „Sir“ öfter im Unterricht gehabt hätte. Aber schon damals lag mein Interesse eindeutig mehr in der geisteswissenschaftlicher Richtung.

Abiprüfung beim Lover 

Ich wählte als zweites Leistungskursfach Deutsch und daher bekam ich die heiße Affäre zwischen dem Grundkurslehrer und seiner Schülerin nicht mit. Im Nachhinein wurde natürlich behauptet, dass sie erst nach dem Abi die Liebe füreinander entdeckt hätten – just an der Abifeier soll das gewesen sein. Was für ein Zufall!

Sie wohnten dann sogar eine Zeit lang zusammen. Und das Internet, das ja nichts vergisst, zeugt davon, dass sie sich auch einen Hund aus dem Tierheim nehmen wollten. Ich danke der Tierheimleitung, dass zumindest sie diese zweifelhafte Verbindung bestraft hat, indem sie ihnen den Hund nicht vermittelt hat! Außer einer sehr guten Note im Grundkurs-Abi hatte diese Beziehung zwischen Lehrer und Schülerin keine Folgen… Und nein, ich bin nicht in Sodom und Gomorra auf’s Gymnasium gegangen, sondern in einem beschaulichen, bayerischen Städtchen!

Heute weiß ich auch, warum die Schülerin, die nicht gerade zu meinen Freundinnen gezählt hat, über meine Krankmeldungen so genau Bescheid wusste, über die wohl ausführlich im Lehrerzimmer diskutiert wurde.

Ich hatte nämlich das Glück, dass ich mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber zu den Abiprüfungen antreten musste. Meine Oberstufenbetreuerin hat, statt mich zumindest mental zu unterstützen, gesagt, dass ich das Abi in meinem Zustand nicht schaffen könnte. Zum Glück habe ich nicht auf sie gehört und bin angetreten. Gott sei Dank, denn ich wüsste nicht, ob ich diesen Wahnsinn noch ein Jahr länger ausgehalten hätte!

Kaum zu glauben, dass meine Schulzeit mittlerweile schon 10 Jahre her ist. Ich erinnere mich noch heute, wie ich bei der Abiturfeier etwas beschwipst auf die Uhr schaute und um Mitternacht das Datum verwechselte. Es war irgendein Juliabend, aber für mich war es der 4. Juli – mein ganz persönlicher Independence Day!
Die Ironie der Geschichte will es, dass dieser Blogpost just an einem 4. Juli erscheint – damit habe ich mir meine Horror-Schulzeit hoffentlich von der Seele geschrieben!

 

Snapchat-Interview mit dem König von Deutschland: Kai Diekmann

21 Jun

Die BILD-Zeitung snapchatet vorbildlich. Das war Anlass für uns, Giulia und mich, den Herausgeber der BILD, Kai Diekmann, ein paar Fragen mit Hilfe dieser App zu stellen.

Wie sich herausstellte, ist Diekmann selbst kein begeisterter Snapchater – er wollte von uns wissen, ob wir nicht selbst etwas zu alt für diese App wären. Tja, der Mann kennt sich aus! Denn wir liegen beide über dem Durchschnittsalter des typischen Snapchat-Users. Das nötige „Feeling“ für die neuesten Entwicklungen der Medienbranche hat Diekmann im Silicon Valley entwickelt.

Wer Snapchat noch nicht kennt – dort kann man sich bspw. lustige Gesichtsfilter aufsetzen und einen sog. Snap absetzen, der nur für 24 Stunden auf der App zu sehen ist. (Hier habe ich darüber schon etwas ausführlicher gebloggt.)

Meine Kollegin Giulia liebt den Hundefilter, aber ob Kai Diekmann wirklich auf Doggy-Style abfährt? Ihr könnt es nachsehen, denn natürlich haben wir das Snapchat-Interview mit einem der führenden Herausgeber Deutschlands nicht einfach nach 24 Stunden in den unendlichen Weiten des World Wide Webs begraben, sondern für euch ein kleines Video angefertigt:

Gelegenheit für das kurze Interview hatten wir im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zu Qualität in den Medien an der Universität der Bundeswehr München.

Qualität und BILD – wie das zusammen passe, wurde ich via Twitter gefragt. Diekmann stellt dazu in Neubiberg klar, dass die BILD keinen volkspädagogischen Auftrag haben. Den besitzen wir Blogger auch nicht und haben uns deswegen für dieses witzige Interview-Format entschieden und all unsere Fragen mit einem großen Augenzwinkern gestellt.  Wie man sich als König von Deutschland fühlt, wollte ich wissen. Schließlich schreibt die BILD was Deutschland denkt – oder umgekehrt. Der Herausgeber der BILD ist also irgendwie der König von Deutschland und bei uns mit dem passenden Filter zu sehen.

Und wie sich an diesem Vortragsabend herausstellte, war der Veranstaltungsort extrem passend gewählt: Schließlich brachte die Bundeswehr Kai Diekmann in die Medien.

Ein Medien-Mann, der polarisiert, aber durchwegs sympathisch mit uns Nachwuchsjournalistinnen umgegangen ist und das unter Zeitdruck; schließlich spielte an diesem Abend die deutsche Nationalelf.